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Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2011 - eine erste Abschätzung -

Herausgeber/Institute:

DLR, DIW, ZSW, GWS, Prognos

Datum:

März 2012

Autoren:

Marlene O'Sullivan et al.

Art der Veröffentlichung:

Forschungsbericht

Auftraggeber/Förderer:

BMU

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

ökonomische Effekte, Arbeitsplätze, Investitionen

Seitenzahl:

17

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Zielsetzung und Fragestellung

Die Studie stellt die wesentlichen Entwicklungen in der Branche der Erneuerbaren Energien (EE-Branche) in Deutschland im Jahr 2011 dar und schätzt die der Branche zuzurechnenden Bruttobeschäftigungseffekte ab. Sie ist damit die aktuelle Ergänzung der seit 2006 im Auftrag des Bundesumweltministeriums jährlich erstellten Kurzanalyse der Arbeitsplatzzahlen in der EE-Branche.

Zentrale Ergebnisse

Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien im Jahr 2011 bei 381.600 Personen

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland beliefen sich im Jahr 2011 auf insgesamt 22,9 Milliarden Euro (Mrd. €), wovon 15 Mrd. € bzw. 65,5 % auf die Photovoltaik entfielen. Trotz eines starken Anlagenzubaus gingen die ...

Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien im Jahr 2011 bei 381.600 Personen

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland beliefen sich im Jahr 2011 auf insgesamt 22,9 Milliarden Euro (Mrd. €), wovon 15 Mrd. € bzw. 65,5 % auf die Photovoltaik entfielen. Trotz eines starken Anlagenzubaus gingen die ...

Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien im Jahr 2011 bei 381.600 Personen

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland beliefen sich im Jahr 2011 auf insgesamt 22,9 Milliarden Euro (Mrd. €), wovon 15 Mrd. € bzw. 65,5 % auf die Photovoltaik entfielen. Trotz eines starken Anlagenzubaus gingen die Gesamtinvestitionen damit zurück. Ursache dafür ist der starke Preisrückgang bei der Photovoltaik. Der Umsatz durch die Herstellung von Anlagen und Komponenten in Deutschland entsprach mit insgesamt rund 25 Mrd. € etwa dem Vorjahresniveau. Rund 242.000 Personen waren im Jahr 2011 mit der Herstellung von Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien beschäftigt, drei Prozent mehr als 2010.

Im Bereich Betrieb und Wartung waren etwa 75.800 Personen tätig, 8 % mehr als im Vorjahr. Berücksichtigt man die Beschäftigten im Bereich Biomasse für die Bereitstellung von Brenn- und Kraftstoffen, so kommen weitere ca. 54.200 Personen hinzu, wobei dieser Wert drei Prozent geringer ausfällt als 2010. Rund 9.600 Beschäftigte waren dem Sektor zuzuordnen, der durch öffentliche und gemeinnützige Mittel ausgelöst wurde, 28 % mehr als im Vorjahr.

Insgesamt umfasste die Bruttobeschäftigung in der EE-Branche in Deutschland im Jahr 2011 rund 381.600 Personen. Etwa 74 % (274.800 Personen) waren im Bereich Installation und Nutzung von Anlagen für die Stromerzeugung tätig, rund 20 % arbeiteten im Bereich Wärmeerzeugung, die übrigen 6 % in der Erzeugung von Biokraftstoffen. Die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) induzierte Beschäftigungswirkung macht rund 276.500 Personen aus.

Ausblick

Der massive Preisverfall von PV-Anlagen hat viele Unternehmen in Schwierigkeiten gebracht und Entlassungen, Insolvenzen und negative Jahresergebnisse zur Folge. Auf längere Sicht hat die PV-Industrie jedoch unter günstigen Rahmenbedingungen und bei richtigen Entscheidungen gute Chancen, denn durch die fallenden Preise werden PV-Anlagen zunehmend unabhängig von der internationalen Förderpolitik. Abhängig vom jeweiligen Strompreisniveau ist die Netzparität des PV-Stroms bereits erreicht. Zum Zeitpunkt der Erarbeitung der Studie ist der Photovoltaik-Markt in Deutschland allerdings verunsichert. Der in den meisten Projektionen vorgesehene Rückgang des heimischen PV-Marktes wirkt sich vor allem auf die Installations- und Planungsbetriebe aus, die im Wesentlichen national arbeiten. Für die Hersteller ist die weitere Entwicklung der internationalen Märkte von hoher Bedeutung, wobei ein attraktiver Heimatmarkt für die Branchenentwicklung nicht unterschätzt werden darf.

Vertreter der Biogasbranche rechnen für 2012 aufgrund der Änderungen im EEG auch mit einem deutlichen Rückgang der Installationen in Deutschland. Auch das begrenzte Biomassepotenzial setzt dem heimischen Markt mittelfristig Grenzen, wobei noch nicht absehbar ist, ob sich das durch einen höheren Auslandsabsatz kompensieren lässt.

