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Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt

Herausgeber/Institute:

DIW, DLR, GWS, Fraunhofer ISI, ZSW

Datum:

Februar 2011

Autoren:

Ulrike Lehr et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

BMU

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

Exporte, Arbeitsplätze, Strommarkt, Wertschöpfung, ökonomische Effekte

Seitenzahl:

244

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Zielsetzung und Fragestellung

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) zieht erhebliche Wachstums- und Arbeitsplatzeffekte nach sich. In einer vom Bundesumweltministerium beauftragten Studie wurden die kurz- und langfristigen Beschäftigungseffekte bereits im Jahr 2006 untersucht. Die vorliegende Studie hat das Ziel, den erheblichen Markt- und Technologieentwicklungen durch eine aktualisierte Datenbasis gerecht zu werden. Durch einen neuen Modellansatz konnte die Modellierung von Exportszenarien stärker empirisch fundiert werden. Hierdurch konnten die bisherigen Rechnungen zu den Nettobeschäftigungswirkungen überprüft bzw. aktualisiert werden.

Zentrale Ergebnisse

• Die Bruttobeschäftigtenzahl betrug im Jahr 2009 rund 339.500 Personen. Die Zahl der Beschäftigten im EE-Sektor hat sich damit seit der ersten systematischen Abschätzung für 2004 (160.500) mehr als verdoppelt.

• Die langfristige Bruttobeschäftigung beträgt unter Berücksichtigung von niedrigen Preisen fossiler Energieträger, dem Szenario mit ...

• Die Bruttobeschäftigtenzahl betrug im Jahr 2009 rund 339.500 Personen. Die Zahl der Beschäftigten im EE-Sektor hat sich damit seit der ersten systematischen Abschätzung für 2004 (160.500) mehr als verdoppelt.

• Die langfristige Bruttobeschäftigung beträgt unter Berücksichtigung von niedrigen Preisen fossiler Energieträger, dem Szenario mit ...

• Die Bruttobeschäftigtenzahl betrug im Jahr 2009 rund 339.500 Personen. Die Zahl der Beschäftigten im EE-Sektor hat sich damit seit der ersten systematischen Abschätzung für 2004 (160.500) mehr als verdoppelt.

• Die langfristige Bruttobeschäftigung beträgt unter Berücksichtigung von niedrigen Preisen fossiler Energieträger, dem Szenario mit hohem PV-Zubau (PV2) sowie verhaltenen (optimistischen) Exportannahmen bis 2030 rund 530.000 (640.000) Personen. 2020 sind mehr als 480.000 und bis zu 600.000 Beschäftigte tätig. Im Vergleich hierzu fallen die Beschäftigtenzahlen der Szenarien mit einem geringeren PV-Ausbau (Leitszenario 2009, PV1) niedriger aus. Letzte Meldungen (März 2011) zeigen, dass der PV-Ausbau 2010 deutlich über der Marke dieser beiden Szenarien gelegen hat. Der Zubau von 7,4 GW liegt auch gering über dem im Szenario PV2 prognostizierten von 6 GW. Die Autoren weisen jedoch in ihrer Studie darauf hin, dass für die langfristigen Beschäftigungswirkungen vor allem die langfristigen Entwicklungspfade des Ausbaus Erneuerbarer Energien relevant sind.

• Lediglich unter minimalen Exportannahmen und bei relativ konstanter Inlandsentwicklung nimmt die Bruttobeschäftigung langfristig durch Produktivitätszunahmen geringfügig gegenüber dem heutigen Stand ab. Dennoch würden im Jahr 2030 noch 319.000 Beschäftigte im EE-Sektor tätig sein.

• Bezüglich der Nettobeschäftigung fallen alle Szenarien mit maximalen, optimistischen oder verhaltenen Exporterwartungen auch unter Annahme eines niedrigen Preisniveaus fossiler Energieträger über den gesamten Beobachtungszeitraum positiv aus. Die Nettobeschäftigung liegt in 2030 bei 100.000 bis 180.000 zusätzlichen Beschäftigten, bei mittleren Exportannahmen und über alle heimischen Ausbauszenarien hinweg.

