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Monitoring der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien im Jahr 2012

Herausgeber/Institute:

Fraunhofer ISI, DIW, GWS, IZES

Datum:

September 2013

Autoren:

Marian Klobasa et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Themenbereiche:

Ökonomie
Umwelt + Soziales

Schlagwörter:

Akzeptanz, Energiepreise, Klimaschutz, ökonomische Effekte

Seitenzahl:

38

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Zielsetzung und Fragestellung

Der Monitoringbericht zu den Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien 2012 untersucht die ökonomischen Effekte, die der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Strom-, Wärme- und Kraftstoffbereich mit sich bringt. Die Effekte der Biokraftstoffe werden hier erstmals mit einbezogen. Der Bericht ist Teil des vom BMU geförderten Forschungsvorhabens „Wirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien (ImpRES) und stellt eine Aktualisierung der Vorgängerstudien zu den Jahren 2009-2011 dar.

Zentrale Ergebnisse

Systemanalytische Differenzkosten und Nutzenwirkungen

Für das Jahr 2012 beziffert die Studie die systemanalytischen Differenzkosten, das heißt die Mehrkosten der Erneuerbaren Energien gegenüber einem fossilen Vergleichssystem, im Strom-, Wärme- und Verkehrsmarkt auf insgesamt 15 Milliarden Euro (Mrd. €). Der weitaus größte Teil entfällt demnach mit 10,9 Mrd. € auf den Strombereich. Darin enthalten sind etwa 0,6 Mrd. € für den Ausbau des Stromnetzes sowie für Regel- und Ausgleichsenergie. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruhe vor allem auf der höheren installierten Leistung der Erneuerbaren ...

Systemanalytische Differenzkosten und Nutzenwirkungen

Für das Jahr 2012 beziffert die Studie die systemanalytischen Differenzkosten, das heißt die Mehrkosten der Erneuerbaren Energien gegenüber einem fossilen Vergleichssystem, im Strom-, Wärme- und Verkehrsmarkt auf insgesamt 15 Milliarden Euro (Mrd. €). Der weitaus größte Teil entfällt demnach mit 10,9 Mrd. € auf den Strombereich. Darin enthalten sind etwa 0,6 Mrd. € für den Ausbau des Stromnetzes sowie für Regel- und Ausgleichsenergie. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruhe vor allem auf der höheren installierten Leistung der Erneuerbaren ...

Systemanalytische Differenzkosten und Nutzenwirkungen

Für das Jahr 2012 beziffert die Studie die systemanalytischen Differenzkosten, das heißt die Mehrkosten der Erneuerbaren Energien gegenüber einem fossilen Vergleichssystem, im Strom-, Wärme- und Verkehrsmarkt auf insgesamt 15 Milliarden Euro (Mrd. €). Der weitaus größte Teil entfällt demnach mit 10,9 Mrd. € auf den Strombereich. Darin enthalten sind etwa 0,6 Mrd. € für den Ausbau des Stromnetzes sowie für Regel- und Ausgleichsenergie. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruhe vor allem auf der höheren installierten Leistung der Erneuerbaren Energien im Stromsektor, aber auch auf gesunkenen Preisen für Steinkohle.
Die Differenzkosten im Wärmebereich beziffert die Studie auf 1,7 Mrd. €. Sie fallen damit geringer aus als im Vorjahr, was auf gestiegene Preise für fossile Energieträger und gesunkene bzw. stagnierende Preise für Biomasse zurückzuführen sei. Die Differenzkosten von Biokraftstoffen im Verhältnis zu fossilen Kraftstoffen im Verkehrsbereich gibt die Studie mit 2,35 Mrd. € im Jahr 2012 an.

Den Kosten für die Erneuerbaren Energien steht ein volkswirtschaftlicher Nutzen zum Beispiel durch vermiedene Umweltschäden gegenüber. Die positiven Effekte durch die Vermeidung von Umweltschäden schätzen die Autoren auf insgesamt rund 10 Mrd. € im Jahr 2012. Während die Bilanz der quantifizierten systemanalytischen Kosten- und Nutzeneffekte also aufgrund der hohen Kosten der Photovoltaik und der niedrigen Preise im Strommarkt leicht negativ ausfalle, blieben hierbei jedoch weitere, bisher nicht quantifizierte Nutzenwirkungen außer Acht. Hierzu gehörten zum Beispiel technischer Fortschritt und Kostensenkungen durch Lerneffekte bei den Erneuerbaren Energien oder das verminderte Risiko nuklearer Unfälle. Auch die mit dem Exporterfolg der Erneuerbaren Energien verbundenen Umsätze und die Beschäftigungseffekte hätten eine erhebliche Bedeutung für die Volkswirtschaft.

