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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Volkswirtschaftliche Effekte der Energiewende: Erneuerbare Energien und Energieeffizienz

Herausgeber/Institute:

GWS, ifeu

Datum:

Januar 2012

Autoren:

Ulrike Lehr, Christian Lutz, Martin Pehnt

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

BMU

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

Arbeitsplätze, Energieeffizienz, Energiepreise, ökonomische Effekte, Wertschöpfung, Investitionen, Exporte

Seitenzahl:

22

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie stellt die wesentlichen Einflussfaktoren der gesamtwirtschaftlichen Effekte einer verstärkten Energieeffizienz und des Ausbaus der Erneuerbaren Energien dar. Sie basiert auf den Ergebnissen von zwei im Jahr 2011 abgeschlossenen Forschungsprojekten. Hintergrund ist die kontroverse Diskussion über Kosten und Nutzen der Energiewende.

Zentrale Ergebnisse

Positive gesamtwirtschaftliche Effekte durch Erneuerbare und Effizienz

Eine verstärkte Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind mit positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten verbunden. Diese bestehen in einer höheren Wirtschaftsleistung, zusätzlichen Investitionen, zusätzlichen Arbeitsplätzen und langfristig geringeren Energiekosten. Regional entstehen zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Da auch andere Staaten künftig ihre ...

Positive gesamtwirtschaftliche Effekte durch Erneuerbare und Effizienz

Eine verstärkte Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind mit positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten verbunden. Diese bestehen in einer höheren Wirtschaftsleistung, zusätzlichen Investitionen, zusätzlichen Arbeitsplätzen und langfristig geringeren Energiekosten. Regional entstehen zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Da auch andere Staaten künftig ihre ...

Positive gesamtwirtschaftliche Effekte durch Erneuerbare und Effizienz

Eine verstärkte Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind mit positiven gesamtwirtschaftlichen Effekten verbunden. Diese bestehen in einer höheren Wirtschaftsleistung, zusätzlichen Investitionen, zusätzlichen Arbeitsplätzen und langfristig geringeren Energiekosten. Regional entstehen zusätzliche Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Da auch andere Staaten künftig ihre Energiesysteme umbauen werden, eröffnen sich Exportmöglichkeiten. Wenn die Energiewende im Industrieland Deutschland bei weiter wachsendem Wohlstand gelingt, werden andere Länder die hier entwickelten Lösungen nachfragen. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hat im Vergleich zu einem Szenario ohne diesen Ausbau über den gesamten Betrachtungszeitraum bis zum Jahr 2030 positive Wirkungen auf Bruttoinlandsprodukt und Beschäftigung. Die Nettobeschäftigungswirkungen der Erneuerbaren Energien werden für das Jahr 2010 mit rund 80.000 abgeschätzt. Durch den unterstellten Rückgang des PV-Zubaus und den damit verbundenen Investitionsimpulsen sinkt der Wert auf etwa 10.000 bis 35.000 Beschäftigte in den Jahren 2015 und 2020. Später steigen die Nettoeffekte auf eine Größenordnung von 160.000 im Jahr 2030. Voraussetzung für die ökonomischen Vorteile ist die fortgesetzte Förderung der Erneuerbaren Energien.

Die Verbesserung der Effizienz zeigt insgesamt ebenfalls positive ökonomische Effekte. Die Bruttoproduktion, das Bruttoinlandsprodukt und seine einzelnen Komponenten Konsum, Investitionen und Außenhandel liegen im Szenario „Effizienz ambitioniert“ über den gesamten Zeitraum höher als im Referenzszenario. Die positiven Beschäftigungseffekte betragen rund 130.000 zusätzliche Erwerbstätige pro Jahr. Dabei sind die Ergebnisse zu den gesamtwirtschaftlichen Wirkungen als konservativ einzuschätzen.

Stärkung der regionalen Wertschöpfung

Der Ausbau erneuerbarer Energien führt zu einer Stärkung der Wertschöpfung vor Ort. Die Unternehmensgewinne, die Nettoeinkommen der als Planer, Anlagenhersteller oder Betreiber einer Anlage Beschäftigten und die gezahlten Steuern sind Bestandteile der kommunalen Wertschöpfung. Die regionalen Arbeitsmarkteffekte variieren je nach betrachteter Technologie, den Standorten der Produzenten von Anlagen und Komponenten und den Schwerpunkten der Anlagenstandorte deutlich. Bei der Energieeffizienz spielen regionale Unterschiede hingegen keine große Rolle, grundsätzlich führen Maßnahmen vor Ort zu positiven Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekten.

