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Monitoring der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien im Jahr 2014

Herausgeber/Institute:

Fraunhofer ISI, DIW, GWS, IZES

Datum:

September 2015

Autoren:

Barbara Breitschopf et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

Kosten-Nutzen-Analyse, ökonomische Effekte, Investitionen, Exporte, Arbeitsplätze, Importe, Strompreis, EEG, EEG-Umlage

Seitenzahl:

37

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Zielsetzung und Fragestellung

Im Rahmen des Forschungsvorhabens „Wirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien (ImpRES)“ untersuchen die Autoren die ökonomischen Effekte, die der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereich mit sich bringt. Der vorliegende Bericht betrachtet die Kosten- und Nutzenwirkungen im Jahr 2014 und stellt damit eine Aktualisierung der Vorgängerstudien zu den Jahren 2009-2013 dar.

Zentrale Ergebnisse

Systemanalytische Differenzkosten

Für das Jahr 2014 beziffert die Studie die Mehrkosten durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien gegenüber einem fossilen Vergleichssystem (= systemanalytische Differenzkosten) auf insgesamt 16,1 Milliarden Euro (Mrd. €). Darin seien rund 0,9 Mrd. € indirekte Kosten für den Ausbau des Stromnetzes sowie für Regel- und Ausgleichsenergie enthalten. Der weitaus größte Teil der direkten Differenzkosten entfalle mit 12,1 Mrd. € auf ...

Systemanalytische Differenzkosten

Für das Jahr 2014 beziffert die Studie die Mehrkosten durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien gegenüber einem fossilen Vergleichssystem (= systemanalytische Differenzkosten) auf insgesamt 16,1 Milliarden Euro (Mrd. €). Darin seien rund 0,9 Mrd. € indirekte Kosten für den Ausbau des Stromnetzes sowie für Regel- und Ausgleichsenergie enthalten. Der weitaus größte Teil der direkten Differenzkosten entfalle mit 12,1 Mrd. € auf ...

Systemanalytische Differenzkosten

Für das Jahr 2014 beziffert die Studie die Mehrkosten durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien gegenüber einem fossilen Vergleichssystem (= systemanalytische Differenzkosten) auf insgesamt 16,1 Milliarden Euro (Mrd. €). Darin seien rund 0,9 Mrd. € indirekte Kosten für den Ausbau des Stromnetzes sowie für Regel- und Ausgleichsenergie enthalten. Der weitaus größte Teil der direkten Differenzkosten entfalle mit 12,1 Mrd. € auf den Strombereich. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruhe auf dem Zuwachs an installierter Leistung Erneuerbarer Energien im Stromsektor sowie gesunkenen Kohle- und Gaspreisen.
Im Wärmebereich beziffert die Studie die Differenzkosten auf 2,2 Mrd. €. Die Mehrkosten von Biokraftstoffen im Verhältnis zu fossilen Kraftstoffen gibt die Studie für das Jahr 2014 mit rund 0,9 Mrd. € an. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr erkläre sich dadurch, dass die Biokraftstoffpreise noch stärker gesunken seien als die fossilen Kraftstoffpreise.

Systemanalytische Nutzeneffekte

Den volkswirtschaftlichen Nutzen durch die Vermeidung von Umweltschäden und Schonung von Ressourcen schätzen die Autoren auf insgesamt rund 11,6 Mrd. € im Jahr 2014. Die Bilanz der quantifizierten systemanalytischen Kosten- und Nutzeneffekte falle also weiterhin negativ aus, was am starken Ausbau der Photovoltaik in früheren Jahren sowie den aktuell niedrigen Strommarktpreisen liege. Dabei blieben jedoch weitere, bisher nicht genau bezifferte Nutzenwirkungen außer Acht, zu denen beispielsweise der technische Fortschritt, Kostensenkungen durch Lerneffekte, eine erhöhte Versorgungssicherheit und ein vermindertes Risiko nuklearer Unfälle gehören. Auch die mit dem Exporterfolg der Erneuerbaren Energien verbundenen Umsätze und die Beschäftigungseffekte hätten eine erhebliche Bedeutung für die Volkswirtschaft.

