FVEE-Jahrestagung 2011 - "Lost in Transformation vermeiden"

Während der diesjährigen Jahrestagung des ForschungsVerbundes Erneuerbare Energien (FVEE) stand die Transformationsforschung für ein neues Energiesystem im Vordergrund.

Bonn, 17.10.2011. Die Mitgliedsinstitute des FVEE referierten in der vergangenen Woche bei der Jahrestagung „Transformationsforschung für ein nachhaltiges Energiesystem“ über politische Rahmenbedingungen, Perspektiven, Meilensteine, Analysen und ökonomische Aspekte. Besonders hervorzuheben bei der Tagung war dabei der Blick in die Akzeptanzforschung: „Wir brauchen die Wende in den Köpfen der Verbraucher und der Entscheider“, betonte Prof. Dr. Petra Schweizer-Ries von der Forschungsgruppe Umweltpsychologie (FG-UPSY) während der Pressekonferenz und fügte hinzu: „Dazu braucht es Visionen und die Umsetzung von realen Projekten.“

Laut der Bundesregierung ist die entscheidende Frage, wie das Energiesystem umgestaltet werden müsse, damit es mit einem Hauptteil erneuerbarer Energien zuverlässig funktioniere. Technologische Lösungen dafür: Back-up durch fossile Energieträger, Speicher, intelligente Netze und deren Ausbau.
Die Herausforderungen einer umfassenden Transformation müssten auf verschiedene Ebenen begrenzt werden – neben Entwicklung und Erprobung ist die modellhafte Umsetzung von Konzepten auf Quartiers- und Stadtebene ein wichtiger Beitrag. Als „living-labs“ umfassen sie Randbedingungen und erweitern den Blick auf komplexe Wechselwirkungen, erklärte Dr. Dietrich Schmidt vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP und ergänzte: „Und was nicht passieren darf: Lost in Transformation!“

Der Klimaforscher Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber vom Potsdam Institut für Klimaforschung hob im Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderung (WBGU) und in seinem Gastvortrag die kritische Rolle der Wissenschaft beim industriellen Gesellschaftsaufbau hervor. Gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen müsse eine „transformative Forschung“ einen entscheidenen Beitrag zur Überwindung des fossil-nuklearen Komplexes leisten. Zum anderen solle sich ein neuer Wirtschaftszweig etablieren – die „Transformationsforschung“ – die die Reorganisationsprozesse helfen solle auszuloten und zu verbessern.


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