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Im Fokus der Studiendatenbank stehen Veröffentlichungen, die sich mit dem notwendigen Umbau und der Steuerung des Energiesystems für eine erfolgreiche Energiewende insgesamt beschäftigen. Mehr zu den Kriterien, nach denen das Forschungsradar Studien aufnimmt …

 

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Auswirkungen der Energiewende auf Ostdeutschland

Herausgeber/Institute:

EuPD, DCTI

Datum:

August 2013

Autoren:

Martin Ammon et al.

Art der Veröffentlichung:

Endbericht

Auftraggeber/Förderer:

BMI

Themenbereiche:

Ökonomie
Umwelt + Soziales

Schlagwörter:

ökonomische Effekte, Wertschöpfung, Arbeitsplätze, Investitionen, Exporte, Strompreis, Energiepreise, Energieeffizienz, Lastmanagement, Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Treibhausgase

Seitenzahl:

152

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Zielsetzung und Fragestellung

Ziel der Studie im Auftrag des Bundesinnenministeriums ist es, einen Überblick über die Chancen und Risiken der Energiewende in den östlichen Bundesländern zu gewinnen, wobei die wirtschaftliche Perspektive im Vordergrund steht. Die Autoren wollen Potenziale und Handlungsbedarfe im Hinblick auf die nationalen und länderspezifischen Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes identifizieren.

Untersucht wird, inwieweit Ostdeutschland von der Energiewende profitiert und ob die Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende zu den demographischen, geographischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten passen. Zudem erörtern die Autoren die länderspezifischen Potenziale und den politischen Handlungsbedarf zur Erschließung derselben. Eine weitere Fragestellung betrifft das Engagement und die Beteiligung der regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an der Energiewende. Im Ergebnis münden die Erkenntnisse in konkrete Handlungsempfehlungen. 

Zentrale Ergebnisse

Der Osten als Vorreiter der Energiewende mit positiven Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten

Die Studie identifiziert Ostdeutschland als Vorreiter der Energiewende in Deutschland, was im Wesentlichen auf dem überdurchschnittlichen Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiemix beruhe. Der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekt der Erneuerbaren Energien falle im Vergleich zum Rest der Republik deutlich höher aus. Vorteilhaft seien das Know-how- und Fachkräfteangebot im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie die Nähe zu osteuropäischen Absatzmärkten.
Auf der anderen Seite spiele ...

Der Osten als Vorreiter der Energiewende mit positiven Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten

Die Studie identifiziert Ostdeutschland als Vorreiter der Energiewende in Deutschland, was im Wesentlichen auf dem überdurchschnittlichen Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiemix beruhe. Der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekt der Erneuerbaren Energien falle im Vergleich zum Rest der Republik deutlich höher aus. Vorteilhaft seien das Know-how- und Fachkräfteangebot im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie die Nähe zu osteuropäischen Absatzmärkten.
Auf der anderen Seite spiele ...

Der Osten als Vorreiter der Energiewende mit positiven Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekten

Die Studie identifiziert Ostdeutschland als Vorreiter der Energiewende in Deutschland, was im Wesentlichen auf dem überdurchschnittlichen Anteil der Erneuerbaren Energien am Energiemix beruhe. Der Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekt der Erneuerbaren Energien falle im Vergleich zum Rest der Republik deutlich höher aus. Vorteilhaft seien das Know-how- und Fachkräfteangebot im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie die Nähe zu osteuropäischen Absatzmärkten.
Auf der anderen Seite spiele insbesondere in Sachsen und Brandenburg die klimaschädliche Braunkohle auf absehbare Zeit noch eine große Rolle für die Grundlastversorgung und die Wirtschaftskraft vor Ort. Aus Klimasicht sei das kritisch, der Anteil der Braunkohle an der Stromerzeugung nehme jedoch perspektivisch ab.

Als Risikofaktor betrachten die Autoren den Mangel an Kapital für Investitionen in Ostdeutschland. Die gezielte Förderung anwendungsorientierter Innovationen, z.B. durch Steuervergünstigungen und Investitionszuschüsse, könne hier Abhilfe schaffen und den Vorsprung Ostdeutschlands als Technologie- und Wirtschaftsstandort sowie die Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotenziale noch besser nutzen. Dabei sollten lokale Partner stärker eingebunden werden, zum Beispiel durch einen Mindestanteil lokaler Investoren.


