Strom und Wärme effizient verknüpfen für die Energiewende

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien präsentiert auf seiner Jahrestagung aktuelle Forschungsergebnisse für ein nachhaltiges Strom-Wärme-System auf der Basis erneuerbarer Energien

Die Sektoren Strom und Wärme müssen im Energiesystem der Zukunft optimal aufeinander abgestimmt werden und effizient zusammenwirken. Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien präsentiert auf seiner Jahrestagung am 24. und 25. Oktober 2013 in Freiburg aktuelle Forschungsergebnisse für ein nachhaltiges Strom-Wärme-System auf der Basis erneuerbarer Energien. Die Wissenschaftler analysieren die systemischen Zusammenhänge und gegenseitigen Abhängigkeiten von Strom und Wärme und stellen technische Innovationen für das Zusammenspiel beider Bereiche vor.

Die aktuelle Energiedebatte beschränkt sich noch weitgehend auf den Stromsektor und die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Künftig wird aber die Optimierung des Gesamtsystems in den Fokus rücken und es wird entscheidend darauf ankommen, die verschiedenen Komponenten des  Energiesystems optimal aufeinander abzustimmen, um die energiepolitischen Ziele zu erreichen und die Energiewende gelingen zu lassen.

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien zeigt auf seiner Jahrestagung, welche Zusammenhänge und Ergänzungsmöglichkeiten zwischen den Sektoren Strom sowie Wärme und Kälte in der Energieforschung aktuell untersucht werden.

Energietechnik:
Die Forschenden erarbeiten technische Lösungen für die Energiebereitstellung auf der Grundlage erneuerbarer Energien, für die effiziente Energienutzung sowie für Netze, Wandlungstechnologien und Speicherlösungen zur Optimierung des Energiesystems.

Systemforschung:

Für die Weiterentwicklung des Energiesystems ist die systemanalytische Perspektive unabdingbar. Die Energieforschung untersucht dafür die Wechselwirkungen der Energiesektoren und liefert Entscheidungsgrundlagen für Konzepte einer nachhaltigen Umgestaltung des Energiesystems.

Energiemärkte:
Es müssen auch neue ökonomische Strukturen und Geschäftsmodelle entwickelt werden, die die verschiedenen Marktbereiche für Strom sowie für Wärme und Kälte koppeln.

Diese Interaktionen des Strom-Wärme-Systems stellt der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien auf seiner Jahrestagung am 24. und 25. Oktober 2013 in Freiburg im Breisgau in den Mittelpunkt und präsentiert Analysen und Technologien der Forschungsinstitute.

Vortragsthemen der Konferenz sind unter anderem:

  • Ausgleich der fluktuierenden Stromerzeugung aus Wind und Sonne durch intelligente Verknüpfung mit dem Anwendungssektor Wärme
  • ganzheitliche Modellierungen des deutschen Energiesystems
  • Rolle von Speichern für das Strom-Wärme-System, z.B. dezentrale Strom- und Wärmespeicherung in Smart Grids
  • Gebäude-Anlagentechnik im Strom-Wärme-System
  • Solare Kraft-Wärme-Kopplung
  • Rolle der Bioenergie für das Strom-Wärme-System



Hintergrund:
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE) ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiespeicherung sowie für deren Integration in Energiesysteme. Der FVEE repräsentiert rund 80% der Forschungskapazität für Erneuerbare in Deutschland und ist das größte koordinierte Forschungsnetzwerk für erneuerbare Energien in Europa.