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Entwicklung der Energiemärkte – Energiereferenzprognose

Herausgeber/Institute:

Prognos, ewi, GWS

Datum:

Juli 2014

Autoren:

Michael Schlesinger et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

BMWi

Themenbereiche:

Ökonomie
Politik

Schlagwörter:

Strommarkt, Verkehr, Energieeffizienz, ökonomische Effekte, Strompreis, Energiepreise

Seitenzahl:

583

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie untersucht die als wahrscheinlich erachtete Entwicklung der Energiemärkte in Deutschland bis zum Jahr 2030 und schreibt die Erwartungen der Autoren in einem Trendszenario bis 2050 fort. Die für die Referenzprognose unterstellten Rahmenbedingungen beinhalten dabei bereits verschärfte energie- und klimaschutzpolitische Maßnahmen, die noch nicht verabschiedet sind, mit denen die Autoren aber fest rechnen.
Ein Zielszenario erörtert den zusätzlichen Handlungsbedarf, um die politischen Ziele nach dem Energiekonzept erreichen zu können. Außerdem analysieren die Autoren die gesamtwirtschaftlichen Effekte der betrachteten Szenarien. Sensitivitätsrechnungen betrachten die Auswirkungen unterschiedlicher Preise für fossile Energieträger, andere Kostenentwicklungen bei den Erneuerbaren Energien und die Effekte höherer CO2-Preise.

Zentrale Ergebnisse

Energie- und klimapolitische Ziele werden aller Voraussicht nach verfehlt

In der Referenzprognose bzw. dem Trendszenario werden die Zielsetzungen des Energiekonzepts überwiegend nicht erreicht, obwohl bereits zusätzliche politische Maßnahmen angenommen werden. Dass es der Politik gelingen könnte, bestehende Hemmnisse für den Klimaschutz abzubauen und den energie- und klimapolitischen Zielen Vorrang einzuräumen (Zielszenario), halten die Autoren für ...

Energie- und klimapolitische Ziele werden aller Voraussicht nach verfehlt

In der Referenzprognose bzw. dem Trendszenario werden die Zielsetzungen des Energiekonzepts überwiegend nicht erreicht, obwohl bereits zusätzliche politische Maßnahmen angenommen werden. Dass es der Politik gelingen könnte, bestehende Hemmnisse für den Klimaschutz abzubauen und den energie- und klimapolitischen Zielen Vorrang einzuräumen (Zielszenario), halten die Autoren für ...

Energie- und klimapolitische Ziele werden aller Voraussicht nach verfehlt

In der Referenzprognose bzw. dem Trendszenario werden die Zielsetzungen des Energiekonzepts überwiegend nicht erreicht, obwohl bereits zusätzliche politische Maßnahmen angenommen werden. Dass es der Politik gelingen könnte, bestehende Hemmnisse für den Klimaschutz abzubauen und den energie- und klimapolitischen Zielen Vorrang einzuräumen (Zielszenario), halten die Autoren für unwahrscheinlich.
Gleichzeitig zeige die ökonomische Analyse jedoch, dass verstärkte Anstrengungen zur Erreichung der klima- und energiepolitischen Ziele mittelfristig wirtschaftlich zu verkraften und langfristig eher vorteilhaft wären.

