Wissenschaftler unterstützen Bürgerengagement für Forschung

ForschungsVerbund Erneuerbare Energien ist Kooperationspartner des Bürgerdialogs „Energietechnologien für die Zukunft“

Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland haben Anfang November einen Bürgerreport mit Empfehlungen für die Energiewende erarbeitet. Er zeigt: Bürger können und wollen mitreden. Sie schlagen unter Einbeziehung der Medien einen intensiveren Dialog mit der Wissenschaft vor. Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien hat an den vom Bundesministerium für Bildung und Forschung organisierten Veranstaltungen beratend teilgenommen.

Am Bürgerdialog haben sich 1500 Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Das Abschlusspapier wurde Anfang November auf dem Bürgergipfel in Berlin erarbeitet und am 6. November an Bundesforschungsministerin Annette Schavan übergeben.

Gerd Stadermann, Geschäftsführer des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien und Mitglied im BMBF-Beraterkreis resümiert: „Der Bürgerdialog hat gezeigt, dass die Bürger auch bei der Forschung und Entwicklung mitreden können und wollen. Dazu fordern sie in Zukunft mehr Informationen und Mitsprachegelegenheiten, um die Entwicklung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienztechniken einzuschätzen, und mit ihren Ideen mitzugestalten.“

Mitglieder des Forschungsverbundes Erneuerbare Energien waren beratend an den Bürgerkonferenzen, Bürgerwerkstätten und schließlich dem Bürgergipfel beteiligt. Sie beantworteten technische und energiepolitische Fragen der Teilnehmenden.

Zu den zentralen Empfehlungen der Bürgerinnen und Bürger für den Bereich Wissenschaft und Forschung zählen:

  • aktive Kooperation von Forschung und Wirtschaft
  • Dialog zwischen Bevölkerung, Forschenden, Wirtschaft und Politik um ein gemeinsames Verständnis zu erreichen. Hierfür müssen ausreichend Finanzmittel eingeplant und Dialogexperten, sowie die Medien hinzugezogen werden.
  • großskalige Modellprojekte, die Forschungsergebnisse im Alltag umsetzen und die Menschen und Institutionen in den Regionen mit einbeziehen Grundlagenforschung muss thematisch frei sein. Die Institute benötigen eine unabhängige Grundfinanzierung (institutionelle Förderung) vom Staat.
  • ein übergreifender Energieforschungsfahrplan, der auf einer Zeitschiene die realisierbaren Projekte darstellt und die beteiligten Akteure aufzeigt
  • Ausrufung eines Wettbewerbs „Bürger forschen“ nach dem Vorbild von „Jugend forscht“, um einen positiven Zugang der Bevölkerung zu Technikthemen zu unterstützen.
  • Beachtung ethischer und sozialer Konflikte bei der Systemtransformation

Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien begrüßt die Empfehlungen und diskutiert die Möglichkeiten ihrer Umsetzung.

Zum Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft:

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung veranstaltete in den vergangenen Monaten den Bürgerdialog „Energietechnologien für die Zukunft“. Die Ideen und Vorschläge aus acht eintägigen Bürgerkonferenzen, 22 lokalen Bürgerwerkstätten sowie dem parallel geführten Online-Dialog auf www.buergerdialog bmbf.de mit seinen 9.500 Beiträgen waren die Diskussionsgrundlage für die etwa 90 Teilnehmenden am Bürgergipfel, die zuvor schon an einer der Bürgerkonferenzen teilgenommen hatten.

Der Bürgerdialog Energietechnologien für die Zukunft wurde von 83 Kooperations-partnern aus den Bereichen Energiewirtschaft, Umwelt, Forschung und Zivilgesellschaft unterstützt. Ein hochrangiger Beraterkreis begleitete den Dialog inhaltlich-fachlich, dazu gehörte auch der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE), dessen Vertreter Gerd Stadermann Mitglied im Beraterkreis ist.

Der Bürgerreport zum Download unter:

www.buergerdialog-bmbf.de

Pressekontakt:

Petra Szczepanski
Öffentlichkeitsarbeit ForschungsVerbund Erneuerbare Energien
Kekuléstraße 5
12489 Berlin
Tel. 030/ 8062-41337
Fax 030/ 8062-41333
E-mail: fvee@helmholtz-berlin.de
http://www.fvee.de

 

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