• Lediglich bei niedrigeren Preisannahmen für fossile Energieträger in Kombination mit der minimalen Exporterwartung, welche keinerlei Exportzuwächse auf einem sich dynamisch entwickelnden Weltmarkt annimmt, teilweise kurzfristig zu geringen negativen Effekten von bis zu 40.000 Personen. Ab dem Jahr 2025 überwiegen aber auch hier die positiven Effekte und die Nettobeschäftigung fällt positiv aus.

• Der Gesamtumsatz deutscher Unternehmen wird in steigendem Maße von den Exporten getragen. Je nach unterstellter Exportentwicklung tragen die Exporte zu 50 – 70 % des Gesamtumsatzes bei. Der Export spielt somit eine tragende Rolle für die zukünftigen Beschäftigungschancen im EE-Sektor, da der Inlandsmarkt zukünftig mit geringeren Raten als bisher wachsen wird.

Zentrale Annahmen und Thesen

Es wird angenommen, dass Investitionen in EE-Anlagen in den Szenarien unabhängig von den Energiepreispfaden sind. Jedoch haben die fossilen Energiepreise über die Berechnung der systemanalytischen Differenzkosten einen Einfluß auf die Vorteilhaftigkeit des Ausbaus Erneuerbarer Energien.

Eine weitere Annahme ist der Anstieg globaler Investitionen in EE von 122 Mrd. €2005 auf 589,7 Mrd. €2005 im Jahr 2030. Bis 2020 werden Europa und Nordamerika marktdominierende Regionen sein. Im Anschluss bis 2030 gibt es in den Schwellenländern und Afrika einen stark wachsenden Markt für Erneuerbare Energien. ...

Es wird angenommen, dass Investitionen in EE-Anlagen in den Szenarien unabhängig von den Energiepreispfaden sind. Jedoch haben die fossilen Energiepreise über die Berechnung der systemanalytischen Differenzkosten einen Einfluß auf die Vorteilhaftigkeit des Ausbaus Erneuerbarer Energien.

Eine weitere Annahme ist der Anstieg globaler Investitionen in EE von 122 Mrd. €2005 auf 589,7 Mrd. €2005 im Jahr 2030. Bis 2020 werden Europa und Nordamerika marktdominierende Regionen sein. Im Anschluss bis 2030 gibt es in den Schwellenländern und Afrika einen stark wachsenden Markt für Erneuerbare Energien. ...

Es wird angenommen, dass Investitionen in EE-Anlagen in den Szenarien unabhängig von den Energiepreispfaden sind. Jedoch haben die fossilen Energiepreise über die Berechnung der systemanalytischen Differenzkosten einen Einfluß auf die Vorteilhaftigkeit des Ausbaus Erneuerbarer Energien.

Eine weitere Annahme ist der Anstieg globaler Investitionen in EE von 122 Mrd. €2005 auf 589,7 Mrd. €2005 im Jahr 2030. Bis 2020 werden Europa und Nordamerika marktdominierende Regionen sein. Im Anschluss bis 2030 gibt es in den Schwellenländern und Afrika einen stark wachsenden Markt für Erneuerbare Energien. Diese Entwicklung unterstellt auch eine verstärkte globale Anstrengung für den Klimaschutz.

Die Exporttätigkeit Deutschlands bewegt sich annahmegemäß zwischen zwei Grenzen. Die Untergrenze wird konstant auf dem  Exportniveau des Kalibrierungsjahrs 2007 gesetzt und die Obergrenze konstant auf den Anteil am Welthandel 2007. 

Es wird angenommen, dass die Arbeitsintensität in den jeweiligen Erneuerbaren-Energien-Sparten entsprechend jener in vergleichbaren Branchen sinkt.

Es wird davon ausgegangen, dass die Export- und Importquoten der Unternehmen, die nicht durch die Befragung erfasst wurden,  im Schnitt mit den Befragten übereinstimmen.

Das EE-Ausbauszenario PV1 unterstellt einen Zuwachs von 3 GW/a bis 2020, danach fällt der Zubau bis 2030 auf 2,5 GW/a. PV2 unterstellt einen Zubau von 6 GW in 2010, 4,5 GW in 2011 und anschließend 3,5 GW/a bis 2020. Danach wird ein Zubaupfad von 2,4 GW/a angesetzt.