Entwicklung der Erneuerbaren Energien und der fossilen Stromerzeugung

Die Nutzung der Erneuerbaren Energien, insbesondere von Windenergie und Photovoltaik wird den Erwartungen der Autoren zufolge weiter voranschreiten. Biomasse bleibe auch langfristig der wichtigste erneuerbare Energieträger. Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Stromverbrauch steigt im Trendszenario auf 41 Prozent bis 2020 bzw. 64 Prozent bis 2050. Kurzfristig entspreche die erwartete Entwicklung damit dem politisch angestrebten Ziel, langfristig bestehe noch Handlungsbedarf. Im Zielszenario fällt der Anteil des Stroms aus Erneuerbaren Energien naturgemäß höher aus, bis 2050 könnten demnach 79 Prozent am Bruttostromverbrauch erreicht werden.
Beim Bruttoendenergieverbrauch erwarten die Autoren 22 bis 24 Prozent Anteil der Erneuerbaren Energien bis 2020 und damit eine klare Überschreitung des angestrebten Wertes von 18 Prozent. Der langfristige Zielwert von 60 Prozent Anteil Erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch im Jahr 2050 wird im Trendszenario mit 39 Prozent deutlich verfehlt und selbst im Zielszenario mit 58 Prozent nur annähernd erreicht.
Trotz des Wachstums bei den Erneuerbaren Energien stellten die fossilen Brennstoffe auch längerfristig die Basis der Versorgung. Die Autoren erwarten in der Referenzprognose bis 2030 praktisch keinen Rückgang bei der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle. Selbst im Zielszenario würde die Strommenge aus Braunkohle nur um ein Viertel zurückgehen, die der Steinkohle allerdings um 70 Prozent. Erst langfristig sorgten hohe CO2-Zertifikatspreise für einen verhältnismäßig höheren Stellenwert von Erdgas.

Entwicklung des Energieverbrauchs in Deutschland

In allen Szenarien verringern sich im Betrachtungszeitraum sowohl der Primärenergieverbrauch, als auch der Endenergieverbrauch, während die Energieproduktivität deutlich steigt. Die effizientere Energienutzung bezeichnen die Autoren als wesentliche Voraussetzung, um die energie- und klimapolitischen Ziele zu erreichen. Daher gehen die Autoren im Zielszenario für das Jahr 2050 von einem fast 20 Prozent geringeren Primär- und Endenergieverbrauch aus als in der Trendentwicklung. Hierfür seien bislang ungenutzte und zum Teil wirtschaftliche Einsparpotenziale zu erschließen. Erforderlich seien zudem die Neu- und Weiterentwicklung von Effizienztechnologien sowie erneuerbaren Energietechnologien.

Treibhausgasminderung fällt zu gering aus

Obwohl die Studie verschärfte klimapolitische Maßnahmen unterstellt, wird das Ziel von 40 Prozent Treibhausgasminderung bis 2020 gegenüber dem Niveau von 1990 verfehlt. Die Autoren kommen in ihren Berechnungen auf eine Minderung von 36 Prozent. Die Trendfortschreibung bis 2050 ergibt eine Minderung von 65 Prozent im Vergleich zur angestrebten Minderung von mindestens 80 Prozent.
Um weitergehende Reduktionen zu erreichen, müsse vor allem die Stromerzeugung in CO2-intensiven Kraftwerken weiter reduziert werden. Höhere CO2-Preise wären eine wirksame Stellschraube für mehr Klimaschutz, wie die Sensitivitätsrechnung zeige.

Zentrale Annahmen und Thesen

Eine zentrale Grundlage für die Energieprognose sind Annahmen zur allgemeinen ökonomischen und demografischen Entwicklung. Dazu gehören ein Wirtschaftswachstum von jährlich einem Prozent, eine rückläufige Bevölkerungszahl und steigende Preise für fossile Brennstoffe.
Die Annahme einer verschärften Klimaschutzpolitik führt dazu, dass die CO2-Preise langfristig stark steigen auf 40 Euro2011 im Jahr 2030 und 76 Euro2011 im Jahr 2050. Für die nicht vom Emissionshandel umfassten Haushalte und Unternehmen werden ab 2020 CO2-Zuschläge unterstellt.
Vor allem für Windenergie- und Photovoltaikanlagen ...

Eine zentrale Grundlage für die Energieprognose sind Annahmen zur allgemeinen ökonomischen und demografischen Entwicklung. Dazu gehören ein Wirtschaftswachstum von jährlich einem Prozent, eine rückläufige Bevölkerungszahl und steigende Preise für fossile Brennstoffe.
Die Annahme einer verschärften Klimaschutzpolitik führt dazu, dass die CO2-Preise langfristig stark steigen auf 40 Euro2011 im Jahr 2030 und 76 Euro2011 im Jahr 2050. Für die nicht vom Emissionshandel umfassten Haushalte und Unternehmen werden ab 2020 CO2-Zuschläge unterstellt.
Vor allem für Windenergie- und Photovoltaikanlagen ...

