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Erneuerbar beschäftigt in den Bundesländern: Bericht zur aktualisierten Abschätzung der Bruttobeschäftigung 2012 in den Bundesländern

Herausgeber/Institute:

GWS

Datum:

Juli 2013

Autoren:

Philipp Ulrich, Ulrike Lehr

Art der Veröffentlichung:

Forschungsbericht

Auftraggeber/Förderer:

BMU

Themenbereiche:

Ökonomie
Politik

Schlagwörter:

Arbeitsplätze, ökonomische Effekte, Investitionen

Seitenzahl:

31

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Zielsetzung und Fragestellung

Ziel der Studie ist die Abschätzung der Beschäftigungswirkung der Erneuerbaren Energien auf Bundeländerebene. Es geht dabei sowohl um die direkten, als auch um die indirekten Beschäftigungseffekte in den vor und nachgelarten Prozessketten sowie bei der Brennstoffbereitstellung für Bioenergieanlagen. Der Bericht aus dem Forschungsvorhaben für das Bundesumweltministerium schließt für die Bundesländer die Datenlücke im Vergleich zur Bundesebene, wo bereits seit einigen Jahren Zahlen zu den Beschäftigungseffekten erhoben werden. Aufbauend auf den Zahlen zur deutschlandweiten Bruttobeschäftigung im Jahr 2012 liefert er Daten für die verschiedenen Sparten der Erneuerbare-Energien-Branche, getrennt nach Anlagenbau, Wartung und Brennstoffbereitstellung für Bioenergie. Auch die Angaben für 2011 sind überarbeitet und teilweise angepasst worden.

Zentrale Ergebnisse

Hohe Brutto-Beschäftigungseffekte durch Erneuerbare Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt erhebliche Beschäftigungseffekte mit sich: Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Beschäftigten in Deutschland fast vervierfacht auf rund 378.000 im Jahr 2012. Aufgrund der Solarkrise sind die Werte erstmals leicht gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, auch wenn die positive Entwicklung der Wind- und Bioenergie den Rückgang in der Solarbranche fast kompensiert hat. Regional entfallen die größten Effekte auf bevölkerungsreiche und wirtschaftlich starke Bundesländer mit insgesamt hoher ...

Hohe Brutto-Beschäftigungseffekte durch Erneuerbare Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt erhebliche Beschäftigungseffekte mit sich: Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Beschäftigten in Deutschland fast vervierfacht auf rund 378.000 im Jahr 2012. Aufgrund der Solarkrise sind die Werte erstmals leicht gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, auch wenn die positive Entwicklung der Wind- und Bioenergie den Rückgang in der Solarbranche fast kompensiert hat. Regional entfallen die größten Effekte auf bevölkerungsreiche und wirtschaftlich starke Bundesländer mit insgesamt hoher ...

Hohe Brutto-Beschäftigungseffekte durch Erneuerbare Energien

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt erhebliche Beschäftigungseffekte mit sich: Seit dem Jahr 2000 hat sich die Zahl der Beschäftigten in Deutschland fast vervierfacht auf rund 378.000 im Jahr 2012. Aufgrund der Solarkrise sind die Werte erstmals leicht gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, auch wenn die positive Entwicklung der Wind- und Bioenergie den Rückgang in der Solarbranche fast kompensiert hat. Regional entfallen die größten Effekte auf bevölkerungsreiche und wirtschaftlich starke Bundesländer mit insgesamt hoher Beschäftigtenzahl. So verzeichnen Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg die höchsten absoluten Beschäftigtenzahlen im Bereich Erneuerbare Energien. An fünfter Stelle folgt Sachsen-Anhalt, wo im Verhältnis zur gesamten Arbeitnehmerzahl die meisten Beschäftigten in der Erneuerbaren-Branche arbeiten. Insgesamt verzeichnen alle ostdeutschen Flächenländer weiterhin überdurchschnittlich starke Beschäftigungseffekte, trotz der teilweise großen Einbußen durch die Solarkrise. Die geringsten Arbeitsplatzeffekte werden für Berlin und Saarland errechnet.