Netzausbau und Netzentgelte wesentliche Erfolgsfaktoren

Für den Erfolg der Energiewende sei der Netzausbau eine entscheidende Stellschraube, um die zunehmenden Strommengen vor allem aus Windenergie aufzunehmen und zu verteilen. Anderenfalls drohten immer Abschaltungen von Windenergieanlagen, verbunden mit hohen Re-Dispatch-Kosten, die bereits heute für vergleichsweise hohe Netzentgelte verantwortlich seien und einen Standortnachteil für die ostdeutschen Bundesländer darstellten.

Ein Hindernis für die Netzplanung seien fehlende einheitliche Datengrundlagen durch unterschiedliche Energiekonzepte der Bundesländer. Um die Planbarkeit zu verbessern und Unsicherheiten bei Bevölkerung und Wirtschaft zu mindern, empfehlen die Autoren daher eine Abstimmung und Harmonisierung der Länder-Energiekonzepte. Vor dem Hintergrund der Pläne der östlichen Nachbarländer, den Stromexport aus Ostdeutschland durch Phasenschieber zu begrenzen, sei auch ein internationaler Energiedialog sinnvoll, mit dem Ziel, die Energiewende mit den Nachbarländern abzustimmen.
Zudem erachten die Autoren ein neues Konzept für die Netzentgelte für erforderlich, das die überdurchschnittliche Kostenbelastung im Osten abbaue.


Potenziale von Speichern, Demand-Response und Energieeffizienz nutzen

Zur besseren Integration der fluktuierenden Erneuerbaren Energien empfehlen die Autoren die Förderung anwendungsorientierter innovativer Speichertechnologien. Weiterhin sei ein rechtlich verbindlicher Rahmen für Demand-Response-Maßnahmen zu schaffen. Durch den hohen Anteil energieintensiver Unternehmen in Ostdeutschland bestünden hier Potenziale, auch den Druck auf den Netzausbau zu senken. Im Hinblick auf den Energieverbrauch würden die politisch aufgestellten Ziele in Ostdeutschland weitgehend erreicht, es gebe dennoch unerschlossene Effizienzpotenziale. Entsprechende Fördermaßnahmen seien zu empfehlen, um die Amortisationszeiten zu verkürzen und entsprechende Investitionen anzuregen.


Akzeptanz fördern durch breite Beteiligung aller relevanten Akteure

Die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende in den östlichen Bundesländern ist der Studie zufolge grundsätzlich vorhanden, jedoch rückläufig. Ein Grund dafür sei, dass die Bevölkerung am Ort meist nicht vom Ausbau Erneuerbarer Energien profitiere. Mangels Kapital vor Ort kämen die Investoren meist aus Westdeutschland oder dem Ausland. Deshalb bedürfe es transparenter finanzieller Beteiligungsmodelle und einer stärkeren Integration der Bürger in den Prozess der Energiewende. Informationsportale, die auf lokaler Ebene rechtzeitig über geplante Energieprojekte informieren und diese zur Diskussion stellen, seien hier zu empfehlen. Die Bürger müssten von Beginn an in den Planungs- und Umsetzungsprozess eingebunden sein. Eine weitere Möglichkeit sei die Gründung eines ostdeutschen Netzwerkes, das alle Akteure aus der konventionellen und erneuerbaren Energiebranche zusammenbringe. Vor allem aber fordern die Autoren von der Bundesregierung klare Aussagen zum Fortgang der Energiewende. Ansonsten würde der Prozess als inkonsistent wahrgenommen und mangels Planungssicherheit zu schwindenden Investitionen führen.

Zentrale Annahmen und Thesen

Die Energiewende wird als eines der größten politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Projekte in Deutschland betrachtet. Das Energiekonzept von 2010 und das Energiepaket von 2011 bezeichnen die Autoren dabei als Anfang eines langen Prozesses, während dessen es viele Herausforderungen, zum Beispiel den Netzausbau und die Energiespeicherung zu bewältigen gilt. Als wesentliche Erfolgsfaktoren der Energiewende für Ostdeutschland sehen und untersuchen die Autoren Energieerzeugung, -verteilung, -verbrauch sowie die gesellschaftliche Akzeptanz. Die Energiewende stehe ...

