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Stromnetze für 65 Prozent Erneuerbare bis 2030. Zwölf Maßnahmen für den synchronen Ausbau von Netzen und Erneuerbaren Energien

Herausgeber/Institute:

Agora Energiewende

Datum:

Juli 2018

Autoren:

Philipp Litz, Stephanie Ropenus, Gerd Rosenkranz

Art der Veröffentlichung:

Impulspapier

Themenbereiche:

Energiesysteme
Politik

Schlagwörter:

Stromnetze, Smart Grid, Windenergie

Seitenzahl:

64

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Zielsetzung und Fragestellung

Das Papier untersucht den Ausbaubedarf von Photovoltaik, Onshore- und Offshore-Wind für einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbaren Energien im deutschen Stromsektor bis 2030. Außerdem erörtern die Autoren kurz- und mittelfristig wirksame Maßnahmen, die dazu beitragen können, mehr Strom aus Erneuerbaren Energien in das Stromnetz zu integrieren. 

Zentrale Ergebnisse

Das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung erfordere fast 400 Terawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2030. Dafür sei die Neuinstallation von jährlich mindestens fünf Gigawatt Photovoltaik- und vier Gigawatt Onshore-Windleistung notwendig. Das sei eine Verdoppelung des Photovoltaik-Zubaus sowie eine Fortführung des Onshore-Windausbaus auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Bei der Offshore-Windenergie müsse das Ausbauziel für 2030 von 15 auf 20 Gigawatt angehoben werden.
Für das Stromnetz sehen die Autoren einen Zwölf-Punkte-Programm zur Netzmodernisierung vor, damit das deutsche ...

Das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung erfordere fast 400 Terawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2030. Dafür sei die Neuinstallation von jährlich mindestens fünf Gigawatt Photovoltaik- und vier Gigawatt Onshore-Windleistung notwendig. Das sei eine Verdoppelung des Photovoltaik-Zubaus sowie eine Fortführung des Onshore-Windausbaus auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Bei der Offshore-Windenergie müsse das Ausbauziel für 2030 von 15 auf 20 Gigawatt angehoben werden.
Für das Stromnetz sehen die Autoren einen Zwölf-Punkte-Programm zur Netzmodernisierung vor, damit das deutsche ...

Das 65-Prozent-Ziel der Bundesregierung erfordere fast 400 Terawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2030. Dafür sei die Neuinstallation von jährlich mindestens fünf Gigawatt Photovoltaik- und vier Gigawatt Onshore-Windleistung notwendig. Das sei eine Verdoppelung des Photovoltaik-Zubaus sowie eine Fortführung des Onshore-Windausbaus auf dem hohen Niveau der letzten Jahre. Bei der Offshore-Windenergie müsse das Ausbauziel für 2030 von 15 auf 20 Gigawatt angehoben werden.
Für das Stromnetz sehen die Autoren einen Zwölf-Punkte-Programm zur Netzmodernisierung vor, damit das deutsche Stromnetz diese Strommengen aus Erneuerbaren Energien aufnehmen könne. Zu den Maßnahmen gehören eine Kombination aus technischen Neuerungen, Regionalsteuerung beim Zubau der Erzeugungsanlagen und intelligenter Verteilung der Stromflüsse. Dadurch könne das bestehende Netz wesentlich stärker ausgelastet werden als heute.
Die durch die zunehmende Digitalisierung ermöglichte Umstellung auf automatisierte Netzsteuerung in Echtzeit erlaube ebenfalls eine bessere Auslastung vorhandener Netze, ohne Einbußen bei der Versorgungssicherheit.
Für die im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) geplanten Gleichstromautobahnen (HGÜ) empfehlen die Autoren entweder eine Aufstockung der Übertragungsleistung oder die Verlegung von Leerrohren in den Trassen, um Kapazität für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien vorzuhalten.

Zentrale Annahmen und Thesen

Das Vorhaben, den Anteil Erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2030 auf 65 Prozent am Bruttostromverbrauch anzuheben, bedeute eine erhebliche Beschleunigung gegenüber dem im EEG 2017 genannten Ziel von 55 bis 60 Prozent bis 2035. Für den Bruttostromverbrauch in Deutschland im Jahr 2030 veranschlagen die Autoren 600 Milliarden Kilowattstunden, was dem heutigen Niveau entspricht.
Um das 65-Prozent-Ziel zu erreichen bedürfe es einer proaktiven Politik und eines zwölf Punkte umfassenden Maßnahmenbündels für eine grundlegende Modernisierung der Netzinfrastruktur. Mit der Umsetzung müsse sofort ...

Das Vorhaben, den Anteil Erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2030 auf 65 Prozent am Bruttostromverbrauch anzuheben, bedeute eine erhebliche Beschleunigung gegenüber dem im EEG 2017 genannten Ziel von 55 bis 60 Prozent bis 2035. Für den Bruttostromverbrauch in Deutschland im Jahr 2030 veranschlagen die Autoren 600 Milliarden Kilowattstunden, was dem heutigen Niveau entspricht.
Um das 65-Prozent-Ziel zu erreichen bedürfe es einer proaktiven Politik und eines zwölf Punkte umfassenden Maßnahmenbündels für eine grundlegende Modernisierung der Netzinfrastruktur. Mit der Umsetzung müsse sofort ...

Das Vorhaben, den Anteil Erneuerbarer Energien im Stromsektor bis 2030 auf 65 Prozent am Bruttostromverbrauch anzuheben, bedeute eine erhebliche Beschleunigung gegenüber dem im EEG 2017 genannten Ziel von 55 bis 60 Prozent bis 2035. Für den Bruttostromverbrauch in Deutschland im Jahr 2030 veranschlagen die Autoren 600 Milliarden Kilowattstunden, was dem heutigen Niveau entspricht.
Um das 65-Prozent-Ziel zu erreichen bedürfe es einer proaktiven Politik und eines zwölf Punkte umfassenden Maßnahmenbündels für eine grundlegende Modernisierung der Netzinfrastruktur. Mit der Umsetzung müsse sofort begonnen werden.

Methodik

Das Impulspapier untersucht im ersten Teil die Frage, welcher Zubau an Erneuerbaren Energien notwendig ist, um das 65-Prozent-Ziel bis 2030 zuverlässig zu erreichen. Danach widmet es sich den kurz- und mittelfristigen Maßnahmen, die im Stromübertragungsnetz umgesetzt werden müssen, um die zusätzlichen Strommengen aus Erneuerbaren Energien sicher aufnehmen zu können.

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