Eine zentrale Grundlage für die Energieprognose sind Annahmen zur allgemeinen ökonomischen und demografischen Entwicklung. Dazu gehören ein Wirtschaftswachstum von jährlich einem Prozent, eine rückläufige Bevölkerungszahl und steigende Preise für fossile Brennstoffe.
Die Annahme einer verschärften Klimaschutzpolitik führt dazu, dass die CO2-Preise langfristig stark steigen auf 40 Euro2011 im Jahr 2030 und 76 Euro2011 im Jahr 2050. Für die nicht vom Emissionshandel umfassten Haushalte und Unternehmen werden ab 2020 CO2-Zuschläge unterstellt.
Vor allem für Windenergie- und Photovoltaikanlagen werden weitere Kostensenkungen durch Lern- und Skaleneffekte angenommen.

Methodik

In ihrer Energiereferenzprognose schätzen die Autoren auf Basis der aktuellen relevanten ökonomischen Rahmendaten die wahrscheinliche energiewirtschaftliche Entwicklung bis 2030 ab. Dabei werden bereit eine gegenüber dem Status Quo verschärfte Energie- und Klimaschutzpolitik und deren Umsetzungshemmnisse berücksichtigt. Den weiteren Entwicklungstrend bis 2050 skizzieren sie im Trendszenario. Darüber hinaus beinhaltet die Studie ein Zielszenario im Hinblick auf die Erreichung der im Energiekonzept festgelegten politischen Zielsetzungen und mehrere Sensitivitätsrechnungen.
Die ...

In ihrer Energiereferenzprognose schätzen die Autoren auf Basis der aktuellen relevanten ökonomischen Rahmendaten die wahrscheinliche energiewirtschaftliche Entwicklung bis 2030 ab. Dabei werden bereit eine gegenüber dem Status Quo verschärfte Energie- und Klimaschutzpolitik und deren Umsetzungshemmnisse berücksichtigt. Den weiteren Entwicklungstrend bis 2050 skizzieren sie im Trendszenario. Darüber hinaus beinhaltet die Studie ein Zielszenario im Hinblick auf die Erreichung der im Energiekonzept festgelegten politischen Zielsetzungen und mehrere Sensitivitätsrechnungen.
Die ...

In ihrer Energiereferenzprognose schätzen die Autoren auf Basis der aktuellen relevanten ökonomischen Rahmendaten die wahrscheinliche energiewirtschaftliche Entwicklung bis 2030 ab. Dabei werden bereit eine gegenüber dem Status Quo verschärfte Energie- und Klimaschutzpolitik und deren Umsetzungshemmnisse berücksichtigt. Den weiteren Entwicklungstrend bis 2050 skizzieren sie im Trendszenario. Darüber hinaus beinhaltet die Studie ein Zielszenario im Hinblick auf die Erreichung der im Energiekonzept festgelegten politischen Zielsetzungen und mehrere Sensitivitätsrechnungen.
Die Energiereferenzprognose basiert auf einer Bestandsanalyse der nationalen und internationalen energiewirtschaftlichen Entwicklung von 1990 bis 2011. Im Zentrum stehen dabei die Energiemärkte und –preise, strukturelle Veränderungen im Stromsektor, Energieeffizienzpotenziale und technologische Entwicklungen in den Bereichen Energieverbrauch und Energieumwandlung.
Für die Studie haben die beauftragten Institute Fachgespräche mit Experten aus Ministerien, Behörden und Verbänden geführt und die dabei erhaltenen Informationen verarbeitet. Zudem wurde die Studie durch einen Projektbeirat begleitet.

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