Verteilungswirkungen: Be- und Entlastungen einzelner Akteure

Die finanzielle Belastung durch die Erneuerbaren Energien im Strombereich beruht der Studie nach hauptsächlich auf der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in Höhe von insgesamt 14,2 Mrd. € im Jahr 2012. Dieser Mehrbelastung für die Stromverbraucher steht der Merit-Order-Effekt gegenüber, der die preissenkende Wirkung der Erneuerbaren Energien an der Strombörse beschreibt. Den Merit-Order-Effekt beziffern die Autoren für das Jahr 2012 mit 4,9 Mrd. €. Würden die Stromversorger die Einsparungen bei den Strombeschaffungskosten vollständig an die Endverbraucher weiterreichen, stünde der Mehrbelastung durch die EEG-Umlage eine Entlastung in Höhe von etwa 0,9 Ct/kWh gegenüber.
Unternehmen, die unter die Besondere Ausgleichsregelung (BesAR) fallen, dürften netto sogar vom Ausbau der Erneuerbaren Energien profitieren, da die EEG-Umlage vor allem durch die nicht-privilegierten Verbraucher zu tragen sei. Dadurch ergibt sich der Studie zufolge eine Umverteilung zu Lasten der nichtprivilegierten Letztverbraucher in Höhe von 2,5 Mrd. €.
Weitere Verteilungseffekte ergeben sich aus staatlichen Fördermitteln für Forschung, Entwicklung und Markteinführung der Erneuerbaren Energien. Sie gehen zu Lasten öffentlicher Haushalte.



Makroökonomische Effekte

Zu den makroökonomischen Effekten der Erneuerbaren Energien zählen die Autoren die Vermeidung von Importen fossiler Brennstoffe. Den Wert beziffern sie für das Jahr 2012 mit insgesamt rund 8,7 Mrd. €.
Die Investitionen in die Errichtung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien beliefen sich im Jahr 2012 auf insgesamt 19,5 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr sei das ein Rückgang von etwa drei Milliarden Euro, der auf den Preisverfall von Solarmodulen zurückzuführen sei. Auch die Umsätze und Bruttobeschäftigungseffekte seien dadurch zurückgegangen auf knapp 22 Mrd. € bzw. 377.800 Arbeitsplätze in der Erneuerbaren-Branche. Daneben seien die niedrigere europäische Nachfrage im Zuge der Eurokrise und inländische Veränderungen der EEG-Rahmenbedingungen mitverantwortlich für die rückläufigen Zahlen bei den makroökonomischen Effekten.

Zentrale Annahmen und Thesen

Für die Abschätzung der Kosten- und Nutzenwirkungen unterscheidet die Studie die drei Wirkungskategorien „Systemanalytische Kosten- und Nutzenwirkungen“, „Verteilungs- und Preiseffekte“ und „Makroökonomische Effekte“. Eine Addition der gesamten ökonomischen Effekte ist den Autoren zufolge nicht möglich. Dies sei nur bei gleichen Wirkungstypen, Analysegegenständen und Einheiten zulässig. Dementsprechend nimmt die Studie eine quantitative Gegenüberstellung nur in der Kategorie der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen vor.
Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien seien auch Wirkungen auf ...

Für die Abschätzung der Kosten- und Nutzenwirkungen unterscheidet die Studie die drei Wirkungskategorien „Systemanalytische Kosten- und Nutzenwirkungen“, „Verteilungs- und Preiseffekte“ und „Makroökonomische Effekte“. Eine Addition der gesamten ökonomischen Effekte ist den Autoren zufolge nicht möglich. Dies sei nur bei gleichen Wirkungstypen, Analysegegenständen und Einheiten zulässig. Dementsprechend nimmt die Studie eine quantitative Gegenüberstellung nur in der Kategorie der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen vor.
Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien seien auch Wirkungen auf ...

