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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Take-Off Wärmewende. Impulse für das neue Wärmemarktdesign

Herausgeber/Institute:

MVV Energie, ifeu, Ecofys

Datum:

Dezember 2018

Autoren:

Matthias Onischka et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

MVV Energie AG

Themenbereiche:

Politik

Schlagwörter:

Wärmemarkt, Treibhausgase, Klimaschutz, Kosten-Nutzen-Analyse, Energieeffizienz

Seitenzahl:

54

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie soll einen Impuls für die Diskussion um die notwendigen Rahmenbedingungen für den Wärmemarkt der Zukunft liefern. Ziel ist die Erörterung eines passenden regulativen Umfelds und Marktdesign, das die notwendige Investitionssicherheit für den Klimaschutz im Wärmesektor, insbesondere im Bereich Wärmenetze bieten würde.

Zentrale Ergebnisse

CO2-arme Wärmeerzeugungstechnologien wie Luftwärmepumpen, Solarthermie und grüne Gase bleiben der Studie zufolge auch langfristig teurer als Technologien mit fossilen Brennstoffen, wie Ölheizungen und Gasbrennwertkessel. Um die Nutzung dieser Technologien voranzutreiben, sehen daher politische Instrumente wie CO2-Steuern, Auflagen zur CO2-Intensität der Wärme oder finanzielle Förderung erforderlich. Bei der Fernwärme sei von Vorteil, dass die Investitionen durch die Versorger erfolgen und auf den Endkundenpreis umgelegt werden.
Eine CO2-Steuer für fossile Wärmeerzeuger sei eine notwendige, aber ...

CO2-arme Wärmeerzeugungstechnologien wie Luftwärmepumpen, Solarthermie und grüne Gase bleiben der Studie zufolge auch langfristig teurer als Technologien mit fossilen Brennstoffen, wie Ölheizungen und Gasbrennwertkessel. Um die Nutzung dieser Technologien voranzutreiben, sehen daher politische Instrumente wie CO2-Steuern, Auflagen zur CO2-Intensität der Wärme oder finanzielle Förderung erforderlich. Bei der Fernwärme sei von Vorteil, dass die Investitionen durch die Versorger erfolgen und auf den Endkundenpreis umgelegt werden.
Eine CO2-Steuer für fossile Wärmeerzeuger sei eine notwendige, aber ...

CO2-arme Wärmeerzeugungstechnologien wie Luftwärmepumpen, Solarthermie und grüne Gase bleiben der Studie zufolge auch langfristig teurer als Technologien mit fossilen Brennstoffen, wie Ölheizungen und Gasbrennwertkessel. Um die Nutzung dieser Technologien voranzutreiben, sehen daher politische Instrumente wie CO2-Steuern, Auflagen zur CO2-Intensität der Wärme oder finanzielle Förderung erforderlich. Bei der Fernwärme sei von Vorteil, dass die Investitionen durch die Versorger erfolgen und auf den Endkundenpreis umgelegt werden.
Eine CO2-Steuer für fossile Wärmeerzeuger sei eine notwendige, aber nicht hinreichende Voraussetzung für die Wärmewende. Eine CO2-Steuer in Höhe von 50 Euro je Tonne könne die Wirtschaftlichkeitslücke für Strom-Wärme-Anwendungen verringern, aber nicht schließen. Die Autoren schlagen daher einen Instrumentenmix vor, bestehend aus einer CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe, CO2-Grenzwerten für Bestandsgebäude, finanzieller Förderung für „grüne“ Wärme und Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie die Erstellung kommunaler Wärmepläne. 

Zentrale Annahmen und Thesen

Die Autoren stellen fest, dass der Fokus der bisherigen Energiepolitik auf dem Stromsektor liege und die Wärmewende nicht erfolge, was die Klimaziele gefährde.
Der Grund für den Stillstand bei der Wärmewende wird insbesondere in komplexen Verteilungswirkungen, wie dem Mieter-Vermieter-Dilemma, gesehen. Problematisch seien kurzfristige Kostenoptimierungen, begrenzte Rationalität sowie mangelnder Zugang zu Informationen.
Die Autoren sehen großen politischen Handlungsbedarf, um die erforderlichen Investitionen anzureizen. Die Transformation der Wärmenetze erfordere Investitionen mit einer ...

Die Autoren stellen fest, dass der Fokus der bisherigen Energiepolitik auf dem Stromsektor liege und die Wärmewende nicht erfolge, was die Klimaziele gefährde.
Der Grund für den Stillstand bei der Wärmewende wird insbesondere in komplexen Verteilungswirkungen, wie dem Mieter-Vermieter-Dilemma, gesehen. Problematisch seien kurzfristige Kostenoptimierungen, begrenzte Rationalität sowie mangelnder Zugang zu Informationen.
Die Autoren sehen großen politischen Handlungsbedarf, um die erforderlichen Investitionen anzureizen. Die Transformation der Wärmenetze erfordere Investitionen mit einer ...

Die Autoren stellen fest, dass der Fokus der bisherigen Energiepolitik auf dem Stromsektor liege und die Wärmewende nicht erfolge, was die Klimaziele gefährde.
Der Grund für den Stillstand bei der Wärmewende wird insbesondere in komplexen Verteilungswirkungen, wie dem Mieter-Vermieter-Dilemma, gesehen. Problematisch seien kurzfristige Kostenoptimierungen, begrenzte Rationalität sowie mangelnder Zugang zu Informationen.
Die Autoren sehen großen politischen Handlungsbedarf, um die erforderlichen Investitionen anzureizen. Die Transformation der Wärmenetze erfordere Investitionen mit einer Kapitalbindung über mehrere Jahrzehnte und eine hierfür hinreichend hohe Investitionssicherheit.

Methodik

Die Studie erörtert zunächst die politischen Klimaziele und die derzeitige Entwicklung im Wärmesektor. Anschließend analysieren sie die betriebswirtschaftlichen Kosten klimafreundlicher Heizungstechnologien. Auf dieser Basis werden Handlungsvorschläge erarbeitet, um die Wirtschaftlichkeit von Klimaschutzmaßnahmen im Gebäudesektor zu verbessern.

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