Methodik

Der Ausgangspunkt für die Ermittlung der kurzfristigen Bruttobeschäftigung sind die von der AGEE-Stat bereitgestellten Investitionszahlen in die EE-Anlagennutzung in Deutschland. Außerdem bietet eine breit angelegte Befragung von 1.200 Unternehmen der EE-Branche wichtige Erkenntnisse zum Außenhandel. Aus diesen Ergebnissen wird der Umsatz der Hersteller von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien berechnet. Der Umsatz bildet sodann die Ausgangslage zur Ermittlung der Beschäftigung anhand von spartenspezifischen Input-Output-Vektoren, die im Rahmen des Studienvorhabens entwickelt wurden.

Für ...

Der Ausgangspunkt für die Ermittlung der kurzfristigen Bruttobeschäftigung sind die von der AGEE-Stat bereitgestellten Investitionszahlen in die EE-Anlagennutzung in Deutschland. Außerdem bietet eine breit angelegte Befragung von 1.200 Unternehmen der EE-Branche wichtige Erkenntnisse zum Außenhandel. Aus diesen Ergebnissen wird der Umsatz der Hersteller von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien berechnet. Der Umsatz bildet sodann die Ausgangslage zur Ermittlung der Beschäftigung anhand von spartenspezifischen Input-Output-Vektoren, die im Rahmen des Studienvorhabens entwickelt wurden.

Für ...

Der Ausgangspunkt für die Ermittlung der kurzfristigen Bruttobeschäftigung sind die von der AGEE-Stat bereitgestellten Investitionszahlen in die EE-Anlagennutzung in Deutschland. Außerdem bietet eine breit angelegte Befragung von 1.200 Unternehmen der EE-Branche wichtige Erkenntnisse zum Außenhandel. Aus diesen Ergebnissen wird der Umsatz der Hersteller von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien berechnet. Der Umsatz bildet sodann die Ausgangslage zur Ermittlung der Beschäftigung anhand von spartenspezifischen Input-Output-Vektoren, die im Rahmen des Studienvorhabens entwickelt wurden.

Für eine langfristige Abschätzung der Beschäftigungseffekte sind Szenarien der zukünftigen Entwicklung EE nötig. Auf nationaler Ebene dient hierzu das Leitszenario 2009, das um zwei PV-Pfade ergänzt wurde. Um den Einfluss der internationalen Entwicklung auf die Umsätze und somit letztendlich die Beschäftigtenzahlen deutscher Unternehmen abbilden zu können, wird zunächst der internationale Ausbau Erneuerbarer Energien abgeschätzt. Danach wird die Entwicklung des Handels zwischen den Weltregionen aus Analogieschlüssen zu anderen High-Tech-Produkten abgeleitet. Als Datengerüst für diesen zukünftigen globalen EE-Ausbau wird das Szenario „Energy (R)evolution“ (Krewitt 2008) herangezogen. Zur Abschätzung des Anteils und der Exportchancen der deutschen Wirtschaft in diesem zukünftigen globalen Markt wird in einem ersten Schritt zwischen Produktion für den heimischen Markt und Produktion für den internationalen Handel differenziert. Nur das gehandelte Volumen bestimmt die Exportmöglichkeiten.

So können erst in einem zweiten Schritt die deutschen Exporte geschätzt werden: Die Untergrenze der Exportchancen wird mengenmäßig gleich den Exporten des Kalibrierungsjahrs 2007 gesetzt, d.h. die Exporte bleiben bis 2030 auf dem Niveau des Jahres 2007. Die Obergrenze liegt bei konstanten Welthandelsanteilen wie sie 2007 zu verzeichnen waren. Die zwei mittleren Varianten werden der Erwartung gerecht, dass bei wachsenden Märkten die Welthandelsanteile abnehmen und Exportvolumina zunehmen.

Neben diesen vier Exportszenarien (Max, Optimistisch, Verhalten, Min) und drei EE-Ausbaupfaden (Leitszenario 2009, PV1, PV2), werden auch zwei verschiedene Preisentwicklungen berücksichtigt, so dass sich für die zukünftige Beschäftigungszahl eine Bandbreite von 24 Entwicklungspfaden ergibt. Zur Berechnung der Nettowirkungen wird diesen Entwicklungspfaden ein Null-Szenario gegenübergestellt. Dieses Referenzszenario bildet eine hypothetische Entwicklung der Energieerzeugung ohne EE-Beitrag ab. Für die Berechnung wurde das Simulationsmodell PANTA RHEI verwendet.

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