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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien

Herausgeber/Institute:

IÖW, Greenpeace

Datum:

August 2013

Autoren:

Astrid Aretz et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

Greenpeace

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

ökonomische Effekte, Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Investitionen, Exporte

Seitenzahl:

62

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie aktualisiert und erweitert die im Jahr 2010 vorgelegte Erhebung des IÖW zur kommunalen Wertschöpfung durch den Ausbau Erneuerbarer Energien im Jahr 2009. Untersuchungsgegenstand sind die deutschlandweiten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte im Zusammenhang mit der Herstellung, Planung, Installation und dem Betrieb Erneuerbarer-Energien-Anlagen sowie der Verteilung erneuerbarer Wärme und der Produktion erneuerbarer Brenn- und Kraftstoffe im Jahr 2012. Die Ergebnisse werden differenziert nach Erneuerbare-Energien-Technologie und Wertschöpfungsstufe dargestellt.

Neben der direkten Wertschöpfung auf kommunaler Ebene berücksichtigt die Studie dabei auch die Wertschöpfungseffekte auf Länder- und Bundesebene sowie indirekte Wertschöpfungseffekte, die durch Vorleistungen entstehen. Ferner werden auf Basis zweier Ausbauszenarien für die Erneuerbaren Energien die entsprechenden Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte für das Jahr 2030 abgeschätzt. Ergänzt wird die Studie durch die Berechnung der auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien zurückzuführenden Einsparung an Energieimporten.

Zentrale Ergebnisse

Direkte Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2012

Für die direkten Wertschöpfungs-und Beschäftigungseffekte, die unmittelbar aus Produktion, Planung, Bau und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen bzw. der Bereitstellung von energetisch genutzter Biomasse in Deutschland resultieren, ermittelt die Studie für das Jahr 2012 eine Summe von 16,9 Milliarden Euro. Davon fallen mit 11,1 Milliarden Euro fast zwei Drittel auf kommunaler Ebene an, weitere 1,3 Milliarden Euro fließen als Steuern und Abgaben in die Landeshaushalte sowie 4,5 Milliarden in den Bundeshaushalt.

Aufgeschlüsselt nach ...

Direkte Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2012

Für die direkten Wertschöpfungs-und Beschäftigungseffekte, die unmittelbar aus Produktion, Planung, Bau und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen bzw. der Bereitstellung von energetisch genutzter Biomasse in Deutschland resultieren, ermittelt die Studie für das Jahr 2012 eine Summe von 16,9 Milliarden Euro. Davon fallen mit 11,1 Milliarden Euro fast zwei Drittel auf kommunaler Ebene an, weitere 1,3 Milliarden Euro fließen als Steuern und Abgaben in die Landeshaushalte sowie 4,5 Milliarden in den Bundeshaushalt.

Aufgeschlüsselt nach ...

Direkte Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2012

Für die direkten Wertschöpfungs-und Beschäftigungseffekte, die unmittelbar aus Produktion, Planung, Bau und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen bzw. der Bereitstellung von energetisch genutzter Biomasse in Deutschland resultieren, ermittelt die Studie für das Jahr 2012 eine Summe von 16,9 Milliarden Euro. Davon fallen mit 11,1 Milliarden Euro fast zwei Drittel auf kommunaler Ebene an, weitere 1,3 Milliarden Euro fließen als Steuern und Abgaben in die Landeshaushalte sowie 4,5 Milliarden in den Bundeshaushalt.

Aufgeschlüsselt nach Wertschöpfungsstufen macht die Produktion der Erneuerbare-Energien-Anlagen und ihrer Komponenten mit 6,6 Milliarden Euro den größten Posten aus. Planung und Installation tragen mit 2,4 Milliarden zum Ergebnis bei, Betrieb und Wartung mit 4,1 Milliarden und die Betreibergewinne mit 3,9 Milliarden Euro. Der Handel mit Anlagenkomponenten, Ersatz- und Installationsmaterialien sowie Brenn- und Kraftstoffen summiert sich auf einen Wertschöpfungseffekt von 1,1 Milliarden Euro.

Die direkt aus der Erneuerbare-Energien-Branche resultierende Beschäftigung beläuft sich den Berechnungen des IÖW zufolge auf insgesamt 166.000 Vollzeitarbeitsplätze. Mit 83.600 Beschäftigten stellt die Photovoltaik den größten Sektor dar, gefolgt von der Windenergie mit 36.200. Damit entspricht die Beschäftigung im Bereich der Erneuerbaren Energien knapp 60 Prozent der Arbeitsplätze bei den deutschen Automobilzulieferern sowie 50 Prozent der Beschäftigung in der deutschen Chemieindustrie.