Beschäftigungseffekte nach Sparten

Die größten Beschäftigungseffekte werden von der Bioenergie (etwa 129.000 Stellen) und der Windenergie (ca. 118.000 Stellen) generiert. Die Solarenergie muss dagegen einen deutlichen Einbruch von rund 24.500 Stellen hinnehmen. Bei der Bioenergie können fast alle Bundesländer Beschäftigungszuwächse verzeichnen, besonders Ostdeutschland und das Saarland. Einen leichten Rückgang stellen die Autoren lediglich in Nordrhein-Westfalen, in Bremen und in Schleswig-Holstein fest. Noch positiver sei die Entwicklung bei der Windenergie, mit Beschäftigungszuwächsen in allen Ländern. Mit einem überdurchschnittlichen Beschäftigungszuwachs profitieren demnach besonders die nordwestdeutschen Länder. In der Solarindustrie gebe es hingegen in allen Ländern Beschäftigungsrückgänge, insbesondere in Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen und Sachsen-Anhalt. Die insgesamt ca. 20.000 Stellen in den Bereichen Geothermie und Wasserkraft entfallen der Studie zufolge großteils auf die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg, bei der Geothermie gebe es auch in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen relevante Beschäftigtenzahlen. Direkte und indirekte Beschäftigungseffekte durch den Anlagenbau Von der Produktion und Installation neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen profitieren der Studie zufolge vorrangig bevölkerungsreiche und hoch industrialisierte Bundesländer sowie Standorte von großen Erneuerbare-Energien-Unternehmen. Im Bereich der Anlagenherstellung und -installation werden die meisten Stellen geschaffen, weshalb die sechs Bundesländer mit der größten Beschäftigung in diesem Bereich auch bei der Gesamtbeschäftigtenzahl die vorderen Plätze belegen.

Beschäftigungseffekte aus Betrieb und Wartung

Betrieb und Wartung sorgen vor allem in Bundesländern mit hohen installierten Erneuerbare-Energien-Kapazitäten für Arbeit. Knapp 20 Prozent der gesamten Beschäftigungseffekte der Erneuerbaren-Branche sind diesem Bereich zuzuordnen. Neben Bayern als Spitzenreiter mit den vielen Solar- und Bioenergieanlagen schneiden daher Niedersachsen (Platz 2) und Brandenburg (Platz 5) gut ab. Sehr geringe Beschäftigungseffekte in Betrieb und Wartung gibt es aufgrund der begrenzten Fläche und damit der geringen Anlagenzahl in den Stadtstaaten.

Bedeutung der Beschäftigungseffekte für den regionalen Arbeitsmarkt

Die Bedeutung der Erneuerbaren-Energien-Branche für den jeweiligen regionalen Arbeitsmarkt unterscheidet sich deutlich von der Reihenfolge der absolut generierten Arbeitsplätze. Im Verhältnis zur gesamten Arbeitnehmerzahl des Bundeslandes haben die Erneuerbaren Energien insbesondere für den ostdeutschen Arbeitsmarkt eine hohe Bedeutung. Spitzenreiter ist Sachsen-Anhalt mit über 26 Beschäftigten pro 1.000 Arbeitnehmer vor Brandenburg mit rund 21 Arbeitnehmern pro 1.000. Damit ist in diesen Ländern mehr als jeder 40. bzw. 50. Arbeitsplatz direkt oder indirekt von den Erneuerbaren Energien abhängig. Auf Platz 3 und 5 bei der Bedeutung der Arbeitsplatzeffekte folgen mit Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen weitere ostdeutsche Länder, dazwischen liegt noch Niedersachsen. In Bayern, wo in absoluten Zahlen die meisten Arbeitsplätze geschaffen wurden, haben die Erneuerbaren Energien sogar eine leicht unterdurchschnittliche Bedeutung. Im Durchschnitt ist laut den Ergebnissen der Studie jeder 100. Arbeitsplatz in Deutschland direkt oder indirekt den Erneuerbaren Energien zuzuordnen. 

