Metaanalyse über Maßnahmen und Instrumente für die Energiewende im Wärmesektor

18-seitiger Vergleich von Szenarien zu Instrumenten für die Wärmewende

Ansatzpunkte von Instrumenten von Maßnahmen zur Beförderung der Energiewende im Wärmesektor

Ökonomische Instrumente für die Energiewende im Wärmesektor

Ordnungsrechtliche Instrumente für die Energiewende im Wärmesektor

Planerische und weiche Instrumente für die Energiewende im Wärmesektor

Vor dem Hintergrund der fehlenden Fortschritte bei der Wärmewende beschreibt die vorliegende Metaanalyse die in 16 verschiedenen Veröffentlichungen genannten Maßnahmen und Instrumente, die nach Einschätzung der jeweiligen Autoren geeignet wären, die Energiewende im Wärmesektor voranzubringen. Ziel ist es, dadurch einen Überblick über die Bandbreite an Handlungsoptionen für die Beförderung der Wärmewende zu geben. Eine Bewertung der Maßnahmen erfolgt nicht, die Häufigkeit verschiedener Vorschläge lässt jedoch Schwerpunkte erkennen.

Die Versorgung mit Wärme und Kälte hat einen Anteil von rund 56 Prozent am Endenergie¬verbrauch in Deutschland. Der weitaus größte Teil des thermischen Energiebedarfs wird mit fossilen Energieträgern gedeckt, während Erneuerbare Energien noch eine untergeordnete Rolle spielen. Für eine sichere, umweltverträgliche und auf Dauer bezahlbare Energieversorgung ist es erforderlich, den Bedarf an Wärmeenergie erheblich zu senken und die Versorgung auf Erneuerbare Energien umzustellen.

Allerdings bleiben die bisher erzielten Fortschrittedeutlich hinter der zur Zielerreichung erfor-derlichen Entwicklung zurück. Der Energieverbrauch für Wärmezwecke weist lediglich einen leicht sinkenden Trend auf und der Beitrag der Erneuerbaren Energien zur Deckung des Wärme- und Kältebedarfs ist in den vergangenen Jahren nur minimal gestiegen. Der Wärmesektor wird daher oft auch als „schlafender Riese“ bezeichnet. Einerseits macht er den größten Teil des Endenergieverbrauchs in Deutschland aus und verfügt über ein großes Effizienz- und CO2-Minderungspotenzial, andererseits ist er aufgrund der Vielfalt der Akteure und der Komplexität schwer zu steuern.

An technischen Potenzialen mangelt es dabei nicht. Die Forschungsradar-Metaanalyse zur Energiewende im Wärmesektor von 2015 zeigt, dass es sowohl erhebliche Reduktionspotenziale beim Wärmebedarf gibt als auch umfangreiche Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Wärme-technologien wie Solarthermie, Geothermie und Biomasse. Zudem kann (und muss) Strom aus Erneuerbaren Energien künftig eine bedeutende Rolle in der Wärmeversorgung übernehmen. Der bislang mangelnde Fortschritt ist verschiedenen Studien und Akteuren zufolge darauf zurückzuführen, dass die politischen Zielvorstellungen bislang zu unverbindlich und unzureichend mit Instrumenten und Maßnahmen unterlegt sind, um die Potenziale von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien zu heben. Zudem fehlen politische Zwischenziele für die Jahre nach 2020 bis 2050.

Die Analyse führt die im Oktober 2015 veröffentlichte Metaanalyse zur Energiewende im Wärmesektor weiter.