Indirekte Wertschöpfungseffekte 2012

Für die Nutzung Erneuerbarer Energien sind Vorleistungen notwendige, etwa in Form der Zulieferung von Materialien und Rohstoffen oder verschiedenen Dienstleistungen. Für die Wertschöpfung auf dieser indirekten Ebene kommt die Studie auf einen Schätzwert von 8,5 Milliarden Euro im Jahr 2012. Davon fallen 6 Milliarden Euro in den Kommunen an.


Direkte Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2030


Für den im „Szenario 2011A“ der Studie „Langfristszenarien 2011“ zugrundegelegten Ausbau der Erneuerbaren Energien ermittelt das IÖW eine bundesweite direkte Wertschöpfung von 23,3 Milliarden Euro im Jahr 2030 sowie einen Beschäftigungseffekt im Umfang von rund 180.000 Vollzeitarbeitsplätzen. Mit dem ambitionierteren Szenario „THG95“ erreichen die Abschätzungen 25,3 Milliarden Euro bzw. 198.000 Beschäftigte. Mehr als 70 Prozent der Wertschöpfungseffekte würden dabei durch dezentrale Erneuerbare-Energien-Technologien generiert, wodurch der über die Fläche gestreute Anteil der Wertschöpfung weiterhin auf hohem Niveau verbleibe.


Eingesparte Energieimporte

Neben den Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten ermittelt die Studie auch den Wert der durch die Nutzung Erneuerbarer Energien verdrängten fossilen Energieträger, die ansonsten importiert werden müssten. Den Wert der eingesparten Energieimporte beziffert die Studie für das Jahr 2012 auf insgesamt 6,6 Milliarden Euro. Davon entfallen 52 Prozent auf den Strombereich, 30 Prozent auf den Wärmesektor und 18 Prozent auf den Verkehr.

Zentrale Annahmen und Thesen

Berechnungsgrundlagen für die direkte Wertschöpfung

Die methodische Grundlage für die Berechnung der direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte bildet das sogenannte IÖW-Modell, welches für die Studie „Kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ aus dem Jahr 2010 entwickelt und seitdem kontinuierlich überarbeitet worden ist. Das Modell umfasst 29 Wertschöpfungsketten, die sich auf die verschiedenen Technologien zur Bereitstellung Erneuerbarer Energien beziehen, jeweils differenziert nach Anlagengröße bzw. Brennstoffform. Hinzu kommen die Verteilung erneuerbarer Wärme in ...

Berechnungsgrundlagen für die direkte Wertschöpfung

Die methodische Grundlage für die Berechnung der direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte bildet das sogenannte IÖW-Modell, welches für die Studie „Kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ aus dem Jahr 2010 entwickelt und seitdem kontinuierlich überarbeitet worden ist. Das Modell umfasst 29 Wertschöpfungsketten, die sich auf die verschiedenen Technologien zur Bereitstellung Erneuerbarer Energien beziehen, jeweils differenziert nach Anlagengröße bzw. Brennstoffform. Hinzu kommen die Verteilung erneuerbarer Wärme in ...

Berechnungsgrundlagen für die direkte Wertschöpfung

Die methodische Grundlage für die Berechnung der direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte bildet das sogenannte IÖW-Modell, welches für die Studie „Kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien“ aus dem Jahr 2010 entwickelt und seitdem kontinuierlich überarbeitet worden ist. Das Modell umfasst 29 Wertschöpfungsketten, die sich auf die verschiedenen Technologien zur Bereitstellung Erneuerbarer Energien beziehen, jeweils differenziert nach Anlagengröße bzw. Brennstoffform. Hinzu kommen die Verteilung erneuerbarer Wärme in Nahwärmenetzen sowie die Bereitstellung von erneuerbaren Brenn- und Kraftstoffen. Nicht erfasst sind große Wasserkraftanlagen, die stationäre Nutzung flüssiger Biomasse und Holzvergaser-KWK-Anlagen.

Für jede der erfassten Wertschöpfungsketten bildet das IÖW-Modell die spezifischen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte ab, die je Einheit installierter Leistung bzw. produzierten Volumens generiert werden. Zu diesem Zweck werden alle Wertschöpfungsketten in jeweils vier Wertschöpfungsstufen unterteilt: 1.) die Anlagenproduktion, 2.) die Planung und Installation, 3.) der Anlagenbetrieb und 4.) die Betreibergewinne. Die einzelnen Stufen werden wiederum in unterschiedliche Schritte untergliedert, in denen Wertschöpfung generiert wird. Auf diese Wertschöpfungsschritte werden anhand ökonomischer Kennzahlen die Umsätze aus Investitionen und Betrieb von Erneuerbare-Energien-Anlagen aus der aktuellen Literatur verteilt. Dabei setzt sich die direkte Wertschöpfung im IÖW-Modell aus drei Komponenten zusammen: 1.) die Gewinne der beteiligten Unternehmen nach Steuern, 2.) die Nettoeinkommen der beteiligten Beschäftigten und 3.) die auf Gewinne und Einkommen gezahlten Steuern. Die Berechnung der Wertschöpfung erfolgt, indem die Umsätze mit jeweils relevanten statistischen Kennziffern verrechnet werden. Die Beschäftigungseffekte ergeben sich analog aus der Verrechnung der Umsätze mit Arbeitsmarktstatistiken.

