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Vom Wasserbett zur Badewanne. Die Auswirkungen der EU-Emissionshandelsreform 2018 auf CO2-Preis, Kohleausstieg und den Ausbau der Erneuerbaren

Herausgeber/Institute:

Agora Energiewende, Öko-Institut

Datum:

Juli 2018

Autoren:

Patrick Graichen et al.

Art der Veröffentlichung:

Analyse

Themenbereiche:

Politik
Ökonomie

Schlagwörter:

Klimaschutz, Treibhausgase

Seitenzahl:

36

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie analysiert die Auswirkungen der im April 2018 in Kraft getretenen Reform des EU-Emissionshandels.

Zentrale Ergebnisse

Mit der Reform des EU-Emissionshandels, die im April 2018 in Kraft getreten sei, werde dem Effekt wirksam begegnet, dass Emissionsminderungen an einer Stelle zu erhöhten Emissionen an anderer Stelle führen (sogenannter Wasserbetteffekt). Ab 2023 würden große Teile der überschüssigen Zertifikate im Emissionshandel gelöscht, zudem könnten Mitgliedstaaten bei einem Kohleausstieg oder anderen nationalen Klimaschutzinstrumenten die frei werdenden CO₂-Zertifikate stilllegen. Dadurch seien nationale Klimaschutzinstrumente und der EU-Emissionshandel keine Gegensätze mehr.
Ob der Emissionsdeckel (Cap) ...

Mit der Reform des EU-Emissionshandels, die im April 2018 in Kraft getreten sei, werde dem Effekt wirksam begegnet, dass Emissionsminderungen an einer Stelle zu erhöhten Emissionen an anderer Stelle führen (sogenannter Wasserbetteffekt). Ab 2023 würden große Teile der überschüssigen Zertifikate im Emissionshandel gelöscht, zudem könnten Mitgliedstaaten bei einem Kohleausstieg oder anderen nationalen Klimaschutzinstrumenten die frei werdenden CO₂-Zertifikate stilllegen. Dadurch seien nationale Klimaschutzinstrumente und der EU-Emissionshandel keine Gegensätze mehr.
Ob der Emissionsdeckel (Cap) ...

Mit der Reform des EU-Emissionshandels, die im April 2018 in Kraft getreten sei, werde dem Effekt wirksam begegnet, dass Emissionsminderungen an einer Stelle zu erhöhten Emissionen an anderer Stelle führen (sogenannter Wasserbetteffekt). Ab 2023 würden große Teile der überschüssigen Zertifikate im Emissionshandel gelöscht, zudem könnten Mitgliedstaaten bei einem Kohleausstieg oder anderen nationalen Klimaschutzinstrumenten die frei werdenden CO₂-Zertifikate stilllegen. Dadurch seien nationale Klimaschutzinstrumente und der EU-Emissionshandel keine Gegensätze mehr.
Ob der Emissionsdeckel (Cap) tatsächlich begrenzend wirkt und deutliche Emissionsminderungen auslöst, sei jedoch noch offen, weil es aufgrund des Zubaus von Erneuerbaren Energien und des Trends von Steinkohle zu Erdgas ohnehin zu erheblichen Emissionsminderungen komme.

Zentrale Annahmen und Thesen

In der Vergangenheit war der sogenannte Wasserbetteffekt eines der Hauptargumente gegen zusätzliche nationale Klimaschutzinstrumente. Demnach würden solche Instrumente keine Klimaschutzwirkung haben, da die an einem Ort eingesparten Emissionen anderswo im Emissionshandelssystem zusätzlich ausgestoßen würden. Den Autoren zufolge war dieser Effekt theoretischer Natur, da es ohnehin einen Überschuss an Zertifikaten gab.
Die Emissionshandels-Reform habe den europäischen Emissionshandel wiederbelebt, was sich an den auf rund 15 Euro pro Tonne gestiegenen CO₂-Preisen zeige. 

Methodik

Die Autoren beschreiben und analysieren vier Kernelemente der Emissionshandelsreform 2018. Dazu gehören die Absenkung des Emissionsdeckels (Cap) ab 2021, die Überführung von überschüssigen Zertifikaten in die Marktstabilitätsreserve, die Beschränkung der Marktstabilitätsreserve sowie die Stilllegung von Zertifikaten bei zusätzlichen nationalen Klimaschutzmaßnahmen.

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