Einsatz von Power-to-Gas im Wärmesektor 2050

Vergleich von Klimaschutzszenarien zum zukünftigen Endenergieverbrauch von synthetischen Gasen zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser

Welche Rolle Power-to-Gas (PtG) im Jahr 2050 bei der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser spielen wird, wird in verschiedenen Studien unterschiedlich eingeschätzt. Hierbei werden nur Klimaschutzszenarien berücksichtigt, die eine Treibhausgasreduktion von mindestens -95% bzw. Treibhausgasneutralität anstreben.

Der Vergleich zeigt, dass in zwei Szenarien, in denen die Dekarbonisierung des Wärmesektors durch eine maximal Elektrifizierung erfolgt, PtG gar nicht zum Einsatz kommt. Im Elektrifizierungsszenario der Deutschen Energieagentur (dena) wird mit 7 TWh nur eine geringe Menge an synthetischen Brennstoffen zum Heizen und zur Warmwassererwärmung eingesetzt. Nur das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln (ewi Energy Research & Scenarios gGmbH) rechnet auch im Elektrifizierungsszenario damit, dass eine relevante PtG-Menge (29 TWh) im Wärmemarkt gebraucht wird.

Der PtG-Verbrauch in den Szenarien, in denen kein Elektrifizierungspfad vorgegeben wird und ein Technologiemix offengehalten werden soll, liegt zwischen 131 TWh im enervis-Szenario und 208 TWh im Szenario von frontier economics et al..