Die Energiewende wird als eines der größten politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Projekte in Deutschland betrachtet. Das Energiekonzept von 2010 und das Energiepaket von 2011 bezeichnen die Autoren dabei als Anfang eines langen Prozesses, während dessen es viele Herausforderungen, zum Beispiel den Netzausbau und die Energiespeicherung zu bewältigen gilt. Als wesentliche Erfolgsfaktoren der Energiewende für Ostdeutschland sehen und untersuchen die Autoren Energieerzeugung, -verteilung, -verbrauch sowie die gesellschaftliche Akzeptanz. Die Energiewende stehe ...

Die Energiewende wird als eines der größten politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Projekte in Deutschland betrachtet. Das Energiekonzept von 2010 und das Energiepaket von 2011 bezeichnen die Autoren dabei als Anfang eines langen Prozesses, während dessen es viele Herausforderungen, zum Beispiel den Netzausbau und die Energiespeicherung zu bewältigen gilt. Als wesentliche Erfolgsfaktoren der Energiewende für Ostdeutschland sehen und untersuchen die Autoren Energieerzeugung, -verteilung, -verbrauch sowie die gesellschaftliche Akzeptanz. Die Energiewende stehe und falle mit der Beteiligung aller Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

Methodik

Von den verschiedenen Aspekten der Energiewende betrachtet die Studie den Ausbau der Erneuerbaren Energien, den Ausbau des Stromnetzes, den Energieverbrauch und den Einsatz konventioneller Kraftwerke als Brückentechnologien. Des Weiteren befassen sich die Autoren mit den Akteuren auf Bürgerebene, ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Engagement sowie ihrer Vernetzung.

Um den Stand und die Auswirkungen der Energiewende in Ostdeutschland qualitativ und quantitativ zu bewerten, arbeiten die Autoren mit Daten- und Szenarioanalysen, deren Ergebnisse sie durch Experteninterviews ergänzen. ...

Von den verschiedenen Aspekten der Energiewende betrachtet die Studie den Ausbau der Erneuerbaren Energien, den Ausbau des Stromnetzes, den Energieverbrauch und den Einsatz konventioneller Kraftwerke als Brückentechnologien. Des Weiteren befassen sich die Autoren mit den Akteuren auf Bürgerebene, ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Engagement sowie ihrer Vernetzung.

Um den Stand und die Auswirkungen der Energiewende in Ostdeutschland qualitativ und quantitativ zu bewerten, arbeiten die Autoren mit Daten- und Szenarioanalysen, deren Ergebnisse sie durch Experteninterviews ergänzen. ...

Von den verschiedenen Aspekten der Energiewende betrachtet die Studie den Ausbau der Erneuerbaren Energien, den Ausbau des Stromnetzes, den Energieverbrauch und den Einsatz konventioneller Kraftwerke als Brückentechnologien. Des Weiteren befassen sich die Autoren mit den Akteuren auf Bürgerebene, ihrem gesellschaftlichen und wirtschaftlichem Engagement sowie ihrer Vernetzung.

Um den Stand und die Auswirkungen der Energiewende in Ostdeutschland qualitativ und quantitativ zu bewerten, arbeiten die Autoren mit Daten- und Szenarioanalysen, deren Ergebnisse sie durch Experteninterviews ergänzen. Hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen vergleichen sie das Energiekonzept der Bundesregierung mit denen der ostdeutschen Länder. Zur Analyse des Energieangebots, der Verteilung und des Verbrauchs nutzen sie öffentlich zugängliche Statistiken, für die Beschäftigungseffekte ziehen sie zusätzlich Daten der verschiedenen Fachverbände heran. Die Szenarien beziehen sich vor allem auf die Entwicklung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Die Interviewpartner kommen aus Politik, Verbänden, Wirtschaft, Energieagenturen, Netzwerken und Bürgerinitiativen.

Schließlich führen die Autoren die Ergebnisse der Faktenanalyse mit denen der Expertenbefragungen zu einer ganzheitlichen Potenzialanalyse zusammen. So ermitteln sie Stärken und Schwächen bei der Umsetzung der Energiewende, aus denen sie konkrete Handlungsempfehlungen ableiten.

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