Für die Hochrechnung der bundesweiten Effekte werden die spezifischen Werte mit der 2012 in Deutschland installierten und zugebauten Leistung an Erneuerbare-Energien-Anlagen verrechnet. Die dafür verwandten Bestands- und Zubauzahlen stammen überwiegend aus Statistiken der entsprechenden Bundesbehörden und Fachverbände. Je nach Wertschöpfungsstufe werden zudem weitere Parameter berücksichtigt, etwa Import- und Exporteffekte.


Berechnungsgrundlagen für die indirekte Wertschöpfung

Für die Abschätzung der indirekten Wertschöpfungseffekte durch Erneuerbare Energien nutzt das IÖW ein Input-Output-Modell und die entsprechenden Datentabellen des statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2013. Ausgehend von der Vorleistungsgüternachfrage der an der direkten Wertschöpfung beteiligten Erneuerbare-Energien-Unternehmen ergeben sich die indirekten Wertschöpfungseffekte, die in den Vorleistungsketten generiert werden. Dabei weisen die Autoren darauf hin, dass sich das angewandte Modell auf „mehrere durchaus kritisch zu betrachtende Annahmen“ stütze, weshalb die Ergebnisse lediglich als Schätzungen anzusehen seien.


Projektion 2030

Die direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte aus Erneuerbaren Energien für das Jahr 2030 werden auf Basis zweier Szenarien zum Ausbau der Erneuerbaren Energien abgeschätzt. Dabei handelt es sich um das „Szenario 2011 A“ und das „Szenario THG 95“ der „Langfristszenarien 2011“, die für das Bundesumweltministerium erstellt wurden.
Zur Abschätzung der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte werden den Szenarien jeweils die Bestands- und Zubauzahlen Erneuerbarer-Energie-Anlagen für das Jahr 2030 entnommen und in das IÖW-Modell eingespeist. Jene Modellparameter, die zeitlichen Veränderungen unterworfen sind, werden mit Vereinfachungen oder Annahmen für das Jahr 2030 veranschlagt. Beispielsweise werden für die Import- und Exportquoten die Zahlen von 2012 zugrundegelegt und bei den Investitionskosten eine Kostendegression aufgrund von Lerneffekten angenommen.

Methodik

Methodische Grundlage der Studie ist das vom IÖW selbst entwickelte IÖW-Modell. Es bildet für 29 Wertschöpfungsketten in der Erneuerbare-Energien-Branche die spezifischen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte je installierter Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen, bzw. produziertem Volumen Brenn- oder Kraftstoff ab. Anhand dieses Modells werden die bundesweiten Gesamtzahlen für die direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2012 hochgerechnet sowie für das Jahr 2030 prognostiziert.

Die indirekten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte aus vorgelagerten Wertschöpfungsketten ...

Methodische Grundlage der Studie ist das vom IÖW selbst entwickelte IÖW-Modell. Es bildet für 29 Wertschöpfungsketten in der Erneuerbare-Energien-Branche die spezifischen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte je installierter Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen, bzw. produziertem Volumen Brenn- oder Kraftstoff ab. Anhand dieses Modells werden die bundesweiten Gesamtzahlen für die direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2012 hochgerechnet sowie für das Jahr 2030 prognostiziert.

Die indirekten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte aus vorgelagerten Wertschöpfungsketten ...

Methodische Grundlage der Studie ist das vom IÖW selbst entwickelte IÖW-Modell. Es bildet für 29 Wertschöpfungsketten in der Erneuerbare-Energien-Branche die spezifischen Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte je installierter Leistung von Erneuerbare-Energien-Anlagen, bzw. produziertem Volumen Brenn- oder Kraftstoff ab. Anhand dieses Modells werden die bundesweiten Gesamtzahlen für die direkten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte 2012 hochgerechnet sowie für das Jahr 2030 prognostiziert.

Die indirekten Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte aus vorgelagerten Wertschöpfungsketten werden anhand eines Input-Output-Modells abgeschätzt.
Die für Modellbildung und Hochrechnung eingesetzten Daten sind verschiedenen volkswirtschaftlichen Statistiken, Analysen und Erhebungen entnommen.

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