Für die Abschätzung der Kosten- und Nutzenwirkungen unterscheidet die Studie die drei Wirkungskategorien „Systemanalytische Kosten- und Nutzenwirkungen“, „Verteilungs- und Preiseffekte“ und „Makroökonomische Effekte“. Eine Addition der gesamten ökonomischen Effekte ist den Autoren zufolge nicht möglich. Dies sei nur bei gleichen Wirkungstypen, Analysegegenständen und Einheiten zulässig. Dementsprechend nimmt die Studie eine quantitative Gegenüberstellung nur in der Kategorie der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen vor.
Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien seien auch Wirkungen auf technologische Entwicklungen oder die Versorgungssicherheit zu beachten, die durch das Forschungsvorhaben ImpRES jedoch bisher nicht monetär quantifiziert würden.

Methodik

Der Monitoringbericht zu den volkswirtschaftlichen Effekten der Erneuerbaren Energien im Jahr 2012 beruht methodisch auf einer von ISI, GWS, IZES und DIW im Jahr 2010 erstellten umfassenden Studie zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Die Angaben für 2012 basieren zum Teil noch auf vorläufigen Schätzungen. Die Werte für den Verkehrssektor werden in der vorliegenden Studie zum ersten Mal ermittelt, sodass es keine Vergleichszahlen zu den Vorjahren gibt.

Um eine Gesamtbewertung der Kosten- und Nutzenwirkungen ohne ...

Der Monitoringbericht zu den volkswirtschaftlichen Effekten der Erneuerbaren Energien im Jahr 2012 beruht methodisch auf einer von ISI, GWS, IZES und DIW im Jahr 2010 erstellten umfassenden Studie zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Die Angaben für 2012 basieren zum Teil noch auf vorläufigen Schätzungen. Die Werte für den Verkehrssektor werden in der vorliegenden Studie zum ersten Mal ermittelt, sodass es keine Vergleichszahlen zu den Vorjahren gibt.

Um eine Gesamtbewertung der Kosten- und Nutzenwirkungen ohne ...

Der Monitoringbericht zu den volkswirtschaftlichen Effekten der Erneuerbaren Energien im Jahr 2012 beruht methodisch auf einer von ISI, GWS, IZES und DIW im Jahr 2010 erstellten umfassenden Studie zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Die Angaben für 2012 basieren zum Teil noch auf vorläufigen Schätzungen. Die Werte für den Verkehrssektor werden in der vorliegenden Studie zum ersten Mal ermittelt, sodass es keine Vergleichszahlen zu den Vorjahren gibt.

Um eine Gesamtbewertung der Kosten- und Nutzenwirkungen ohne Doppelzählungen und Lücken zu erzielen, unterscheiden die Autoren drei Wirkungskategorien:

Die systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkungen beschreiben die direkten und indirekten Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien. Die direkten Kosten ergeben sich aus der Differenz der Gestehungskosten für Strom, Wärme und Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien und den Energiegestehungskosten der fossilen Referenztechnologien. Zu den indirekten Kosten werden die mit dem Bau und Betrieb der Anlagen verbundenen Folgekosten gezählt, wozu insbesondere die Kosten für Netz- und Speicherausbau gehören. Die quantifizierten Nutzenwirkungen beruhen auf der Berechnung der vermiedenen Umwelt- und Klimaschäden durch den verringerten Ausstoß an Treibhausgasen und Luftschadstoffen im Vergleich zu einer Versorgung mit fossilen Energien.

Die Verteilungs- und Preiseffekte stellen die Be- und Entlastungen dar, die sich für verschiedene Akteursgruppen durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien ergeben.

Die makroökonomischen Effekte umfassen Indikatoren zu den Investitionen, Umsatz, Importen und Beschäftigung durch die Herstellung von Produkten und Dienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien (Bruttoeffekte). Um die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen abzuschätzen, werden zudem die Nettoeffekte abgeschätzt, das heißt, auch die negativen Wirkungen in anderen Sektoren berücksichtigt. Die Abschätzung der Nettoeffekte erfolgt dabei auf Grundlage von Statistiken, Erhebungen bei Unternehmen und gesamtwirtschaftlichen Modellen, die die wirtschaftlichen Verflechtungen der Branchen und Akteure abbilden.

Nicht quantifiziert werden zum Beispiel die Wirkungen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien auf technologische Entwicklungen, Innovationen und Versorgungssicherheit.

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