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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Einzel- und gesamtwirtschaftliche Analyse von Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien im deutschen Strom- und Wärmemarkt. Update der quantifizierten Kosten- und Nutzenwirkungen für 2010

Herausgeber/Institute:

IZES, Fraunhofer ISI, DIW, GWS

Datum:

Juni 2011

Autoren:

Barbara Breitschopf et al.

Art der Veröffentlichung:

Studie

Auftraggeber/Förderer:

BMU

Themenbereiche:

Ökonomie
Umwelt + Soziales

Schlagwörter:

ökonomische Effekte, Akzeptanz

Seitenzahl:

28

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie ist Teil eines umfangreichen Vorhabens zur Analyse der Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien (EE) im Strom- und Wärmesektor. Das Ziel ist die Entwicklung eines Ansatzes für die Zusammenschau der diversen Wirkungen, die durch den Ausbau Erneuerbarer Energien hervorgerufen werden. Diese sollen in einen Analysebereich eingeordnet werden. Somit hat die Studie den Anspruch, eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für eine erste umfassende, teilweise auch monetäre Bewertung dieses Themas zu erarbeiten.

Zentrale Ergebnisse

Anmerkung: kursiv, falls Daten im Zuge des Updates vom 30.6.2011 aktualisiert bzw. für das Jahr 2010 berechnet wurden.

Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte

Kosten

Differenzkosten Strom 

2008: 4,3 Mrd. EUR

2009: 5,6 Mrd. EUR

2010: 8,1 Mrd. EUR

 

Regel-, Ausgleichsenergie

2008: 0,6 Mrd. EUR

2009: 0,46 Mrd. EUR

2010: 0,39 Mrd. EUR

 

Netzausbau 

2008: 0,04 Mrd. EUR

2009: 0,05 Mrd. EUR

2010: 0,06 Mrd. EUR

 

Transaktionskosten

2008: 0,03 Mrd. EUR

2009: 0,03 Mrd. EUR ...

Anmerkung: kursiv, falls Daten im Zuge des Updates vom 30.6.2011 aktualisiert bzw. für das Jahr 2010 berechnet wurden.

Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte

Kosten

Differenzkosten Strom 

2008: 4,3 Mrd. EUR

2009: 5,6 Mrd. EUR

2010: 8,1 Mrd. EUR

 

Regel-, Ausgleichsenergie

2008: 0,6 Mrd. EUR

2009: 0,46 Mrd. EUR

2010: 0,39 Mrd. EUR

 

Netzausbau 

2008: 0,04 Mrd. EUR

2009: 0,05 Mrd. EUR

2010: 0,06 Mrd. EUR

 

Transaktionskosten

2008: 0,03 Mrd. EUR

2009: 0,03 Mrd. EUR ...

Anmerkung: kursiv, falls Daten im Zuge des Updates vom 30.6.2011 aktualisiert bzw. für das Jahr 2010 berechnet wurden.

Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte

Kosten

Differenzkosten Strom 

2008: 4,3 Mrd. EUR

2009: 5,6 Mrd. EUR

2010: 8,1 Mrd. EUR

 

Regel-, Ausgleichsenergie

2008: 0,6 Mrd. EUR

2009: 0,46 Mrd. EUR

2010: 0,39 Mrd. EUR

 

Netzausbau 

2008: 0,04 Mrd. EUR

2009: 0,05 Mrd. EUR

2010: 0,06 Mrd. EUR

 

Transaktionskosten

2008: 0,03 Mrd. EUR

2009: 0,03 Mrd. EUR

2010: 0,27 Mrd. EUR

 

Summe Strom

2008: 5 Mrd. EUR

2009: ca. 6 Mrd. EUR 

2010: 8,6 Mrd. EUR

 

Differenzkosten Wärme

2008: 1,0 Mrd. EUR

2009: 1,5 Mrd. EUR

2010: 1,7 Mrd. EUR

 

Kosten Strom und Wärme gesamt

2008: 6 Mrd. EUR

2009: rund 7,5 Mrd. EUR

2010: 10,1 Mrd. EUR

 

Nutzen

Vermiedene Umweltschäden durch EE-Strom

2008: 5,9 Mrd. EUR

2009: 5,7 Mrd.EUR

2010: 5,8 Mrd. EUR

 

Vermiedene Umweltschäden durch EE-Wärme

2008: 2 Mrd. EUR

2009: 2,3 Mrd. EUR

2010: 2,6 Mrd. EUR

 

Nutzen Strom und Wärme gesamt

2008: 7,9 Mrd. EUR

2009: 8,0 Mrd. EUR

2010: 8,4 Mrd. EUR

 

Makroökonomische und sonstige Effekte (Auswahl)

Umsatz der Hersteller von Anlagen

2008: 19,7 Mrd. EUR

2009: 21,2 Mrd. EUR

2010: 25,3 Mrd. EUR

 

Beschäftigung (direkt und indirekt Beschäftigte)

2008: 322.100

2009: 339.500

2010: 367.400

 

Vermiedene Energieimporte (EE-gesamt)

2008: 7,2 Mrd. EUR (Netto: 6,6 Mrd. EUR)

2009: 6,2 Mrd. EUR (Netto: 5,7 Mrd. EUR)

2010: 6,7 Mrd. EUR (Netto: 5,8 Mrd. EUR)

Der Merit-Order Effekt betrug im Jahr 2009 rund 3,1 Mrd. Euro. Die stromintensive Industrie kann von dieser strompreisdämpfenden Wirkung der Erneuerbaren Energien profitieren, da sie nur eine begrenzte EEG-Umlage zahlt.