Exportchancen

Aktuelle Zukunftsszenarien der Internationalen Energieagentur (2011) oder die Roadmap 2050 der Generaldirektion Energie der EU-Kommission (2011) messen der Energieeffizienz und den Erneuerbaren Energien eine künftig überdurchschnittlich steigende Bedeutung bei. Für innovative und qualitativ hochwertige Produkte aus Maschinenbau, Elektrotechnik oder Fahrzeugbau bietet das hohe Exportchancen. Die Ergebnisse der verschiedenen Szenarien zum Exportvolumen zeigen eine sehr große Bandbreite, die Abweichung beträgt etwa 16 Milliarden Euro im Jahr 2030. Entsprechend unterschiedlich fallen auch die Arbeitsmarkteffekte aus, sie variieren um mehr als 50.000 Arbeitsplätze im Jahr 2015. Auch bei den Effizienztechnologien bestehen Exportchancen. Die Szenariorechnungen hierzu sehen ein Wachstum um 10 bis 12,5 Milliarden Euro im Jahr 2030, was einer Steigerung des Exportvolumens um bis zu 7% bedeutet. Die Nettobeschäftigung wächst dabei um 61.000 Erwerbstätige.

Weitere Nutzeneffekte von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz vermeiden sogenannte „externe Kosten“ fossiler Energieträger wie Folgen des Klimawandels, Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung, Materialschäden, Lärm oder zusätzlicher Landnutzung. Dies erhöht die Wohlfahrt heutiger und vor allem zukünftiger Generationen. Für das Jahr 2010 werden die vermiedenen Kosten des Ausbaus Erneuerbarer Energien auf 8,4 Milliarden Euro beziffert.

Die Energiesicherheit steigt durch eine geringere Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland. Dadurch koppelt sich Deutschland auch zunehmend von den Schwankungen der internationalen Energiepreise ab. Insofern können Ausgaben für die Förderung von Effizienz und Erneuerbaren Energien als Versicherungsprämie betrachtet werden. International hat die Energiewende Vorbildfunktion.

Zentrale Annahmen und Thesen

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien gehören zusammen

Die Erhöhung der Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind unabdingbar miteinander verknüpft, jedoch werden sie bislang überwiegend einzeln betrachtet. Während sich die Möglichkeiten, Akteure, Maßnahmen und Hemmnisse im Bereich der Energieeffizienz deutlich vom Bereich der erneuerbaren Energien unterscheiden, sind gerade mit Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen auch Ähnlichkeiten in den Chancen und Wirkungsmechanismen festzustellen.

Ökonomische Effekte der Erneuerbaren Energien

Die Investitionen in ...

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien gehören zusammen

Die Erhöhung der Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind unabdingbar miteinander verknüpft, jedoch werden sie bislang überwiegend einzeln betrachtet. Während sich die Möglichkeiten, Akteure, Maßnahmen und Hemmnisse im Bereich der Energieeffizienz deutlich vom Bereich der erneuerbaren Energien unterscheiden, sind gerade mit Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen auch Ähnlichkeiten in den Chancen und Wirkungsmechanismen festzustellen.

Ökonomische Effekte der Erneuerbaren Energien

Die Investitionen in ...

Energieeffizienz und Erneuerbare Energien gehören zusammen

Die Erhöhung der Energieeffizienz und der Ausbau der Erneuerbaren Energien sind unabdingbar miteinander verknüpft, jedoch werden sie bislang überwiegend einzeln betrachtet. Während sich die Möglichkeiten, Akteure, Maßnahmen und Hemmnisse im Bereich der Energieeffizienz deutlich vom Bereich der erneuerbaren Energien unterscheiden, sind gerade mit Blick auf die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen auch Ähnlichkeiten in den Chancen und Wirkungsmechanismen festzustellen.

Ökonomische Effekte der Erneuerbaren Energien

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien und deren Betrieb haben direkte Beschäftigungseffekte bei Herstellern, Betreibern und Dienstleistungsunternehmen. Deren Nachfrage nach Gütern in anderen Wirtschaftssektoren schafft wiederum indirekt Beschäftigung in den Vorleistungs- und Zulieferunternehmen. Dem steht eine Reihe von negativen Einflüssen aus Substitutions- und Budgeteffekten gegenüber. Zum Beispiel entfallen Investitionen in konventionelle Strom- und Wärmekraftwerke und Verbraucher haben zunächst höhere Kosten für Strom oder Wärme aus Erneuerbaren Energien zu tragen. Wegen ihrer begrenzten Budgets verringern sich andere Ausgaben. Positiv können sich neue Exportchancen und der Rückgang von Importen konventioneller Energieträger auswirken. Ob positive oder negative Effekte überwiegen, lässt sich nur durch Modellsimulationen berechnen.

