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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Wieviel kostet erneuerbarer Strom? Analyse der EEG-Umlage von 2010 bis 2018

Herausgeber/Institute:

Öko-Institut

Datum:

Dezember 2017

Autoren:

Charlotte Loreck

Art der Veröffentlichung:

Endbericht

Auftraggeber/Förderer:

BMWi

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

EEG-Umlage, EEG, Geothermie, Strompreis, Wasserkraft, Windenergie

Seitenzahl:

45

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie untersucht die Entwicklung der EEG-Umlage und ihrer relevanten Einflussgrößen vom Jahr 2010 bis 2018. Dadurch sollen belastbare quantitative Aussagen über die Kosten der Erneuerbaren Energien sowie über den Einfluss anderer Faktoren getroffen werden.

Zentrale Ergebnisse

In der untersuchten Zeitspanne stieg die EEG-Umlage von 2,05 auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Zu diesem Anstieg um 4,74 Ct/kWh trug der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit 3,9 Ct/kWh bei. 1,4 Ct/kWh entfallen auf die Solarenergie, wobei der durchschnittliche Vergütungssatz für den gesamten Photovoltaikbestand seit 2010 gesunken ist. 0,9 Ct/kWh gehen auf die Biomasse zurück. Windenergie an Land hatte mit 0,7 Ct/kWh den kleinesten Anteil am Anstieg der EEG-Umlage. Windenergie auf See trug 0,9 Ct/kWh bei, wobei ihr Anteil vor allem auf die letzten vier Jahre entfiel. Die spezifischen ...

In der untersuchten Zeitspanne stieg die EEG-Umlage von 2,05 auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Zu diesem Anstieg um 4,74 Ct/kWh trug der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit 3,9 Ct/kWh bei. 1,4 Ct/kWh entfallen auf die Solarenergie, wobei der durchschnittliche Vergütungssatz für den gesamten Photovoltaikbestand seit 2010 gesunken ist. 0,9 Ct/kWh gehen auf die Biomasse zurück. Windenergie an Land hatte mit 0,7 Ct/kWh den kleinesten Anteil am Anstieg der EEG-Umlage. Windenergie auf See trug 0,9 Ct/kWh bei, wobei ihr Anteil vor allem auf die letzten vier Jahre entfiel. Die spezifischen ...

In der untersuchten Zeitspanne stieg die EEG-Umlage von 2,05 auf 6,79 Cent pro Kilowattstunde (Ct/kWh). Zu diesem Anstieg um 4,74 Ct/kWh trug der Ausbau der Erneuerbaren Energien mit 3,9 Ct/kWh bei. 1,4 Ct/kWh entfallen auf die Solarenergie, wobei der durchschnittliche Vergütungssatz für den gesamten Photovoltaikbestand seit 2010 gesunken ist. 0,9 Ct/kWh gehen auf die Biomasse zurück. Windenergie an Land hatte mit 0,7 Ct/kWh den kleinesten Anteil am Anstieg der EEG-Umlage. Windenergie auf See trug 0,9 Ct/kWh bei, wobei ihr Anteil vor allem auf die letzten vier Jahre entfiel. Die spezifischen Kosten des Windenergiebestands sind gegenüber 2010 leicht gestiegen. Die Ergebnisse nach der Umstellung auf Ausschreibungen ließen allerdings vermuten, dass auch bei der Windenergie die durchschnittlichen Vergütungssätze sinken werden.

Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien war vor allem auch der gesunkene Börsenstrompreis mit einem Anteil von 0,8 Ct/kWh für den Anstieg der EEG-Umlage verantwortlich. Der Großhandelspreis an der Strombörse ist im Zeitraum von 2010 bis 2018 von 5,4 Ct/kWh auf 3,2 Ct/kW gesunken. Die Ausweitung der Privilegien für die stromintensive Industrie schlug zwischen 2015 und 2018 mit 0,3 bis 0,5 Ct/kWh zu Buche.    

Zentrale Annahmen und Thesen

Die EEG-Umlage sei eine komplex berechnete Größe, die von vielen Faktoren abhängig ist. Die Höhe der EEG-Umlage sei nicht allein auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zurückzuführen. So hätten auch der Börsenstrompreis und die Regelungen zur Privilegierung der energieintensiven Industrie einen entscheidenden Einfluss auf die Höhe der Umlage.

Methodik

Die Studie verwendet eine Dekompositionsanalyse. Dadurch werden Mengen- und Preiseffekte unterschieden. Es entstehe keine Verzerrung dadurch, in welcher Reihenfolge einzelne Effekt betrachtet werden.

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