Metaanalyse zum Zusammenspiel von Strom- und Verkehrssektor

25-seitiger Vergleich von Szenarien zur Sektorenkopplung Strom-Verkehr

Die AEE vergleicht in der neuen Metaanalyse die Aussagen von 16 Studien zur Rolle von Strom und strombasierten Kraftstoffen im Verkehr bis zum Jahr 2050. Angesichts der begrenzten Potenziale von Verkehrsvermeidung, Effizienz und Biokraftstoffen müssen Elektroantriebe und strombasierte Kraftstoffe einen größeren Beitrag leisten. In allen ehrgeizigen Klimaschutzszenarien spielt Strom eine Schlüsselrolle für die Verkehrswende. 

Die Elektromobilität gilt dabei als äußerst energieeffizient und unter Einsatz Erneuerbarer Energien als besonders klimafreundlich. Sie kann aus heutiger Sicht jedoch nicht alle Verkehrsbereiche abdecken. Vor allem in der Luft- und Schifffahrt ist ihr Einsatz technisch nicht möglich. Eine Alternative wären strombasierte Kraftstoffe (Power-to-Gas, Power-to-Liquid). Bei Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien wären sie ebenfalls klimafreundlich, jedoch benötigt die Herstellung aufgrund hoher Umwandlungsverluste viel Energie, was ihre Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit von technologischen Fortschritten abhängig macht.

Die für den Verkehr potenziell benötigten Strommengen müssen beim Ausbau Erneuerbarer Energien Berücksichtigung finden. Der künftige Strombedarf des Verkehrs könnte den gesamten heutigen Stromverbrauch von 520 Milliarden Kilowattstunden übersteigen. Deshalb gehen die meisten Studien davon aus, dass strombasierte Kraftstoffe aus wind- und sonnenreichen Regionen im Ausland importiert werden müssten.