Entwicklung des Treibhausgasausstoßes in Deutschland

Klimaschutzziele erfordern stärkeren Ausbau der Erneuerbaren Energien und weniger Energieverbrauch

Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, den Treibhausgasausstoß bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zum Basisjahr 1990 zu verringern. Bisher wurden erst -27,6 % geschafft. Um das Ziel noch zu erreichen, müsste der Treibhausgasausstoß von 2017 bis 2020 jährlich um fast 40 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalente sinken.

Wie das Umweltbundesamt jüngst mitteilte, wurden in Deutschland 2016 insgesamt fast 906 Millionen Tonnen Treibhausgase freigesetzt, etwa vier Millionen Tonnen mehr als 2015.

  • Am stärksten gestiegen sind die Emissionen im Verkehrssektor: Hier wurden 5,4 Millionen Tonnen Treibhausgase mehr ausgestoßen als im Jahr 2015, ein Plus von 3,4 Prozent.

  • Auch die Treibhausgasemissionen privater Haushalte haben sich 2016 im Vergleich zum Vorjahr erneut erhöht. Die Wärmeversorgung von Gebäuden zeigt sich immer noch sehr witterungsabhängig, was ein Zeichen für mangelnde Gebäudeenergieeffizienz ist.

  • Bei der Industrie stagniert der Treibhausgasausstoß bereits seit mehreren Jahren. Effizienzgewinne werden hier regelmäßig durch weiteres Wachstum kompensiert.

  • Lediglich in der Energiewirtschaft sind die Treibhausgasemissionen im Jahr 2016 erneut leicht gesunken. Dabei steht einem Rückgang der Emissionen aus Braunkohle- und Steinkohlekraftwerken ein Anstieg der Treibhausgase aus der Nutzung von Erdgas gegenüber. Erneuerbare Energien konnten hingegen im Jahr 2016 kaum zur weiteren Emissionsminderung beitragen. Dazu war ihr Ausbau zu gering und die Wetterbedingungen für Wind und Sonne zu ungünstig.

Die von der Agentur für Erneuerbare Energien aufbereiteten Grafiken zur Studie können Sie hier einsehen und als JPG-Datei downloaden. Druckfähige, hoch aufgelöste Formate auf Anfrage lieferbar. Anfragen an kontakt@unendlich-viel-energie.de