Zentrale Annahmen und Thesen

Direkte und indirekte Beschäftigungseffekte

Die Studie soll die direkten und indirekten Brutto-Beschäftigungseffekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien untersuchen. Als direkte Beschäftigung definieren die Autoren Arbeitsplätze in den Bereichen Herstellung, Installation, Betrieb und Wartung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Indirekte Effekte entstehen durch die bei der Produktion entstehende Nachfrage nach Vorprodukten sowie durch die Bereitstellung der Brennstoffe für die verschiedenen Bioenergie-Nutzungspfade. Die Autoren berechnen die indirekten Zuliefereffekte durch ...

Direkte und indirekte Beschäftigungseffekte

Die Studie soll die direkten und indirekten Brutto-Beschäftigungseffekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien untersuchen. Als direkte Beschäftigung definieren die Autoren Arbeitsplätze in den Bereichen Herstellung, Installation, Betrieb und Wartung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Indirekte Effekte entstehen durch die bei der Produktion entstehende Nachfrage nach Vorprodukten sowie durch die Bereitstellung der Brennstoffe für die verschiedenen Bioenergie-Nutzungspfade. Die Autoren berechnen die indirekten Zuliefereffekte durch ...

Direkte und indirekte Beschäftigungseffekte

Die Studie soll die direkten und indirekten Brutto-Beschäftigungseffekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien untersuchen. Als direkte Beschäftigung definieren die Autoren Arbeitsplätze in den Bereichen Herstellung, Installation, Betrieb und Wartung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Indirekte Effekte entstehen durch die bei der Produktion entstehende Nachfrage nach Vorprodukten sowie durch die Bereitstellung der Brennstoffe für die verschiedenen Bioenergie-Nutzungspfade. Die Autoren berechnen die indirekten Zuliefereffekte durch detaillierte Input-Output-Modelle, bei denen die einzelnen Produktionsprozesse und deren Nachfragegeneration technologiescharf skizziert werden. Dabei werden nicht nur direkte Erstrundeneffekte, sondern auch Zweit- und Mehrrundeneffekte betrachtet.

Lokalisierung der Beschäftigungseffekte

Für die Lokalisierung der verschiedenen Tätigkeitsbereiche wenden die Autoren unterschiedliche Ansätze an. Eine Unternehmensbefragung liefert für die meisten Technologien empirische Daten zu den Produktionsstandorten und den dort entstandenen Arbeitsplätzen. Die in der Anlagenproduktion anfallenden indirekten Beschäftigungseffekte werden durch Modellierung der Lieferverflechtungen in den einzelnen Teilbereichen berechnet. Dabei gehen die Autoren davon aus, dass Regionen mit hohen Beschäftigtenzahlen und einer starken Wirtschaft auch hohe Arbeitsplatzzahlen in der Erneuerbaren-Energien-Branche aufweisen. Während die industriellen Beziehungen je nach Spezialisierungsgrad der jeweils benötigten Vorprodukte relativ großräumig sein können, kann nach Einschätzung der Autoren bei Installation, Betrieb und Wartung von deutlich regionaleren Beschäftigungseffekten ausgegangen werden, so dass vor allem Gebiete mit hohen installierten Leistungen profitieren. Auch bei der Bereitstellung von Brennstoffen für die verschiedenen Bioenergie-Nutzungsketten gehen die Autoren überwiegend von regional geprägten Verflechtungen aus. Demnach werden die jeweiligen Forst- und Agrarerzeugnisse in der Nähe der Nutzungsorte erzeugt und die installierten Anlagen geben einen Hinweis auf die Stärke der Beschäftigungseffekte. Ausnahmen gebe es bei den großen Heizkraftwerken, die auch überregional Brennstoff beziehen, sowie bei den Biokraftstoffen, da dort die industrielle Weiterverarbeitung an wenigen Standorten innerhalb Deutschlands konzentriert sei und es somit zu weiten Transporten der Biomasse kommen könne. Die Beschäftigungseffekte der Rohstofferzeugung werden daher eher den Regionen zugerechnet, in denen die entsprechenden Ausgangsprodukte (Raps, Zuckerrüben, etc.) angebaut werden. Die Beschäftigungswirkung der Anlagenerrichtung sei bei den meisten Technologien relativ kurzfristig, nur bei Offshore-Windenergie, Wasserkraft und Tiefengeothermie seien pro Projekt Beschäftigungseffekte von deutlich über einem Jahr zu beobachten.

