• Sie befinden sich hier:
  • Studiendatenbank

Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

Herausgeber/Institute
AbkürzungsverzeichnisAbkürzungsverzeichnis

Merkzettel

0 Studien

Vergleichsliste

0 Studien (max. 3)
Zurück zur Liste

Sektorkopplung - Definition, Chancen und Herausforderungen

Herausgeber/Institute:

Fraunhofer ISI

Datum:

Februar 2018

Autoren:

Martin Wietschel

Art der Veröffentlichung:

Diskussionspapier

Auftraggeber/Förderer:

BMBF

Themenbereiche:

Energiesysteme
Digitalisierung

Schlagwörter:

Sektorenkopplung, Sektorkopplung, Verkehr, Mobilität, Elektromobilität, KWK, Speicher, Flexibilisierung, Flexibilitätsoptionen

Seitenzahl:

61

Kommentare (0)

Zielsetzung und Fragestellung

Ziel der Studie ist es, eine möglichst allgemein gehaltene und umfassende Begriffsdefinition für Sektorkopplung zu präsentieren. Dabei werden sektorspezifische, technologische, systemische, energiewirtschaftliche, regulatorische und juristische Perspektiven berücksichtigt. Außerdem werden die Rolle der Digitalisierung sowie die Potenziale und Herausforderungen der Sektorkopplung diskutiert.

Zentrale Ergebnisse

Sektorkopplung wird definiert als ein Prozess der Substitution fossiler Energieträger durch Strom, der weitgehend aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird, oder durch andere, neue erneuerbare Energieträger in sektorübergreifenden Anwendungen. Auch eine verstärkte Nutzung bestehender sektorübergreifender Anwendungen falle unter den Begriff „Sektorkopplung“. Im Fall von Strom erfolge die Sektorkopplung entweder durch direkte Stromnutzung (inkl. Power-to-Heat) oder durch indirekte Stromnutzung (Power-to-Gas/Power-to-Liquid). Das primäre Ziel der Sektorkopplung sei die Senkung der ...

Sektorkopplung wird definiert als ein Prozess der Substitution fossiler Energieträger durch Strom, der weitgehend aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird, oder durch andere, neue erneuerbare Energieträger in sektorübergreifenden Anwendungen. Auch eine verstärkte Nutzung bestehender sektorübergreifender Anwendungen falle unter den Begriff „Sektorkopplung“. Im Fall von Strom erfolge die Sektorkopplung entweder durch direkte Stromnutzung (inkl. Power-to-Heat) oder durch indirekte Stromnutzung (Power-to-Gas/Power-to-Liquid). Das primäre Ziel der Sektorkopplung sei die Senkung der ...

Sektorkopplung wird definiert als ein Prozess der Substitution fossiler Energieträger durch Strom, der weitgehend aus Erneuerbaren Energien erzeugt wird, oder durch andere, neue erneuerbare Energieträger in sektorübergreifenden Anwendungen. Auch eine verstärkte Nutzung bestehender sektorübergreifender Anwendungen falle unter den Begriff „Sektorkopplung“. Im Fall von Strom erfolge die Sektorkopplung entweder durch direkte Stromnutzung (inkl. Power-to-Heat) oder durch indirekte Stromnutzung (Power-to-Gas/Power-to-Liquid). Das primäre Ziel der Sektorkopplung sei die Senkung der Treibhausgasemissionen. Deshalb kommen als Energieträger vor allem die Erneuerbaren Energien in Frage. Sekundäre Ziele seien die Optimierung des Energiesystems, die Flexibilisierung und die Effizienzsteigerung.  

Zur Realisierung der Sektorkopplung ergebe sich auch ein erhöhter Bedarf an Digitalisierung. Angebot- und Nachfrage sowie die Nachfragesektoren müssten informationstechnisch intelligenter verknüpft werden. Außerdem müssten die regulatorischen und ökonomischen Rahmenbedingungen sektorübergreifend betrachtet werden. So würden auf Strom deutlich höhere Steuern, Umlagen und Abgaben fällig als auf die fossilen Energieträger im Wärme- und Verkehrssektor.

Bisher würden nur 20 Prozent des Endenergieverbrauchs durch Strom gedeckt, und nur 7 Prozent durch erneuerbaren Strom. Die mengenmäßige Substitution der fossilen Energieträger sei deshalb eine große Herausforderung. Dass die direkte Stromnutzung innerhalb der Sektorkopplung aufgrund ihrer hohen Effizienz eine wichtige Rolle spielen werde, sei unumstritten. Die Bewertung der Potenziale  der indirekten Stromnutzung durch Power-to-Gas/Power-to-Liquid falle dagegen deutlich unterschiedlicher aus.

Zentrale Annahmen und Thesen

Es existiere bisher keine einheitliche und umfängliche Definition von Sektorkopplung. In der Literatur werde der Begriff entweder sehr eng oder sehr weit ausgelegt. Wenn der Begriff zu weit gefasst wird, werde er eventuell zu unscharf und beliebig. Der Zugang zur Definition erfolge aus unterschiedlichen Perspektiven, z.B. über Technologien, Energieträger oder politische Ziele.

Methodik

Es werden verschiedene Zugänge zu der Thematik Sektorkopplung erörtert und energiewirtschaftliche Zielsetzungen, die mit der Sektorkopplung verfolgt werden können, diskutiert. Daraus wird eine Definition aus einer technologischen Perspektive entwickelt. Danach werden regulatorische und juristische Aspekte sowie das Thema Digitalisierung in Zusammenhang mit Sektorkopplung erörtert. Außerdem werden die Potenziale abgeschätzt und wie groß die Herausforderung der Substitution der fossilen Energieträger durch Strom ist.     

PermaLink