Verteilungswirkungen: Be- und Entlastungen einzelner Akteursgruppen

Im Strombereich führe hauptsächlich die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu einer finanziellen Belastung für die Verbraucher, und zwar in Höhe von 18,7 Mrd. € im Jahr 2014. Dem stehe die preissenkende Wirkung der Erneuerbaren Energien an der Strombörse (Merit-Order-Effekt) im Umfang von ca. 3 Mrd. € gegenüber. Würden die Versorger die dadurch entstehenden Einsparungen bei den Strombeschaffungskosten vollständig an die Endverbraucher weiterreichen, ergäbe sich eine finanzielle Entlastung um etwa 0,6 Ct/kWh.
Da die EEG-Umlage vor allem durch die nicht-privilegierten Verbraucher zu tragen sei, dürften nach Einschätzung der Autoren Unternehmen, die unter die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) fallen, netto sogar vom Ausbau der Erneuerbaren Energien profitieren. Insgesamt habe es im Jahr 2014 eine Umverteilung zu Lasten der nicht-privilegierten Letztverbraucher in Höhe von etwa 5 Mrd. €, (4 Mrd. € in 2013) gegeben. Weitere Verteilungseffekte zu Lasten öffentlicher Haushalte gebe es durch staatliche Fördermittel für Forschung, Entwicklung und Marktentwicklung der Erneuerbaren Energien.

Makroökonomische Effekte

Zu den makroökonomischen Effekten der Erneuerbaren Energien zählen die Autoren die Vermeidung von Importen fossiler Brennstoffe, Investitionen in Strom- und Wärmeerzeugungsanlagen, Umsätze der Hersteller von Anlagen und Komponenten und die Bruttobeschäftigung.
Die vermiedenen fossilen Energieimporte beziffern sie für das Jahr 2014 auf insgesamt 8,8 Mrd. €, das ist etwas weniger als im Vorjahr, was vor allem auf gesunkene Preise der fossilen Energieträger zurückzuführen sei. Die Investitionen in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien beliefen sich im Jahr 2014 auf insgesamt 18,9 Mrd. €. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr sei ausschließlich auf die Windenergie zurückzuführen. Für die Umsätze lägen noch keine Daten für 2014 vor, die Autoren rechnen jedoch mit einer ähnlichen Größenordnung wie 2013. Da die Beschäftigungseffekte auf Grundlage der Umsatzzahlen berechnet werden, enthält die Studie auch hierzu keine Zahlen, geht aber von einem weiteren Rückgang aus.

Zentrale Annahmen und Thesen

Bei der Abschätzung der Kosten- und Nutzenwirkungen unterscheiden die Autoren die drei Wirkungskategorien „Systemanalytische Kosten- und Nutzenwirkungen“, „Verteilungs- und Preiseffekte“ und „Makroökonomische Effekte“. Eine Addition der gesamten ökonomischen Effekte sei nicht möglich, sondern nur bei gleichen Wirkungstypen, Analysegegenständen und Einheiten zulässig. Eine quantitative Gegenüberstellung nimmt die Studie dementsprechend nur in der Kategorie der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen vor.
Zu beachten sei, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien weitere Nutzeneffekte ...

Bei der Abschätzung der Kosten- und Nutzenwirkungen unterscheiden die Autoren die drei Wirkungskategorien „Systemanalytische Kosten- und Nutzenwirkungen“, „Verteilungs- und Preiseffekte“ und „Makroökonomische Effekte“. Eine Addition der gesamten ökonomischen Effekte sei nicht möglich, sondern nur bei gleichen Wirkungstypen, Analysegegenständen und Einheiten zulässig. Eine quantitative Gegenüberstellung nimmt die Studie dementsprechend nur in der Kategorie der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen vor.
Zu beachten sei, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien weitere Nutzeneffekte ...

