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Die Energiewende im Stromsektor: Stand der Dinge 2018. Rückblick auf die wesentlichen Entwicklungen sowie Ausblick auf 2019

Herausgeber/Institute:

Agora Energiewende

Datum:

Januar 2019

Autoren:

keine Angabe

Art der Veröffentlichung:

Studie

Themenbereiche:

Politik
Energiesysteme

Schlagwörter:

Strommarkt, Windenergie, Treibhausgase, Klimaschutz

Seitenzahl:

74

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Veröffentlichung beinhaltet eine Analyse der Entwicklungen im deutschen Stromsektor im Jahr 2018 und einen Ausblick auf 2019. 

Zentrale Ergebnisse

Im Jahr 2018 erzeugten die Erneuerbaren Energien in Deutschland 12,4 Milliarden Kilowattstunden mehr Strom als 2017. Ihr Anteil am Stromverbrauch wuchs damit auf 38,2 Prozent. Der Zugewinn beruhte vor allem auf der Photovoltaik, die wegen des überdurchschnittlich sonnigen Jahres und einem stärkeren Anlagenzubau hohe Erträge lieferte. Demgegenüber verzeichnete die Windenergie einen starken Einbruch beim Anlagenzubau und eine geringere Stromerzeugung als im Vorjahr.
Die Höhe der Zuschläge bei den Ausschreibungen für Strom aus neuen Windenergie- und Photovoltaikanlagen fiel höher aus als in den ...

Im Jahr 2018 erzeugten die Erneuerbaren Energien in Deutschland 12,4 Milliarden Kilowattstunden mehr Strom als 2017. Ihr Anteil am Stromverbrauch wuchs damit auf 38,2 Prozent. Der Zugewinn beruhte vor allem auf der Photovoltaik, die wegen des überdurchschnittlich sonnigen Jahres und einem stärkeren Anlagenzubau hohe Erträge lieferte. Demgegenüber verzeichnete die Windenergie einen starken Einbruch beim Anlagenzubau und eine geringere Stromerzeugung als im Vorjahr.
Die Höhe der Zuschläge bei den Ausschreibungen für Strom aus neuen Windenergie- und Photovoltaikanlagen fiel höher aus als in den ...

Im Jahr 2018 erzeugten die Erneuerbaren Energien in Deutschland 12,4 Milliarden Kilowattstunden mehr Strom als 2017. Ihr Anteil am Stromverbrauch wuchs damit auf 38,2 Prozent. Der Zugewinn beruhte vor allem auf der Photovoltaik, die wegen des überdurchschnittlich sonnigen Jahres und einem stärkeren Anlagenzubau hohe Erträge lieferte. Demgegenüber verzeichnete die Windenergie einen starken Einbruch beim Anlagenzubau und eine geringere Stromerzeugung als im Vorjahr.
Die Höhe der Zuschläge bei den Ausschreibungen für Strom aus neuen Windenergie- und Photovoltaikanlagen fiel höher aus als in den vergangenen Jahren. Der Ausbau der Stromleitungen ging weiterhin nur schleppend voran.
Der Kohlendioxidausstoß ging um fast sechs Prozent zurück, was der Analyse zufolge vor allem am warmen Winter, einer geringeren Stromerzeugung aus Steinkohle und einem Produktionsrückgang bei einigen energieintensiven Industrien gelegen habe. 

Zentrale Annahmen und Thesen

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2020 und 2030 zu erreichen, müsse der Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich beschleunigt werden. Die Energieeffizienzziele für 2020 seien kaum erreichbar, ebenso werde das Klimaschutzziel für 2020 aus heutiger Sicht deutlich verfehlt.
Der Kohlendioxidausstoß Deutschlands sei zwar 2018 um über 50 Millionen Tonnen gesunken, könne aber schnell wieder steigen, da die Ursache nicht in einer aktiven Klimaschutzpolitik zu sehen sei, sondern in der milden Witterung, einem leicht gesunkenen Produktionsniveau in der energieintensiven Industrie sowie ...

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2020 und 2030 zu erreichen, müsse der Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich beschleunigt werden. Die Energieeffizienzziele für 2020 seien kaum erreichbar, ebenso werde das Klimaschutzziel für 2020 aus heutiger Sicht deutlich verfehlt.
Der Kohlendioxidausstoß Deutschlands sei zwar 2018 um über 50 Millionen Tonnen gesunken, könne aber schnell wieder steigen, da die Ursache nicht in einer aktiven Klimaschutzpolitik zu sehen sei, sondern in der milden Witterung, einem leicht gesunkenen Produktionsniveau in der energieintensiven Industrie sowie ...

Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung für 2020 und 2030 zu erreichen, müsse der Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich beschleunigt werden. Die Energieeffizienzziele für 2020 seien kaum erreichbar, ebenso werde das Klimaschutzziel für 2020 aus heutiger Sicht deutlich verfehlt.
Der Kohlendioxidausstoß Deutschlands sei zwar 2018 um über 50 Millionen Tonnen gesunken, könne aber schnell wieder steigen, da die Ursache nicht in einer aktiven Klimaschutzpolitik zu sehen sei, sondern in der milden Witterung, einem leicht gesunkenen Produktionsniveau in der energieintensiven Industrie sowie einem zeitweilig gestiegenen Ölpreis.
Der Rückgang der Stromerzeugung aus Steinkohle sei vor allem auf gestiegene CO2-Preise zurückzuführen. Politischen Handlungsbedarf sehen die Autoren unter anderem bezüglich der Akzeptanz von Windenergieanlagen und des Baus von Stromleitungen. 

Methodik

Die Analyse wertet umfangreiche aktuelle Daten zu Energieverbrauch, Erzeugung und Handel aus mit einem Fokus auf den Strommarkt. Darüber hinaus werfen die Autoren einen Blick auf die gesamten Kohlendioxidemissionen, CO2- und Brennstoffpreise.

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