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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Pfadabhängigkeiten in der Energiewende. Das Beispiel Mobilität

Herausgeber/Institute:

acatech, Akademienunion, Leopoldina

Datum:

Dezember 2017

Autoren:

Manfred Fischedick, Armin Grunwald

Art der Veröffentlichung:

Analyse

Themenbereiche:

Politik

Schlagwörter:

Elektromobilität, Mobilität, Verkehr

Seitenzahl:

64

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Analyse zeigt Pfadabhängigkeiten bei der Umgestaltung des Energiesystems auf und wie diese bewältigt werden können. Die Studie fokussiert sich auf die Pfadabhängigkeiten in der urbanen Mobilität und im Güterverkehr.  

Zentrale Ergebnisse

Die Autoren weisen darauf hin, dass zunächst bestehende, historisch bedingte Pfadabhängigkeiten überwunden werden müssten, bevor sich die Mobilität nachhaltig verändern lasse. So wären Städte in der Vergangenheit auf das Auto und der Güterverkehr auf den Lkw ausgerichtet worden. Die Überwindung dieser alten, klimaschädlichen Pfadabhängigkeiten könne jedoch zu neuen Abhängigkeiten führen. So müsse die Elektrifizierung des Verkehrs mit einem massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor einhergehen. Ein klimafreundlicher Güterverkehr erfordere zudem den Aufbau neuer Infrastrukturen, ...

Die Autoren weisen darauf hin, dass zunächst bestehende, historisch bedingte Pfadabhängigkeiten überwunden werden müssten, bevor sich die Mobilität nachhaltig verändern lasse. So wären Städte in der Vergangenheit auf das Auto und der Güterverkehr auf den Lkw ausgerichtet worden. Die Überwindung dieser alten, klimaschädlichen Pfadabhängigkeiten könne jedoch zu neuen Abhängigkeiten führen. So müsse die Elektrifizierung des Verkehrs mit einem massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor einhergehen. Ein klimafreundlicher Güterverkehr erfordere zudem den Aufbau neuer Infrastrukturen, ...

Die Autoren weisen darauf hin, dass zunächst bestehende, historisch bedingte Pfadabhängigkeiten überwunden werden müssten, bevor sich die Mobilität nachhaltig verändern lasse. So wären Städte in der Vergangenheit auf das Auto und der Güterverkehr auf den Lkw ausgerichtet worden. Die Überwindung dieser alten, klimaschädlichen Pfadabhängigkeiten könne jedoch zu neuen Abhängigkeiten führen. So müsse die Elektrifizierung des Verkehrs mit einem massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien im Stromsektor einhergehen. Ein klimafreundlicher Güterverkehr erfordere zudem den Aufbau neuer Infrastrukturen, wie Oberleitungen oder Gastankstellen (Power-to-Fuel). Bei der Umstellung der kommunalen Fahrzeugflotten sei es aus Sicht der einzelnen Kommune möglicherweise rational, Erfahrungen anderer Städte sowie technische Neuerungen abzuwarten. Dadurch bestehe aber die Gefahr, dass notwendige umweltpolitische Maßnahmen zu spät angegangen würden.

Zentrale Annahmen und Thesen

Die Analyse kritisiert, dass Pfadabhängigkeiten in aktuellen Debatten über die Energiewende nicht systematisch berücksichtigt werden. Diese bestünden in technischer, politischer, ökonomischer und sozialer Form. Pfadabhängigkeiten führten dazu, dass ein späterer Umstieg auf eine andere Option nur sehr schwer oder gar nicht umsetzbar sei. Dadurch, dass getätigte Investitionen bei einer Systemveränderung verloren gehen, würden hohe Hürden für einen Richtungswechsel aufgebaut. Heutige Entscheidungen würden also die Flexibilität des zukünftigen Handelns einschränken.

Methodik

Die Studie analysiert qualitativ historische und zukünftige Pfadabhängigkeiten. Es werden technologische, wirtschaftliche, politische und soziale Zusammenhänge berücksichtigt. Verkehrspolitische Maßnahmen werden nicht im Detail untersucht, sondern nur hinsichtlich ihrer potenziellen Pfadabhängigkeiten.

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