Entwicklung der installierten Kraftwerksleistung zur Stromerzeugung bis 2050

Studienvergleich zur zukünftigen installierten Leistung Erneuerbarer Energien, von Speichern und von Gaskraftwerken

Eine Vielzahl von Studien beschäftigte sich in der Vergangenheit bereits mit dem weiteren Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Viele Szenarien fokussierten sich dabei ausschließlich auf den Stromsektor und wie eine hundertprozentige Stromversorgung auf Basis Erneuerbarer Energien funktionieren kann. Insbesondere jüngere Veröffentlichungen gehen darüber hinaus der Frage nach, wie sich die Sektorenkopplung auf die Stromerzeugungskapazitäten aus Erneuerbare Energien auswirken wird. Des Weiteren haben unterschiedliche Annahmen zu den verfolgten Klimaschutzzielen (-80% oder -95% CO2-Reduktion), zur Energieeffizienz sowie zu den Energieimporten Implikationen für den Bedarf an Kraftwerken und Speicherkapazitäten in Deutschland.

Eine Gegenüberstellung verschiedener Ausbauszenarien und -prognosen verdeutlicht die Auswirkungen unterschiedlicher Annahmen. Von der höchsten installierten Kraftwerksleistung geht die Studie "enervis (2017)" aus. Eine Grundannahme ist hier, dass Deutschland im Jahr 2050 komplett von Energieimporten unabhängig sein wird; entsprechend hoch ist der Bedarf an inländischer Kraftwerksleistung. Im Klimapfad 80% in der Studie "BCG/Prognos (2018)" ist die installierte Leistung am niedrigsten. Denn das Szenario verfolgt ein gleichsweise geringes Klimaschutzziel. Dadurch sinkt der Strombedarf in den Sektoren Wärme und Verkehr, da hier noch erhebliche Mengen fossiler Brenn- und Kraftstoffe eingesetzt werden können.