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Umsteuern erforderlich: Klimaschutz im Verkehrssektor

Herausgeber/Institute:

SRU

Datum:

November 2017

Autoren:

Art der Veröffentlichung:

Sondergutachten

Themenbereiche:

Politik

Schlagwörter:

Elektromobilität, Energieeffizienz, Klimaschutz, Mobilität, Nachhaltigkeit, Verkehr, Sektorenkopplung, Sektorkopplung

Seitenzahl:

220

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Zielsetzung und Fragestellung

Das Sondergutachten befasst sich damit, wie der Verkehrssektor schnellstmöglich einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann und welche politischen Maßnahmen ergriffen werden sollten.

Zentrale Ergebnisse

Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der Verkehr in weiten Teilen elektrifiziert werden muss. Damit würde der effektivste Beitrag zur Dekarbonisierung geleistet. Denn die Treibhausgasemissionen ließen sich im Stromsektor relativ kurzfristig und zu geringen Kosten senken. Der großflächige Einsatz von synthetischen Kraftstoffen sei dagegen gesamtsystemisch wenig sinnvoll. Aufgrund des geringen Wirkungsgrads würde sich ein wesentlich höherer Primärenergiebedarf ergeben. Die Elektrofahrzeuge sollten gesteuert und an den gesamtsystemischen Erfordernissen orientiert geladen werden. Bei ...

Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der Verkehr in weiten Teilen elektrifiziert werden muss. Damit würde der effektivste Beitrag zur Dekarbonisierung geleistet. Denn die Treibhausgasemissionen ließen sich im Stromsektor relativ kurzfristig und zu geringen Kosten senken. Der großflächige Einsatz von synthetischen Kraftstoffen sei dagegen gesamtsystemisch wenig sinnvoll. Aufgrund des geringen Wirkungsgrads würde sich ein wesentlich höherer Primärenergiebedarf ergeben. Die Elektrofahrzeuge sollten gesteuert und an den gesamtsystemischen Erfordernissen orientiert geladen werden. Bei ...

Das Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass der Verkehr in weiten Teilen elektrifiziert werden muss. Damit würde der effektivste Beitrag zur Dekarbonisierung geleistet. Denn die Treibhausgasemissionen ließen sich im Stromsektor relativ kurzfristig und zu geringen Kosten senken. Der großflächige Einsatz von synthetischen Kraftstoffen sei dagegen gesamtsystemisch wenig sinnvoll. Aufgrund des geringen Wirkungsgrads würde sich ein wesentlich höherer Primärenergiebedarf ergeben. Die Elektrofahrzeuge sollten gesteuert und an den gesamtsystemischen Erfordernissen orientiert geladen werden. Bei ungesteuertem Laden würde der Verkehrssektor den Flexibilitätsbedarf in den anderen Sektoren zu stark erhöhen.

Neben dem Umstieg auf alternative Antriebe müsse auch der Energieverbrauch des motorisierten Verkehrs gesenkt werden, vor allem durch fahrzeugseitige Effizienzmaßnahmen. Auch wie Mobilität organisiert wird, müsse grundlegen verändert werden. Der motorisierte Individualverkehr müsse verringert werden sowie intelligente und integrierte Lösungen.

Zentrale Annahmen und Thesen

Die direkte und indirekte Elektrifizie­rung der Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie werde mit einem deutlichen Anstieg der Stromnachfrage einhergehen. Damit der zusätzliche Strombedarf klimaschonend gedeckt wird, sei der Ausbau der erneu­erbaren Stromerzeugungskapazitäten deutlich zu be­schleunigen. Die geltenden Ausbauziele seien nicht ausreichend. 

Da in einigen Bereichen, z.B. Landwirtschaft, Restemissionen nicht vermeidbar sind, müsste der Verkehrssektor vollständig dekarbonisiert werden. Mit der Transformation des Verkehrssektors müsse unverzüglich begonnen werden, da die Technologien ...

Die direkte und indirekte Elektrifizie­rung der Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie werde mit einem deutlichen Anstieg der Stromnachfrage einhergehen. Damit der zusätzliche Strombedarf klimaschonend gedeckt wird, sei der Ausbau der erneu­erbaren Stromerzeugungskapazitäten deutlich zu be­schleunigen. Die geltenden Ausbauziele seien nicht ausreichend. 

Da in einigen Bereichen, z.B. Landwirtschaft, Restemissionen nicht vermeidbar sind, müsste der Verkehrssektor vollständig dekarbonisiert werden. Mit der Transformation des Verkehrssektors müsse unverzüglich begonnen werden, da die Technologien ...

Die direkte und indirekte Elektrifizie­rung der Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie werde mit einem deutlichen Anstieg der Stromnachfrage einhergehen. Damit der zusätzliche Strombedarf klimaschonend gedeckt wird, sei der Ausbau der erneu­erbaren Stromerzeugungskapazitäten deutlich zu be­schleunigen. Die geltenden Ausbauziele seien nicht ausreichend. 

Da in einigen Bereichen, z.B. Landwirtschaft, Restemissionen nicht vermeidbar sind, müsste der Verkehrssektor vollständig dekarbonisiert werden. Mit der Transformation des Verkehrssektors müsse unverzüglich begonnen werden, da die Technologien relativ lange durchschnittliche Nutzungsdauer aufweisen.   

Leitmotiv des Klimaschutzes im Verkehr solle die „Kostenwahrheit“ sein. So sollten Steuern, Abgaben und Subventionen an klima-, umwelt- und gesundheits-politischen Zielen ausgerichtet werden. Ein Instrument sei die Einführung einer streckenabhängigen Pkw-Maut. Der Energieverbrauch im Straßenverkehr solle durch weiterentwickelte Effizienzgrenzwerte und fiskalische Anreize gesenkt werden. Die Elektromobilität solle gezielt durch Quoten sowie den Ausbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur gefördert werden. 

Methodik

Zunächst stellen die Autoren die klima-­ und umweltpolitischen Ziele dar, die den Rahmen für die Verkehrswende setzen. Anschließend wird dargestellt, wel­che Anforderungen sich aus der zunehmenden Sektorenkopplung ergeben. Außerdem werden der Status quo im Verkehr und die wichtigsten Ansatzpunkte für einen klimaneutralen Verkehr analysiert. Abschließend wird aufgezeigt, wel­che konkreten politischen Maßnahmen erforderlich sind, um zügig die Energiewende im Verkehrswende einzuleiten. 

 

 

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