Für die Windbranche sind die Aussichten für das Jahr 2012 positiv dank neuer Ausbaubestrebungen in den südlichen Bundesländern und zunehmender Aktivitäten bei der Offshore-Windenergie. Noch unklar sind eventuelle Auswirkungen der weltweiten Konjunkturentwicklungen und der Probleme in der Eurozone. Weiterhin halten die Autoren es für möglich, dass bis zum Jahr 2030 500.000 bis 600.000 Menschen im Bereich Erneuerbare Energien in Deutschland arbeiten.

Zentrale Annahmen und Thesen

Eine zentrale Annahme ist, dass sich die Beschäftigtenzahlen auf Basis der Input-Output-Analyse berechnen lassen. Eine Grundlage für die Abschätzung der Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien sind die Umsätze der in Deutschland ansässigen Unternehmen, die Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) herstellen. Hierfür sind die inländischen Investitionen und die ausländische Nachfrage, die in Deutschland wirksam wird, relevant. Die zugrundegelegten Investitionsvolumina entsprechen den vorläufigen Ergebnissen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien vom März 2012. Weiterhin gehen die Autoren ...

Eine zentrale Annahme ist, dass sich die Beschäftigtenzahlen auf Basis der Input-Output-Analyse berechnen lassen. Eine Grundlage für die Abschätzung der Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien sind die Umsätze der in Deutschland ansässigen Unternehmen, die Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) herstellen. Hierfür sind die inländischen Investitionen und die ausländische Nachfrage, die in Deutschland wirksam wird, relevant. Die zugrundegelegten Investitionsvolumina entsprechen den vorläufigen Ergebnissen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien vom März 2012. Weiterhin gehen die Autoren ...

Eine zentrale Annahme ist, dass sich die Beschäftigtenzahlen auf Basis der Input-Output-Analyse berechnen lassen. Eine Grundlage für die Abschätzung der Bruttobeschäftigung durch Erneuerbare Energien sind die Umsätze der in Deutschland ansässigen Unternehmen, die Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) herstellen. Hierfür sind die inländischen Investitionen und die ausländische Nachfrage, die in Deutschland wirksam wird, relevant. Die zugrundegelegten Investitionsvolumina entsprechen den vorläufigen Ergebnissen der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien vom März 2012. Weiterhin gehen die Autoren davon aus, dass sich die Betriebskosten (ohne Brennstoffkosten) als jährlich prozentuale Anteile der Investitionen des Anlagenbestands errechnen lassen.

Methodik

Für die Abschätzung der Bruttobeschäftigung ermitteln die Autoren zuerst die Umsätze der in Deutschland ansässigen Hersteller von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen). Dies geschieht anhand der in Deutschland getätigten Investitionen sowie Abschätzungen zum Außenhandel im Jahr 2011. Die Bruttobeschäftigung wird dann anhand der Input-Output-Analyse berechnet. Basis dafür sind die Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundeamtes sowie technologiescharfe Vektoren für die EE-Branche, die für das Forschungsvorhaben "Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren ...

Für die Abschätzung der Bruttobeschäftigung ermitteln die Autoren zuerst die Umsätze der in Deutschland ansässigen Hersteller von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen). Dies geschieht anhand der in Deutschland getätigten Investitionen sowie Abschätzungen zum Außenhandel im Jahr 2011. Die Bruttobeschäftigung wird dann anhand der Input-Output-Analyse berechnet. Basis dafür sind die Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundeamtes sowie technologiescharfe Vektoren für die EE-Branche, die für das Forschungsvorhaben "Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren ...

Für die Abschätzung der Bruttobeschäftigung ermitteln die Autoren zuerst die Umsätze der in Deutschland ansässigen Hersteller von Erneuerbaren-Energien-Anlagen (EE-Anlagen). Dies geschieht anhand der in Deutschland getätigten Investitionen sowie Abschätzungen zum Außenhandel im Jahr 2011. Die Bruttobeschäftigung wird dann anhand der Input-Output-Analyse berechnet. Basis dafür sind die Input-Output-Tabelle des Statistischen Bundeamtes sowie technologiescharfe Vektoren für die EE-Branche, die für das Forschungsvorhaben "Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt“ entwickelt wurden.

Für die Abschätzung der Beschäftigtenzahlen in den Bereichen Betrieb und Wartung von EE-Anlagen wenden die Autoren eine vergleichbare Methodik an. Grundlage sind hier die jährlichen Betriebskosten (mit Ausnahme von Brennstoffkosten) in Form prozentualer Anteile an den Investitionen des Anlagenbestandes.

Der Input‐Output‐Ansatz wird auch für die Berechnung der Beschäftigung aus der Bereitstellung von biogenen Brenn‐und Kraftstoffen angewandt. Nicht berücksichtigt wird die Beschäftigtenzahl bei deutschen Unternehmen, die Anlagen zur Produktion von EE-Anlagen herstellen.

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