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Bruttobeschäftigung durch erneuerbare Energien in Deutschland im Jahr 2010 - eine erste Abschätzung

Herausgeber/Institute:

DLR, DIW, ZSW, GWS

Datum:

März 2011

Autoren:

Marlene O'Sullivan et al.

Art der Veröffentlichung:

Projektbericht

Auftraggeber/Förderer:

BMU

Themenbereiche:

Ökonomie

Schlagwörter:

ökonomische Effekte, Arbeitsplätze, Energiepreise, Exporte, Investitionen, Wertschöpfung

Seitenzahl:

13

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Zielsetzung und Fragestellung

In einer ersten Abschätzung werden die Bruttobeschäftigtenzahlen der Erneuerbaren-Energien-Branche (EE-Branche) für das Jahr 2010 ermittelt. Die seit 2006 vorausgehenden Ergebnisse der Arbeitsplatzzahlen in der Erneuerbaren Energien Branche werden somit fortgeführt und um eine aktuelle Entwicklung ergänzt.

Zentrale Ergebnisse

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland betrugen im Jahr 2010 etwa 26,57 Mrd. € und lagen um 28 % über denen des Jahres 2009. 19,5 Mrd. € (73,4 %) wurden in die Photovoltaik investiert. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz mit Anlagen und Komponenten in Deutschland produzierender Hersteller 25,32 Mrd. €, das sind rund 20 % mehr als im Jahr zuvor.

Die Bruttobeschäftigung, die hieraus resultiert, beträgt etwa 234.100 Personen und ...

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland betrugen im Jahr 2010 etwa 26,57 Mrd. € und lagen um 28 % über denen des Jahres 2009. 19,5 Mrd. € (73,4 %) wurden in die Photovoltaik investiert. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz mit Anlagen und Komponenten in Deutschland produzierender Hersteller 25,32 Mrd. €, das sind rund 20 % mehr als im Jahr zuvor.

Die Bruttobeschäftigung, die hieraus resultiert, beträgt etwa 234.100 Personen und ...

Die Investitionen in Anlagen zur Nutzung Erneuerbarer Energien in Deutschland betrugen im Jahr 2010 etwa 26,57 Mrd. € und lagen um 28 % über denen des Jahres 2009. 19,5 Mrd. € (73,4 %) wurden in die Photovoltaik investiert. Im Jahr 2010 betrug der Umsatz mit Anlagen und Komponenten in Deutschland produzierender Hersteller 25,32 Mrd. €, das sind rund 20 % mehr als im Jahr zuvor.

Die Bruttobeschäftigung, die hieraus resultiert, beträgt etwa 234.100 Personen und ist damit gegenüber 2009 um 12 % gestiegen. Die Beschäftigung, die auf den Betrieb sowie die Wartung der bestehenden Anlagen zurückzuführen ist, betrug im Jahr 2010 insgesamt 70.100 Personen. Zusätzlich zu Betrieb und Wartung der Anlagen ist im Bereich der Biomasse die Bereitstellung von Brenn‐und Kraftstoffen zu berücksichtigen. Diese lag im vergangenen Jahr bei rund  55.700 Personen. Die Beschäftigung, die 2010 insgesamt durch öffentliche und gemeinnützige Mittel ausgelöst wurde, belief sich auf rund 7.500 Personen.

Insgesamt waren im Jahr 2010 rund 367.400 Personen in der Erneuerbaren-Energien-Branche tätig. Etwa 73,4 % (264.100 Personen) der Beschäftigten arbeiteten im Bereich der Installation sowie der Nutzung von Anlagen zur Stromerzeugung, etwa 20,2 % (72.700 Personen) im Bereich der Wärmeerzeugung und die restlichen 6,4 % im Bereich der Biokraftstofferzeugung.

Die Beschäftigung, die auf die Wirkung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zurückgeführt werden kann, belief sich 2010 auf rund 262.100 Personen.

In Ostdeutschland waren im Jahr 2010 rund 85.000 Personen in der EE-Branche tätig – hauptsächlich im Photovoltaiksektor.

Zentrale Annahmen und Thesen

Die Abschätzung basiert auf Annahmen und Thesen, die im Rahmen des Forschungsprojektes „Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt“ getroffen wurden. Diese finden Sie hier.

Methodik

Um die Bruttobeschäftigung abzuschätzen müssen zunächst die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen im Bereich der Herstellung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen ermittelt werden. Dabei entsprechen die Umsätze der in Deutschland wirksamen Nachfrage aus dem In‐ und Ausland. Als Basis für die Umsatzermittlung dienen die in Deutschland getätigten Investitionen und Berechnungen zur Entwicklung des Außenhandels 2010. Ausgehend von den Umsätzen wird die Bruttobeschäftigung anhand eines statischen offenen Mengenmodells der Input‐Output‐Analyse ermittelt: Die aktuelle Input‐Output‐Tabelle ...

Um die Bruttobeschäftigung abzuschätzen müssen zunächst die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen im Bereich der Herstellung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen ermittelt werden. Dabei entsprechen die Umsätze der in Deutschland wirksamen Nachfrage aus dem In‐ und Ausland. Als Basis für die Umsatzermittlung dienen die in Deutschland getätigten Investitionen und Berechnungen zur Entwicklung des Außenhandels 2010. Ausgehend von den Umsätzen wird die Bruttobeschäftigung anhand eines statischen offenen Mengenmodells der Input‐Output‐Analyse ermittelt: Die aktuelle Input‐Output‐Tabelle ...

Um die Bruttobeschäftigung abzuschätzen müssen zunächst die Umsätze der in Deutschland produzierenden Unternehmen im Bereich der Herstellung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen ermittelt werden. Dabei entsprechen die Umsätze der in Deutschland wirksamen Nachfrage aus dem In‐ und Ausland. Als Basis für die Umsatzermittlung dienen die in Deutschland getätigten Investitionen und Berechnungen zur Entwicklung des Außenhandels 2010. Ausgehend von den Umsätzen wird die Bruttobeschäftigung anhand eines statischen offenen Mengenmodells der Input‐Output‐Analyse ermittelt: Die aktuelle Input‐Output‐Tabelle (2007) des Statistischen Bundesamtes wird durch technologiescharfe Vektoren der EE‐Branche ergänzt. Diese wurden für das Forschungsvorhaben "Kurz- und langfristige Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien auf den deutschen Arbeitsmarkt“ eigens entwickelt und wurden u. a. von den Informationen zweier Primärerhebungen bei der EE‐Branche mit den Basisjahren 2004 und 2007 abgeleitet.

Eine vergleichbare methodische Vorgehensweise wird angewandt, um abzuschätzen, wie viele Beschäftigte für den Betrieb und die Wartung von in Deutschland installierten Anlagen angestellt sind. Diese wird mit Hilfe der Betriebskosten (ohne Brennstoffkosten) abgeschätzt, die sich als jährlich prozentuale Anteile der Investitionen des Anlagenbestandes errechnen lassen.

Relevante Eckgrößen, zum Beispiel die Entwicklung der Arbeitsproduktivität der einzelnen Branchen, werden in diesem laufenden Forschungsvorhaben jährlich an die aktuelle Entwicklung angepasst.

Grafiken

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