Zentrale Annahmen und Thesen

Laut der Autoren der Studie ist nur durch die Gegenüberstellung der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkung eine monetäre Bewertung des Ausbaus Erneuerbarer Energien möglich. Neben dieser Kostenberechnung gäbe es jedoch noch weitere positive Effekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien, die allerdings schwer zu quantifizieren sind: Spill-Over-Effekte von Politik, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, technische Entwicklungen, erhöhte ...

Laut der Autoren der Studie ist nur durch die Gegenüberstellung der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkung eine monetäre Bewertung des Ausbaus Erneuerbarer Energien möglich. Neben dieser Kostenberechnung gäbe es jedoch noch weitere positive Effekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien, die allerdings schwer zu quantifizieren sind: Spill-Over-Effekte von Politik, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, technische Entwicklungen, erhöhte ...

Laut der Autoren der Studie ist nur durch die Gegenüberstellung der systemanalytischen Kosten- und Nutzenwirkung eine monetäre Bewertung des Ausbaus Erneuerbarer Energien möglich. Neben dieser Kostenberechnung gäbe es jedoch noch weitere positive Effekte durch den Ausbau Erneuerbarer Energien, die allerdings schwer zu quantifizieren sind: Spill-Over-Effekte von Politik, Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, technische Entwicklungen, erhöhte Versorgungssicherheit, vermindertes nukleares Risiko. Gesamtwirtschaftlich seien aufgrund der Fülle positiver Effekte von einer positiven Nettobilanz des Ausbaus der EE auszugehen. Grund hierfür sei auch die anhaltend gute Positionierung deutscher Unternehmen auf dem Leitmarkt mit einhergehenden Exporterfolgen sowie hohen Beschäftigungs- und Umsatzzahlen.

Welche Akteure in welchem Umfang be- bzw. entlastet werden, kann nicht vollständig erfasst werden. Bezüglich des Merit-Order Effekts wird jedoch angenommen, dass die stromintensive Industrie zu den Netto-Profiteuren gehört. 

 

Methodik

Die Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien werden in einen konzeptionellen Rahmen eingeordnet. Dieser soll eine Gesamtbetrachtung der Effekte ohne Doppelzählungen oder Lücken ermöglichen. Hierfür werden die Kosten- und Nutzeneffekte in drei Kategorien eingeteilt. Ein quantitativer Vergleich einzelner Werte ist grundsätzlich nur innerhalb einer dieser Wirkungskategorien möglich. 

  • Die „Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte“ umfassen die direkten und indirekten Systemkosten (u.a. Differenzkosten, Regelenergiekosten, Netzausbaukosten) und die Nutzenseite des EE-Ausbaus ...

Die Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien werden in einen konzeptionellen Rahmen eingeordnet. Dieser soll eine Gesamtbetrachtung der Effekte ohne Doppelzählungen oder Lücken ermöglichen. Hierfür werden die Kosten- und Nutzeneffekte in drei Kategorien eingeteilt. Ein quantitativer Vergleich einzelner Werte ist grundsätzlich nur innerhalb einer dieser Wirkungskategorien möglich. 

  • Die „Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte“ umfassen die direkten und indirekten Systemkosten (u.a. Differenzkosten, Regelenergiekosten, Netzausbaukosten) und die Nutzenseite des EE-Ausbaus ...

Die Kosten- und Nutzenwirkungen des Ausbaus Erneuerbarer Energien werden in einen konzeptionellen Rahmen eingeordnet. Dieser soll eine Gesamtbetrachtung der Effekte ohne Doppelzählungen oder Lücken ermöglichen. Hierfür werden die Kosten- und Nutzeneffekte in drei Kategorien eingeteilt. Ein quantitativer Vergleich einzelner Werte ist grundsätzlich nur innerhalb einer dieser Wirkungskategorien möglich. 

  • Die „Systemanalytische Kosten- und Nutzenaspekte“ umfassen die direkten und indirekten Systemkosten (u.a. Differenzkosten, Regelenergiekosten, Netzausbaukosten) und die Nutzenseite des EE-Ausbaus (vermiedene Umweltschäden).
  • Die „Verteilungswirkungen“ versuchen zu quantifizieren, in welchem Maße Wirtschaftsakteure oder Gruppen durch die Förderung des EE-Ausbaus belastet oder entlastet werden.
  • Die „Makroökonomischen Effekte“ weisen auf gesamtwirtschaftlicher Ebene Nutzenwirkungen wie vermiedene Energieimporte und Beschäftigung aus.

Der Analysehorizont der Studie umfasst dabei zunächst die Jahre 2007 und teilweise 2008. Ein Studienupdate vom 30. Juni 2011 ergänzt die Ergebnisse bis zum Jahr 2010.

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