Installierte Leistung von Power-to-Gas-Anlagen 2050

Szenarienvergleich zur zukünftigen installierten Anlagenleistung zur Umwandlung von Strom in synthetische Gase

In allen Klimaschutzsszenarien, in denen eine Dekarbonisierung der Energieversorgung angestrebt wird, werden synthetische erneuerbare Gase eine wichtige Rolle spielen. Die Höhe der in den Szenarien unterstellten Anlagenleistung zur Umwandlung von erneuerbarem Strom in synthetische Gase hängt vor allem von zwei Fragen ab: Wird Deutschland seinen Bedarf an synthetischen Gasen aus heimischer Produktion decken, oder werden die Gase größtenteils importiert? Und: Werden die Sektoren Wärme- und Verkehr weitestgehend elektrifiziert oder kommen hier auch erhebliche Mengen Wasserstoff und Methan zum Einsatz?

Eine Gegenüberstellung verschiedener Ausbauszenarien verdeutlicht die Auswirkungen unterschiedlicher Annahmen. Von der höchsten installierten Power-to-Gas-Leistung geht das Szenario "Enervis (2017): Optimiertes System" aus. Das Szenario rechnet damit, dass Deutschland im Jahr 2050 komplett von Energieimporten unabhängig sein wird und dass erneuerbare Gase in großen Mengen direkt zum Heizen und als Kraftstoff im Verkehr eingesetzt werden; entsprechend hoch ist der Bedarf an inländischen Erzeugungskapazitäten. Im Klimapfad 95% in der Studie "BCG/Prognos (2018)" ist die installierte Leistung am niedrigsten. Denn, hier werden die Sektoren Wärme und Verkehr weitgehend elektrifiziert und die synthetischen Gase werden fast zur Hälfte importiert.

Die von der Agentur für Erneuerbare Energien aufbereiteten Grafiken zur Studie können Sie hier einsehen und als JPG-Datei downloaden. Druckfähige, hoch aufgelöste Formate sind auf Anfrage lieferbar. Anfragen bitte an kontakt@unendlich-viel-energie.de