Methodik

Die Vorgehensweise basiert auf der gleichen Methodik wie die Untersuchung aus dem Jahr 2012. Grundlage für die sind die seit 2006 regelmäßig durchgeführten Forschungsvorhaben zu den Brutto-Beschäftigungseffekten der Erneuerbaren Energien auf Bundesebene, zuletzt vom Frühjahr 2013. Kein Untersuchungsgegenstand sind die Nettobeschäftigungseffekte, es erfolgt also keine Abschätzung, inwiefern durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in anderen Bereichen, zum Beispiel in der konventionellen Energiewirtschaft Arbeitsplätze verloren gehen. Eine im Rahmen der Vorläuferstudien durchgeführte ...

Die Vorgehensweise basiert auf der gleichen Methodik wie die Untersuchung aus dem Jahr 2012. Grundlage für die sind die seit 2006 regelmäßig durchgeführten Forschungsvorhaben zu den Brutto-Beschäftigungseffekten der Erneuerbaren Energien auf Bundesebene, zuletzt vom Frühjahr 2013. Kein Untersuchungsgegenstand sind die Nettobeschäftigungseffekte, es erfolgt also keine Abschätzung, inwiefern durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in anderen Bereichen, zum Beispiel in der konventionellen Energiewirtschaft Arbeitsplätze verloren gehen. Eine im Rahmen der Vorläuferstudien durchgeführte ...

Die Vorgehensweise basiert auf der gleichen Methodik wie die Untersuchung aus dem Jahr 2012. Grundlage für die sind die seit 2006 regelmäßig durchgeführten Forschungsvorhaben zu den Brutto-Beschäftigungseffekten der Erneuerbaren Energien auf Bundesebene, zuletzt vom Frühjahr 2013. Kein Untersuchungsgegenstand sind die Nettobeschäftigungseffekte, es erfolgt also keine Abschätzung, inwiefern durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien in anderen Bereichen, zum Beispiel in der konventionellen Energiewirtschaft Arbeitsplätze verloren gehen. Eine im Rahmen der Vorläuferstudien durchgeführte Befragung von 1.220 Unternehmen bietet auch für die Bundesländerebene die empirische Datenbasis zu den Beschäftigtenzahlen sowie zu den wirtschaftlichen Verflechtungen im Hinblick auf Branchen- und regionale Beziehungen. Eine erste Abschätzung der Brutto-Beschäftigungseffekte der Onshore-Windenergie ist im Rahmen eines Pilotkonzepts für eine daten- und modellgestützte Lokalisierung der Bruttobeschäftigung erfolgt. Im Zuge der Anregungen aus einem Expertenworkshop hat das Forschungskonsortium die Berechnungsmethodik weiterentwickelt und auf andere Sparten übertragen. Separate Berechnungen für insgesamt 11 Technologien und 10 Kategorien der Bereitstellung von Brenn‐ und Kraftstoffen berücksichtigen Detailinformationen der jeweiligen Wirtschaftsbereiche. Die Evaluierung der Vorjahresstudie durch das ZSW mittels Vergleich mit bestehenden Zahlen für Baden-Württemberg attestiert den Ergebnissen eine hohe Validität. Neben den neuen Ergebnissen für 2012 sind in der aktuellen Publikation auch die in der Vorjahresstudie für 2011 publizierten Werte einer Revision unterzogen worden, da mit größerem zeitlichen Nachlauf exaktere Daten für die verschiedenen Inputfaktoren bereit stehen.

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