Stromgestehungskosten und die Kosten der Energiewende

Metaanalyse zu Stromgestehungskosten verschiedener Erzeugungstechnologien

Die Kosten der Energiewende stehen im Fokus der energiepolitischen Diskussion der letzten Monate und Jahre. Es stellt sich die Frage, ob und inwiefern die ökologische Modernisierung der Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien zu höheren Kosten für Verbraucher und Volkswirtschaft führt als eine Erneuerung des Kraftwerksparks auf Basis fossiler Energieträger.

Wie viel der Ausbau der Erneuerbaren Energien (EE) im Strombereich tatsächlich kostet, ist allerdings auch für Experten nur schwer zu durchschauen. Die Kostenbetrachtung der unterschiedlichen Erzeugungstechnologien erfolgt in der Fachdiskus­sion unter anderem im Hinblick auf ihre jeweiligen Stromgestehungskosten. Um die Vergleichbar­keit zu gewährleisten und angesichts der notwendigen Erneuerung des Kraftwerksparks werden dabei jeweils die Vollkosten neuer Kraftwerke miteinander verglichen. Diese unterscheiden sich deutlich von den Betriebskosten bereits bestehender Kraftwerke und von den grenzkostenbasierten Großhandels- und Börsenpreisen. Die Höhe der Stromgestehungskosten hängt dabei von vielen Parametern ab, insbesondere von den Investitionskosten, den Brennstoffpreisen und dem Preis für CO2-Emissionszertifikate sowie von der Auslastung und Laufzeit der Anlagen.

Bei der Bestimmung zukünftiger Stromgestehungskosten kommt es also entscheidend darauf an, welche Werte für diese und weitere Parameter angenommen werden. Da sie teilweise sehr unterschiedlich eingeschätzt werden, differieren auch die Angaben zu den Stromgestehungskosten zwischen den betrachteten Veröffentlichungen.

Die vorliegende Metaanalyse vergleicht verschiedene Studien bezüglich ihrer Aussagen zu den aktuellen und bis 2050 prognostizierten Stromgestehungskosten fossiler und erneuerbarer Kraftwerke.


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