Bei der Abschätzung der Kosten- und Nutzenwirkungen unterscheiden die Autoren die drei Wirkungskategorien „Systemanalytische Kosten- und Nutzenwirkungen“, „Verteilungs- und Preiseffekte“ und „Makroökonomische Effekte“. Eine Addition der gesamten ökonomischen Effekte sei nicht möglich, sondern nur bei gleichen Wirkungstypen, Analysegegenständen und Einheiten zulässig. Eine quantitative Gegenüberstellung nimmt die Studie dementsprechend nur in der Kategorie der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen vor.
Zu beachten sei, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien weitere Nutzeneffekte habe, zum Beispiel durch technische Entwicklungen, die Verminderung nuklearer Risiken oder eine erhöhte Versorgungssicherheit, die jedoch bisher nicht quantifiziert würden.

Methodik

Der Monitoringbericht zu den ökonomischen Effekten der Erneuerbaren Energien im Jahr 2014 beruht methodisch auf einer von ISI, GWS, IZES und DIW im Jahr 2010 erstellten umfassenden Studie zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Die Ergebnisse für das Jahr 2014 basieren zum Teil noch auf vorläufigen Schätzungen. Um eine Gesamtbewertung der Kosten- und Nutzenwirkungen ohne Doppelzählungen und Lücken zu erzielen, unterscheiden die Autoren drei Wirkungskategorien:
Die systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen beschreiben ...

Der Monitoringbericht zu den ökonomischen Effekten der Erneuerbaren Energien im Jahr 2014 beruht methodisch auf einer von ISI, GWS, IZES und DIW im Jahr 2010 erstellten umfassenden Studie zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Die Ergebnisse für das Jahr 2014 basieren zum Teil noch auf vorläufigen Schätzungen. Um eine Gesamtbewertung der Kosten- und Nutzenwirkungen ohne Doppelzählungen und Lücken zu erzielen, unterscheiden die Autoren drei Wirkungskategorien:
Die systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen beschreiben ...

Der Monitoringbericht zu den ökonomischen Effekten der Erneuerbaren Energien im Jahr 2014 beruht methodisch auf einer von ISI, GWS, IZES und DIW im Jahr 2010 erstellten umfassenden Studie zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Die Ergebnisse für das Jahr 2014 basieren zum Teil noch auf vorläufigen Schätzungen. Um eine Gesamtbewertung der Kosten- und Nutzenwirkungen ohne Doppelzählungen und Lücken zu erzielen, unterscheiden die Autoren drei Wirkungskategorien:
Die systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen beschreiben die direkten und indirekten Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Die direkten Kosten ergeben sich aus der Differenz der Gestehungskosten für Strom, Wärme und Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien und den Energiegestehungskosten der fossilen Referenztechnologien. Zu den indirekten Kosten werden die mit dem Bau und Betrieb der Anlagen verbundenen Folgekosten gezählt, insbesondere die Kosten für Netz- und Speicherausbau. Die quantifizierten Nutzenwirkungen beruhen auf der Berechnung der vermiedenen Umwelt- und Klimaschäden durch den verringerten Ausstoß an Treibhausgasen und Luftschadstoffen im Vergleich zu einer Versorgung mit fossilen Energien.
Die Verteilungs- und Preiseffekte stellen die Be- und Entlastungen dar, die sich für verschiedene Akteursgruppen durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien ergeben.
Die makroökonomischen Effekte umfassen Indikatoren zu den Investitionen, Umsatz, Importen und Beschäftigung durch die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien (Bruttoeffekte). Um die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen abzuschätzen, werden zudem die Nettoeffekte abgeschätzt, das heißt, auch die negativen Wirkungen in anderen Sektoren berücksichtigt. Die Abschätzung der Nettoeffekte erfolgt dabei auf Grundlage von Statistiken, Erhebungen bei Unternehmen und gesamtwirtschaftlichen Modellen, die die wirtschaftlichen Verflechtungen der Branchen und Akteure abbilden.
Nicht quantifiziert werden zum Beispiel die Wirkungen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien auf technologische Entwicklungen, Innovationen und Versorgungssicherheit.

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