Preisprognosen für fossile Energieträger differieren stark

Forschungsradar Erneuerbare Energien veröffentlicht neues Vergleichsdossier

Berlin, 13. August 2012 – Die aktuelle energiepolitische Diskussion kreist um die Frage, wie teuer die Umstellung der Energieversorgung auf regenerative Quellen wird. Skeptiker wie Befürworter der Energiewende beziehen in ihre Argumentationen oftmals auch wissenschaftliche Studien ein. Ob der Ausbau der Erneuerbaren Energien als volkswirtschaftlicher Gewinn oder als Belastung betrachtet wird, hängt stark davon ab, wie die Kostenentwicklung der fossilen Energieversorgung eingeschätzt wird. Hierfür sind die Preise fossiler Brennstoffe ein wesentlicher Bestimmungsfaktor. Ihre zukünftige Entwicklung wird in verschiedenen Studien ganz unterschiedlich prognostiziert. Das verdeutlicht das heute im Rahmen des Forschungsradars Erneuerbare Energien veröffentlichte Grafikdossier „Was kostet die fossile Energieversorgung?“.

Die Entwicklung der Preise fossiler Energieträger hat einen entscheidenden Einfluss auf die Kosten der fossilen Energieversorgung. Sie beeinflussen die Ausgaben der deutschen Volkswirtschaft für Energieimporte und sind auch eine wesentliche Größe für die Stromgestehungskosten fossiler Kraftwerke.

Auf einen Blick: Große Bandbreite der Preisprognosen

Beim Blick in unterschiedliche wissenschaftliche Arbeiten fällt auf, dass die zukünftige Preisentwicklung fossiler Energieressourcen sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Das verdeutlicht das heute veröffentlichte Grafikdossier: es stellt die Annahmen von insgesamt dreizehn Szenarien zu den künftigen Importpreisen von Rohöl, Erdgas und Steinkohle einander gegenüber. Ziel des Dossiers ist es, die sehr unterschiedlichen Aussagen direkt neben einander zu stellen und damit den Vergleich zu erleichtern. Um den Nutzerinnen und Nutzern eine eigene Bewertung zu ermöglichen, stellen die Grafiken auch die tatsächliche Preisentwicklung zwischen 2000 und 2011 dar.

Das Projekt Forschungsradar Erneuerbare Energien

Das Forschungsradar Erneuerbare Energien ist ein Projekt der Agentur für Erneuerbare Energien und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Sein Hauptziel es ist, einen schnellen Überblick über den aktuellen Stand der nicht-technologischen Forschung zu den Erneuerbaren Energien zu bieten. Das Forschungsradar sammelt in seiner Datenbank Studien zu systemanalytischen, ökonomischen, politischen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten der Erneuerbaren Energien. Eine Fachredaktion bereitet ausgewählte Berichte, Gutachten und Analysen auf und fasst diese inhaltlich zusammen. Darüber hinaus erfasst ein interaktiver Forschungsatlas die Institutslandschaft zu Erneuerbaren Energien in Deutschland.

Zur Metaanalyse "Entwicklung der Brennstoffpreise fossiler Rohstoffe" 

Kontakt:

Agentur für Erneuerbare Energien
Alena Müller
Tel: 030-200535-45
Mail: a.mueller@unendlich-viel-energie.de
www.unendlich-viel-energie.de
www.energie-studien.de