• Sie befinden sich hier:
  • Glossar
  • Begriff

Marktprämie

Betreiber von Erneuerbare-Energien Anlagen können ihren Strom direkt an Stromhändler und -lieferanten verkaufen, anstatt dafür die gesetzliche Einspeisevergütung in Anspruch zu nehmen. Diese Form des Stromhandels nennt man Direktvermarktung. Da die Vergütungssätze für EEG-Strom teilweise deutlich über dem Marktpreis liegen, wird Anlagenbetreiber zum Ausgleich eine sogenannte Marktprämie in Anspruch gewährt. Die Marktprämie setzt sich zusammen aus dem jeweiligen gesetzlich festgeschriebenen Fördersatz einer EEG-Anlage abzüglich ihres technologiespezifischen Monatsmarktwerts. Die Idee dahinter ist, die Marktintegration Erneuerbarer Energien voranzutreiben. Ob dies funktioniert, muss sich noch erweisen. Kritiker bemängeln, das Instrument führe lediglich zu Mitnahmeeffekten und sei wirkungslos im Hinblick auf die Netzintegration der Erneuerbaren Energien, da sich gerade Wind und Sonne nicht steuern lassen.

Siehe auch >Direktvermarktung


zurück