Metaanalyse zum Zusammenspiel von Strom- und Wärmesystem

27-seitiger Vergleich zum Zusammenspiel von Strom- und Wärmesystem

Mehr als die Hälfte des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland entfällt auf die Wärmeversorgung von Gebäuden sowie die Bereitstellung von Prozesswärme. Der Wärmemarkt ist daher von zentraler Bedeutung für die Energiewirtschaft, die Abhängigkeit von Brennstoffimporten und den Klimaschutz. Der Anteil Erneuerbarer Energien an der Deckung des Wärmebedarfs steigt nur langsam und lag im Jahr 2016 bei 13,4 Prozent.

Für eine sichere, umweltverträgliche und dauerhaft bezahlbare Energieversorgung ist sowohl eine starke Senkung des Wärmebedarfs als auch die Umstellung auf Erneuerbare Energien erforderlich. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist in den vergangenen Jahren vor allem im Stromsektor erfolgreich gewesen. Hier wird es darauf ankommen, den weiteren Ausbau an der realen Entwicklung des Stromverbrauchs auszurichten und dabei auch neue Stromanwendungen für Wärme, Verkehr und Industrie zu berücksichtigen.

Vor diesem Hintergrund wertet die vorliegende Metaanalyse die Aussagen aktueller Studien und Szenarien zum möglichen Zusammenspiel von Strom- und Wärmeversorgung für die Energiewende aus und stellt sie vergleichend gegenüber. Der Fokus liegt dabei auf dem Flexibilitätsbedarf des Stromsektors entsprechend der Verfügbarkeit von Wind- und Solarstrom und auf der Nutzung von Strom zur Wärmeversorgung durch Wärmepumpen und Power-to-Heat-Technologien (Heizstäbe, Elektrodenkessel u.ä.). Insgesamt 32 verschiedene Datenquellen, Studien und Szenarien sind dafür hinsichtlich quantitativer und qualitativer Aussagen ausgewertet worden.