In diese Modellrechnung fließen Rahmenannahmen im Hinblick auf das Preisniveau fossiler Energieträger, den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und weltweit sowie den Umfang von Exporten und Importen ein. Die Eingangsdaten hierzu entsprechen zum großen Teil dem BMU-Leitszenario 2009, mit einer Anpassung an die aktuelle Entwicklung der Photovoltaik. Für den zukünftigen weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien werden die Daten aus dem Szenario „Energy[R]Evolution“ aus dem Jahr 2008 verwendet. Der hier angenommene Primärenergieverbrauch aus Erneuerbaren Energien von 271 Exajoule pro Jahr (EJ/a) im Jahr 2050 entspricht etwa der gleichen Größenordnung wie im BLUE Map Szenario der Internationalen Energieagentur von 2010. Der Weltmarkt für Erneuerbare Energien wird von heute rund 150 Milliarden Euro im Jahr auf etwa 600 Milliarden Euro im Jahr 2030 und knapp 900 Milliarden Euro im Jahr 2050 steigen.

Ökonomische Effekte der Energieeffizienzsteigerung

Im Szenario „Effizienz ambitioniert“ liegt der Energieverbrauch im Jahr 2030 etwa elf Prozent unter dem Verbrauch im Referenzszenario. Um dieses Potenzial zu erschließen sind im Zeitraum 2020 bis 2030 rund 300 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen notwendig. Positive ökonomische Effekte entstehen im Wesentlichen durch zusätzliche Investitionen, eingesparte Energiekosten und den Ersatz von Energieimporten. Wertschöpfung im Ausland wird teilweise durch regionale Wertschöpfung ersetzt. Zusätzliche Exportchancen entstehen, wenn frühzeitig ein Leitmarkt für Effizienztechnologien etabliert wird.

Methodik

Die Studie betrachtet die wesentlichen Einflussfaktoren der gesamtwirtschaftlichen Effekte einer verstärkten Energieeffizienz und des Ausbaus Erneuerbarer Energien zusammen. Die Zusammenschau basiert auf den Ergebnissen von zwei im Jahr 2011 abgeschlossenen Forschungsprojekten für das BMU. Beide Projekte haben das makroökonomische Modell PANTA RHEI der GWS eingesetzt. Mit diesem wurden im Jahr 2010 auch die gesamtwirtschaftlichen Effekte im Rahmen der Energieszenarien von Prognos/EWI/GWS bestimmt.

Bei den Erneuerbaren Energien wird ein Ausbauszenario mit einer hypothetischen, rein auf ...

Die Studie betrachtet die wesentlichen Einflussfaktoren der gesamtwirtschaftlichen Effekte einer verstärkten Energieeffizienz und des Ausbaus Erneuerbarer Energien zusammen. Die Zusammenschau basiert auf den Ergebnissen von zwei im Jahr 2011 abgeschlossenen Forschungsprojekten für das BMU. Beide Projekte haben das makroökonomische Modell PANTA RHEI der GWS eingesetzt. Mit diesem wurden im Jahr 2010 auch die gesamtwirtschaftlichen Effekte im Rahmen der Energieszenarien von Prognos/EWI/GWS bestimmt.

Bei den Erneuerbaren Energien wird ein Ausbauszenario mit einer hypothetischen, rein auf ...

Die Studie betrachtet die wesentlichen Einflussfaktoren der gesamtwirtschaftlichen Effekte einer verstärkten Energieeffizienz und des Ausbaus Erneuerbarer Energien zusammen. Die Zusammenschau basiert auf den Ergebnissen von zwei im Jahr 2011 abgeschlossenen Forschungsprojekten für das BMU. Beide Projekte haben das makroökonomische Modell PANTA RHEI der GWS eingesetzt. Mit diesem wurden im Jahr 2010 auch die gesamtwirtschaftlichen Effekte im Rahmen der Energieszenarien von Prognos/EWI/GWS bestimmt.

Bei den Erneuerbaren Energien wird ein Ausbauszenario mit einer hypothetischen, rein auf fossilen Energieträgern beruhenden Welt verglichen, um die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Politikmaßnahmen zur Förderung der Erneuerbaren Energien zu analysieren. Im Bereich der Effizienz wird ein hypothetisches Szenario mit einer gleichbleibenden Effizienz („Frozen Efficiency“) mit einem Szenario verglichen, das eine durch politische Maßnahmen gesteigerte Effizienz beinhaltet. Im Zentrum steht die Analyse der verschiedenen Wirkungskanäle und Wirkungsrichtungen im Hinblick auf die ökonomischen Effekte. Berücksichtigt werden dabei neben den direkten ökonomischen Effekten der ausgelösten Investitionen und Ausgaben sowie Energieeinsparungen auch sogenannte Zweitrundeneffekte in vor- und nachgelagerten Bereichen der Volkswirtschaft.

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