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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Klimapfade für Deutschland

Herausgeber/Institute:

Prognos, BCG

Datum:

Januar 2018

Autoren:

Phillipp Gerbert et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

BDI

Themenbereiche:

Politik
Ökonomie

Schlagwörter:

Investitionen, Klimaschutz, Kosten-Nutzen-Analyse, ökonomische Effekte, Treibhausgase, Wertschöpfung

Seitenzahl:

290

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Zielsetzung und Fragestellung

Ziel der Studie ist es, kosteneffiziente Wege zur Erreichung der deutschen Klimaschutzziele aufzuzeigen. Dabei soll die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie erhalten bleiben und Deutschland zusätzliche Chancen auf dem Weltmarkt für Klimaschutztechnologien eröffnet werden.  

Zentrale Ergebnisse

Mit einer Fortsetzung bestehender Maßnahmen im Referenzpfad wird bis 2050 nur eine CO2-Reduktion um 61 Prozent gegenüber 1990 erreicht. 80 Prozent seien technisch möglich und volkswirtschaftlich verkraftbar. 95 Prozent wären an der Grenze des technisch machbaren. Dies würde den Import von erneuerbaren Brennstoffen (PtG/PtL), Carbon-Capture-and-Storage (CCS) und ähnlich hohe Ambitionen in den meisten anderen Ländern erfordern. Die Klimapfade würden Mehrinvestitionen in Höhe von 1,5 bis 2,3 Billionen Euro bis 2050 erfordern. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen wären dennoch neutral, im ...

Mit einer Fortsetzung bestehender Maßnahmen im Referenzpfad wird bis 2050 nur eine CO2-Reduktion um 61 Prozent gegenüber 1990 erreicht. 80 Prozent seien technisch möglich und volkswirtschaftlich verkraftbar. 95 Prozent wären an der Grenze des technisch machbaren. Dies würde den Import von erneuerbaren Brennstoffen (PtG/PtL), Carbon-Capture-and-Storage (CCS) und ähnlich hohe Ambitionen in den meisten anderen Ländern erfordern. Die Klimapfade würden Mehrinvestitionen in Höhe von 1,5 bis 2,3 Billionen Euro bis 2050 erfordern. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen wären dennoch neutral, im ...

Mit einer Fortsetzung bestehender Maßnahmen im Referenzpfad wird bis 2050 nur eine CO2-Reduktion um 61 Prozent gegenüber 1990 erreicht. 80 Prozent seien technisch möglich und volkswirtschaftlich verkraftbar. 95 Prozent wären an der Grenze des technisch machbaren. Dies würde den Import von erneuerbaren Brennstoffen (PtG/PtL), Carbon-Capture-and-Storage (CCS) und ähnlich hohe Ambitionen in den meisten anderen Ländern erfordern. Die Klimapfade würden Mehrinvestitionen in Höhe von 1,5 bis 2,3 Billionen Euro bis 2050 erfordern. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen wären dennoch neutral, im 80%-Klimapfad sogar ohne globalen Konsens.

Zentrale Annahmen und Thesen

Eine Emissionsreduzierung um 95 Prozent erfordere quasi Nullemissionen in Energie, Verkehr, Gebäuden und Industrie. Die unvermeidbaren Restemissionen blieben v.a. in der Landwirtschaft bestehen. Die verfügbare Biomasse solle prioritär in der Industrie eingesetzt werden. Im Gebäudebestand müssten knapp 80 Prozent der Gebäude auf heutiges Neubauniveau saniert werden und fossile Energieträger komplett ersetzt werden. Im Verkehr wäre eine weitgehende Elektrifizierung und Verkehrsverlagerung notwendig. Im Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr müssten zudem synthetische Treibstoffe (PtL) eingesetzt ...

Eine Emissionsreduzierung um 95 Prozent erfordere quasi Nullemissionen in Energie, Verkehr, Gebäuden und Industrie. Die unvermeidbaren Restemissionen blieben v.a. in der Landwirtschaft bestehen. Die verfügbare Biomasse solle prioritär in der Industrie eingesetzt werden. Im Gebäudebestand müssten knapp 80 Prozent der Gebäude auf heutiges Neubauniveau saniert werden und fossile Energieträger komplett ersetzt werden. Im Verkehr wäre eine weitgehende Elektrifizierung und Verkehrsverlagerung notwendig. Im Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr müssten zudem synthetische Treibstoffe (PtL) eingesetzt ...

Eine Emissionsreduzierung um 95 Prozent erfordere quasi Nullemissionen in Energie, Verkehr, Gebäuden und Industrie. Die unvermeidbaren Restemissionen blieben v.a. in der Landwirtschaft bestehen. Die verfügbare Biomasse solle prioritär in der Industrie eingesetzt werden. Im Gebäudebestand müssten knapp 80 Prozent der Gebäude auf heutiges Neubauniveau saniert werden und fossile Energieträger komplett ersetzt werden. Im Verkehr wäre eine weitgehende Elektrifizierung und Verkehrsverlagerung notwendig. Im Flug-, Schiffs- und Schwerlastverkehr müssten zudem synthetische Treibstoffe (PtL) eingesetzt werden. Der Nettostrombedarf liege im 95%-Klimapfad bei 715 Terawattstunden.

Methodik

In drei Szenarien (Referenzszenario, 80%-Klimapfad, 95%-Klimapfad) werden die technischen und wirtschaftlichen Potenziale zur Treibhausgasminderung in Deutschland bis 2050 analysiert. Die Ergebnisse der Studie wurden in einem Bottom-up-Prozess mit der deutschen Industrie erarbeitet. Fast 200 Experten aus Forschungsinstituten, Unternehmen und Verbänden trugen die Ergebnisse in fünf Arbeitsgruppen. In mehr als 40 Workshops wurden die Annahmen validiert sowie Technologiepotenziale und Kosten diskutiert. Wesentliche Aspekte wurden zusätzlich in Experteninterviews plausibilisiert.

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